Tür des Todes – Kapitel 3
John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 3
Eine Aussage
Francis Ballion: Was für ein Mensch er war, wo er in dieser letzten Oktobernacht gewesen war – das war nun die entscheidende Frage. Für Norse und mich war er, abgesehen von seinem Porträt unten, immer noch nur ein Name. Meiner Meinung nach konnten wir nichts anderes tun, als auf seine Ankunft zu warten.
In dieser Hinsicht war Norse jedoch anderer Meinung.
»Ich weiß nicht, wann er hier sein wird«, bemerkte der Detektiv, »aber ich hoffe, eher später als früher, denn das verschafft uns Zeit.«
»Wofür?«, fragte ich.
Das Geisterschiff – Kapitel 26
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 26
Trennung
Während Garry O’Neil und ich uns um die beiden französischen Matrosen kümmerten – sie waren im Laufe des langwierigen Kampfes zwar ziemlich mitgenommen worden, aber offenbar nicht schwer verletzt und litten eher unter Nahrungs- und Schlafmangel als unter ihren leichten Verletzungen –, hörten wir laute Schreie und ein dumpfes Stöhnen, die aus dem hinteren Teil des Salons zu kommen schienen.
Kapitän Applegarth eilte sofort dorthin, klopfte mit den Fingerknöcheln an die geschlossene Tür einer der größeren Kabinen, die quer über das Schiff verliefen und aus denen die Geräusche kamen.
»Hallo da drinnen!«, rief er. »Was ist los? Was ist der Grund für den Lärm? Kommen Sie heraus!«
Mörder und Gespenster – Band 1 – 18. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Erbe des Teufels
Kapitel 8
In der Zwischenzeit hatte der alte Jüdel große Mühe, seine Leute auf die Beine zu bringen. Zuerst weckte er seine Familie auf: Männer, Frauen und Kinder. Sein Sohn war groß und kräftig gewachsen, hatte einen schwarzen, gekräuselten Bart und ein blasses Gesicht. Er war keiner von denen, die einer Waffentat aus dem Weg gehen oder vor einer Gefahr zurückschrecken. Auf seinen Reisen nach Wilna, Grodno, Warschau oder noch weiter nach Lemberg oder Krakau galt es, viele meilenlange Wälder zu durchziehen, in denen Gefahren aller Art lauerten. Mit diesem nicht geringen Grad eines rühmlichen Mutes verband er die nötige Gegenwart des Geistes, ohne die jener zu nichts nützt. Der scharfe Überblick, die Fertigkeit im Kombinieren, die gewöhnlich den Begabteren seines Volkes innewohnt, hatten bei ihm, dem im Handel und Wandel Geübten, eine bedeutende Ausbildung erfahren.
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 6
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 6
Nur eine Schlange – eine Mine aufspüren
Harry Redburn eilte zu der nur wenige Schritte entfernten Hütte. In Anitas Schrei lagen Entsetzen und Angst.
Walsingham Nix, der bucklige, O-beinige Forscher und Goldsucher, humpelte hinter ihm her und stützte sich dabei auf seinen Stock.
Er hatte den Schrei gehört, aber seine jahrelange Erfahrung mit den Mädchen hatte ihm gelehrt, dass ein weiblicher Schrei selten etwas bedeutete.
Der Märkische Eulenspiegel 27
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert einem jüdischen Kaufmann alte Märker verwechselte
Als jüdische Händler durch die Mark Brandenburg reisten, fragten sie stets nach alter Münze. Überall, wo sie diese zu bekommen wussten, hielten sie einen Wechsel.
Das wusste Clauert sehr wohl. Er ging deshalb einstmals zu einem von ihnen und fragte, ob er alte Märker einwechsele.
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