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Literatur

Das Geisterschiff – Kapitel 21

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 21

Zerstückelt

»Dios!«, rief Colonel Vereker. »Sind Sie sicher, Sir?«

Kapitän Applegarth zuckte die Schultern.

»Fragen Sie Mr. Stokes hier und Ihren Arzt dort, Mr. O’Neil, ob sie nicht fünf Tage, bevor wir Ihnen begegnet sind, von Haldanes Geschichte über Ihr Schiff gehört haben«, sagte er in einem leicht beleidigten Ton, als ob er glaubte, sein Wort werde angezweifelt. »Warum, Colonel, ist dieser arme Junge wegen dieser Geschichte zum Ziel des Gespötts aller an Bord geworden?«

»Großartig!«, rief der andere. »Das ist wirklich erstaunlich!«
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Walter Christian Kärger – Nur der See war Zeuge

Walter Christian Kärger – Nur der See war Zeuge

Zunächst beschreibt der Autor per Rückblende, wie zwei Internatszöglinge vom Bodensee, die sich für geistige Elite halten, 33 Jahre zuvor eine Tat planen, mit der sie dies unter Beweis stellen können. Diese Tat, genauer gesagt, die Entführung eines Jungen, der reiche Eltern hat, soll zeigen, dass sie der menschlichen Gesellschaft, in diesem Fall dem Polizeiapparat, hochüberlegen sind, weil sie so etwas tun können, ohne erwischt zu werden.

So planen sie, den Jungen zu entführen und in einer selbstgebauten Holzkiste, die die Größe eines begehbaren Kleiderschranks hat, im Wald zu vergraben, ihm einen Zugang zum Atmen zu lassen und Lebensmittel und Wasser mitzugeben, damit er nicht in der Kiste stirbt. Nachdem sie dann das Lösegeld von den Eltern erhalten haben, wollen sie den Jungen wieder freilassen.

Einige Kapitel später beschreibt der Autor dann, dass die beiden namens Grischa und Elmar, die sich selbst Castor und Pollux nennen und ein Paar sind, die Entführung tatsächlich durchziehen und der Polizei einen Kioskbesitzer als Täter präsentieren, der dann inhaftiert wird. Aber die Tat geht schief. Als die beiden nach zwei Tagen nach der Geisel schauen wollen und den Deckel der Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 26. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Sechsundzwanzigste Erzählung

Ein Totenschädel erwacht zum Leben und packt den Kopenhagener Maler Darbes am Kopf

Der Porträtmaler Darbes erzählte mir während seines Aufenthaltes in Riga im Jahre 1784, dass er einst in Kopenhagen auf folgende, in der Tat sehr merkwürdige Weise mit einem Gespenst in Berührung gekommen sei:

»Ich studierte zu Kopenhagen die Zeichenkunst und bat einen meiner dortigen Freunde, der als Arzt viel mit den Leichen der Anatomie zu tun hatte, mir doch gelegentlich einen gut zubereiteten Totenkopf zu verschaffen, den ich nach der Natur zeichnen wollte. Er kam Weiterlesen →

Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel IX, Teil 6

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel IX, Teil 6

Sie traten nun wieder unsichtbar in ein ziemlich geräumiges Gemach, welches Asmodi seinem Gefährten als die Stadtdimbascherei bezeichnete und in dem es recht lärmend, ja mitunter toll ge­nug herging.

Im Zentrum hinter einer Art Balustrade saß ein wohlgemästeter Körper, auf dessen Rumpf eine Art Kürbiskopf saß, jedoch nicht mit hohlen, sondern im Gegenteil mit wohlglotzenden, etwas stieren Augen. Es war der Herr Stadtbimbasch, er verstand zwar wenig mehr als lesen, etwas barbarisch schreiben und mit einer ewig heiseren Kastratenstimme fortwährend Ruhe und Stille zu gebieten, aber er war der Sohn eines der einflussreichsten Schmuli, weshalb man ihm diesen so wichtigen wie schwierigen und große Intelligenz er­fordernden Posten als lebenslängliche Stallfütterung und Mast übergeben hatte. Zu seiner Rechten saß ein schöner, ebenfalls Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 19

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 19

Als Mrs. Maroney an der Ecke von Prime und Broad Streets die Straßenbahn verließ, traf sie zufällig auf De Forest, der aus geschäftlichen Gründen in der Stadt war.

»Oh! Ich bin so froh, Sie zu treffen«, rief Mrs. Maroney aus.

»Und ich freue mich, das von Ihnen zu hören«, erwiderte De Forest.

Der arme Kerl hatte sie schmerzlich vermisst. Sie hatte sich im Zorn von ihm getrennt, und er fühlte sich tief verletzt durch ihre kalte Weiterlesen →