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Mythen & Wirklichkeiten

Sagen der mittleren Werra 102

Der Aap (Alb) in Möhra

Der Alb, der im Werragrund und dessen nächster Umgebung allgemein genannt wird, ist fast immer ein unheimliches Weibsbild, welches die Gabe besitzt, sich nachts zu denjenigen einzuschleichen, die es drücken und beängstigen will. Zu diesem Zweck benutzt es im Notfall sogar das Schlüsselloch. Sie nimmt die Gestalt einer Katze, eines Marders oder eines anderen haarigen Spuks an, springt auf das Bett, legt sich dem Schlafenden auf Brust oder Hals und drückt ihn so, dass er die Unholdin weder abzuwerfen noch um Hilfe zu schreien imstande ist. Hat sie sich genug an der Angst und dem Gewimmer des Geplagten ergötzt, verschwindet sie wieder auf demselben Weg.

In Möhra stehen besonders diejenigen Frauen in Verdacht, ein Alb zu sein, denen die Augenbrauen über der Nase zusammengewachsen sind.

Ein derart gezeichnetes Mädchen aus Möhra kam eines Abends mit einer Freundin aus der Spinnstube. An der Schmiede angekommen, stellte sie ihr Spinnrad vor das Haus, sagte zu ihrer Freundin: »Warte hier ein wenig und sieh nach meinem Rad, ich Weiterlesen →

Die Geschichte des Pony Express 04

Die Geschichte des Pony Express
Kapitel IV
Betrieb, Ausrüstung und Geschäft

Bei Eintritt in den Dienst der Central Overland California and Pike’s Peak Express Company mussten die Mitarbeiter des Pony Express einen Treueid leisten. Dieser lautete: »Ich schwöre hiermit vor dem großen und lebendigen Gott, dass ich während meiner Anstellung und solange ich bei Russell, Majors & Waddell beschäftigt bin, unter keinen Umständen eine vulgäre Sprache verwenden, berauschende Getränke zu mir nehmen, mich mit anderen Mitarbeitern der Firma streiten oder prügeln werde. Ich werde mich in jeder Hinsicht ehrlich verhalten, meinen Pflichten treu nachkommen und alle meine Handlungen so ausrichten, dass ich das Vertrauen meiner Arbeitgeber gewinne. So wahr mir Gott helfe.«
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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 66

Der Spuk in Havelberg

Bei der Fähre oberhalb von Havelberg zeigen sich gewöhnlich allerhand wunderbare Zeichen, wenn jemand ertrinken soll. Bald scheint es, als schlüge ein großer Fisch auf, doch es ist keiner zu sehen. Oder es lacht ganz ordentlich, obwohl kein Mensch da ist.

Auch im Havelberger Dom ist es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Es schien, als wären die alten Mönche doch noch nicht ganz zur Ruhe gekommen. Es ist noch nicht lange her, da spielte der Organist einmal pro Woche auf der Orgel. Er war allein in die Kirche gegangen und hatte die Tür hinter sich zugeschlossen. Als er die letzten Töne anschlug, sah er zufällig zur Kanzel hinüber. Da stand leibhaftig ein Mönch, der zu ihm hinüber schaute und das Weiterlesen →

Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 28

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

11. Der Zauberer vom Geiersberg

Über der Rabendocke ragt der Geierberg bei Goldberg empor. Dort hatte einst ein mächtiger Zauberer sein Schloss er­baut, aus dem er über die Täler hinwegschaute und das mensch­liche Leben und Treiben beobachtete. Er half mit Rat und Tat den Armen und Kranken, schützte die Unschuld und belohnte die Tugend.

Der Burgherr auf der Rabendocke aber war der wilde Geier, ein böser Geselle, der von seinem Söller auf Weiterlesen →

Mountain Men Teil 15 – Essen und Trinken

Essen und Trinken

Die Ernährung der Mountain Men bestand hauptsächlich aus Fleisch.  Je nach den Umständen aßen sie jedoch alles, was verfügbar war.  Die meisten Lebensmittel wurden damals durch Salzen oder Trocknen konserviert. Das Kochen diente oft dazu, diese Lebensmittel genießbar – und mit etwas Glück auch schmackhaft – zu machen.  Zu den konservierten Fleischsorten gehörten Speck, gepökeltes Schweinefleisch, geräucherter Schinken, getrocknetes oder gepökeltes Rindfleisch, geräucherter, gesalzener und getrockneter Fisch sowie alles Wild, das erlegt werden konnte. Zu den Backwaren zählten Kekse, Flapjacks, Bannock oder Frybread sowie Maisbrot und Hartkekse. Zu den üblichen Gemüsesorten gehörten Bohnen, Maisgrütze, Reis und Erbsen.
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