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Wolfgang Wiekert

Sabine Hofmann – Weiße Westen, schwarze Nächte

Sabine Hofmann – Weiße Westen, schwarze Nächte

Deutschland, Mitte der 60er Jahre. Der Krieg ist zu Ende, Ost und West stehen sich in Warschauer Pakt und Nato unversöhnlich gegenüber, und Westdeutschland befindet sich im Aufwind des Wirtschaftswunders.

In der Verwaltung, der Polizei und beim Militär des Landes arbeiten durchaus noch viele Leute, die auch schon zurzeit der Nazis dort Posten hatten, und die Entnazifizierung dieser Bereiche hat längst nicht alle Ecken und Enden erreicht.

Die Geheimdienste von BRD und DDR stehen sich gegenüber, und sogar in Bonn, der provisorischen Hauptstadt der Bundesrepublik, sind die feindlichen Agenten aktiv und werden von ihren Gegnern unbarmherzig bekämpft.

Neben den Agenten arbeiten in den Ministerien und im Parlament auch ganze Horden von Industrielobbyisten und versuchen, ihren Firmen Staatsaufträge zu verschaffen, an denen sie gut verdienen können.

Im Ruhrgebiet der 60er Jahre, genauer gesagt in Essen, lebt Hedy Voss, eine gewitzte junge Frau, die durchaus auf sich allein Weiterlesen →

Lars Engels – Dunkles Moor

Lars Engels – Dunkles Moor

Das Buch beginnt damit, dass ein erwachsener Mann, ein Jäger, der zusammen mit zwei Jungen auf der Pirsch ist, eine Hirschkuh angeschossen hat. Eigentlich hätte es ein perfekter Blattschuss sein sollen, doch der kleinere Junge hustete in dem Moment, als der Jäger das Tier ins Visier genommen und den Finger am Abzug hatte, sodass die Beute im letzten Moment hochschreckte und der Schuss das Tier nur am Hinterlauf traf.

Der Jäger schimpft den kleinen Jungen aus und kann gerade noch dem Impuls widerstehen, ihn auf der Stelle zu ohrfeigen.

Wenigstens ist aber die Verfolgung der verwundeten Hirschkuh von kurzer Dauer. Das Tier hat sich nur wenige Meter weitergeschleppt und ist auf einer Lichtung zusammengebrochen. Der Jäger zieht sein Messer aus der Lederscheide, als sie bei der verwundeten Hirschkuh angekommen sind, und winkt den kleineren Jungen zu sich. Er reicht dem Jungen den Griff voran den Hirschfänger und befiehlt ihm, das Tier damit zu töten.

Der Junge zögert, und der ältere Junge sagt, er sei für eine solche Tat noch zu jung. Aber der Jäger erwidert, das entscheide Weiterlesen →

Captain Marvel – Ein mäßig inspirierter Lückenbüßer im MCU

Captain Marvel – Ein mäßig inspirierter Lückenbüßer im MCU

In den 1990er-Jahren kämpft die von Kree-Außerirdischen ausgebildete Kriegerin Vers ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit in einem galaktischen Krieg gegen die gestaltwandlerischen Skrulls. Nach einer gescheiterten Mission bruchlandet sie im Jahr 1995 auf der Erde und trifft dort auf den S.H.I.E.L.D.-Agenten Nick Fury.

Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis um ihre gelöschten Erinnerungen zu lüften. Dabei entdeckt Vers, dass sie in Wahrheit die menschliche Air-Force-Pilotin Carol Danvers ist. Sie erkennt, dass sie von den Kree getäuscht wurde und ihre gewaltigen Superkräfte aus einem Experiment mit dem Tesserakt stammen. Carol stellt sich gegen ihre früheren Lehrmeister, entfesselt ihre vollen kosmischen Kräfte, rettet die flüchtenden Skrulls und bricht schließlich auf, um im Weltall für Gerechtigkeit zu sorgen.

Mit charmanter Besetzung, humorvollen 90er-Jahre-Referenzen und solidem Unterhaltungswert wagt Marvel seinen ersten Solo-Superheldinnenfilm. Doch hinter der feministischen Fassade leidet Captain Marvel unter einem zerfahrenen Drehbuch, blassen Charakteren und optischem Durchschnitt.

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Martin Conrath: Kohle, Stahl und Mord – Das Totenhaus

Martin Conrath: Kohle, Stahl und Mord – Das Totenhaus

Das Buch beginnt damit, dass jemand anfängt, Tagebuch zu schreiben. Er ist im Erwachsenenalter, will aber seine vergangenen Jahre aufbereiten und schreibt auf, was er seit seinem ersten Schultag erlebt hat.

Der Ich-Erzähler des Tagebuchs bleibt dabei in allen Passagen seiner Aufzeichnungen, die sich durch den ganzen Roman hinziehen, unbekannt und kommt am Ende in der Gegenwart an. Mit der Zeit wird klar, dass hier der Haupttäter der Verbrechen, die nach und nach geschildert werden, sein Leben aufschreibt.

Es beginnt damit, dass er zusammen mit seinem Vater, der sich extra frei genommen hat, und seiner Mutter zu Fuß zur Einschulung geht. Dabei treffen sie auf einen betrunkenen Mann, der sie anpöbelt und anrempelt. Der Vater des Jungen aber will Streit vermeiden und schlägt deshalb nicht zu, obwohl er Bergmann und stark wie ein Bär ist.

Während der Vater seine Lieben zum Gehen animieren will, packt ihn der Fremde am Kragen. Der Vater wehrt sich noch immer nicht. Da stößt ihn der Fremde weg und sagt: »An dir mache ich mir die Hände nicht schmutzig, du Feigling.«

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Susanne Tägder – Das Schweigen des Wassers

Susanne Tägder – Das Schweigen des Wassers

Hauptkommissar Arno Groth wird nach langem Aufenthalt im Westen mit Beschäftigung bei der dortigen Kriminalpolizei Anfang der 90er zurück in seine Heimatstadt im Osten geschickt.

Er soll dort als Aufbauhelfer Ost Kollegen in westlicher Polizeiarbeit schulen und ansonsten bei der Kriminalpolizei als Ermittler arbeiten.

Seit seine Tochter bei einem Segelunfall gestorben ist, den noch dazu ihr Begleiter und damaliger Freund überlebte, hat Arno Groth selbst so seine Schwierigkeiten mit den Vorschriften und weiß nicht genau, ob er an der richtigen Stelle arbeitet.

Sein kriminalistischer Instinkt ist ihm durch den Tod seiner Tochter allerdings nicht abhandengekommen, und als ihn ein Säufer und Bootsverleiher namens Siegmar Eck an seinem Arbeitsplatz aufsucht, um ihn um Hilfe zu bitten, weil er verfolgt werde, wittert Arno Groth einen Fall.

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