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Literatur

Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 10

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Wie Virgilius einen Obstgarten mit einer schönen und herrlichen Quelle anlegte

Große Wunder verrichtete Virgilius zu seiner Zeit, denn nachdem er den Palast erbaut hatte, legte er einen herrlichen Obstgarten mit allen Arten von Fruchtbäumen und prächtigen Blumen an. Täglich sah man dort neue reife Früchte an den Bäumen hängen und neue schöne Blumen blühen. In der Mitte aber sprudelte eine schöne Quelle, die reinste und schönste, welche Menschenaugen je gesehen hatten. Auch sangen dort die verschiedenartigsten Vögel, denn alle Vögel konnten wohl hinein, aber keiner wieder heraus, denn die Lüfte hielten sie wie in einem Netz gefangen. Ferner gab es in diesem Obst­garten alle Arten zahmer Tiere, so dem Menschen von Nutzen sind. Aus der Quelle floss ein Bächlein unter den Bäumen hin, in welchem alle Arten von Fischen, die man sich nur denken konnte, spielten. Es war ein so schönes, heiteres und luftiges Leben in dem Garten, aber Virgilius machte noch herrlichere Dinge. Er Weiterlesen →

Das schwarze Schiff – Kapitel 7

Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 7

Abenteuer an Land

Am Morgen nach den zuletzt geschilderten Ereignissen konnte man schon früh drei Männer sehen, die auf der Suche nach jemandem zu sein schienen, den sie jederzeit treffen konnten. Sie waren in die Uniform der britischen Marine gekleidet und bewegten sich in jener eigentümlichen Weise, die für den typischen alten Seebären charakteristisch ist. Sie waren so gut getarnt, dass sie ohne die verräterische Stimme von Ronald und den ungestümen Humor von Conway als Fremde im Land durchgegangen wären. Ihr Begleiter war kein anderer als Leutnant Merton.

»Haltet die Augen offen, denn ihre Vorposten können nicht weit sein, und ich möchte ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Weiterlesen →

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 5 – Kapitel 3

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Fünfte Episode 
Das Geheimnis der Insel der Gehenkten 
Drittes Kapitel

Auf ins Ungewisse

Als Lord Burydan wieder zu sich kam, fand er sich neben dem Dichter Agénor in einem kleinen Walfangboot wieder, während dieser ihm kräftig mit dem Essig der vier Diebe die Schläfen einrieb. Die Rothäute und ihr Kanu waren verschwunden, nur derjenige, der den Hai getötet hatte, saß ruhig am Heck. Die beiden amerikanischen Matrosen, nun von ihren Fesseln befreit, ruderten ruhig weiter, als sei nichts Außergewöhnliches geschehen. Es war fast Nacht, und in einer Kabellänge Entfernung konnte man den Rumpf eines Dampfers von wenigen Tonnen sehen, der offenbar angehalten hatte, um auf das kleine Boot zu warten.
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Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 12. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Zwölftes Kapitel

Der Mutter letzte Krankheit

Der Herbst des Jahres 1863 war herangekommen. Will hatte sich, obwohl noch nicht ganz achtzehn Jahre alt, zu einem stattlichen, kräftigen und athletisch gebauten jungen Mann entwickelt. Unsere älteste Schwester Julia war seit dem verflossenen Frühjahr an einen Mr. J. A. Goodman verheiratet.

Die Lebenskräfte unserer armen Mutter aber waren von Tag zu Tag schwächer geworden. Wir, die wir stets um sie waren, hatten uns kaum Rechenschaft darüber gegeben, Will aber war aufs Höchste bestürzt über die Veränderung, die sich während der wenigen Monate Weiterlesen →

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 9

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 4

Der Tag, an welchem der Amerikaner den Unter­suchungsgefangenen erfolglos besucht hatte, war seit jener Mordnacht der neunte gewesen. Vier Tage später sprachen die Geschworenen über den des überlegten Mordes schuldig Befundenen das Urteil aus, welches diesmal Sir Edward Clane nicht hatte mildern können. Es lautete auf den Tod durch den Strang. Und wiederum vier Tage später musste die­ses Urteil vollstreckt sein.

Die Hinrichtung sollte auf der üblichen Stätte vollzogen werden. Es ist dies in Newgate ein unbe­deckter Hof, welcher nichts weiter als den hohen Galgen enthält. Die Flaggenstange steht daneben auf dem Dache eines Hauses, es weht ständig eine weiße Fahne daran, nur bei einer Hinrichtung wird sie durch eine schwarze ersetzt, und an demselben Hause ist auch die elektrisch funktionierende Sün­derglocke angebracht.
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