Anne Boleyn Band 2 – Kapitel 15
Gräfin Luisa Mary von Robiano
Anne Boleyn
Historischer Roman, Constenoble, Jena 1867
Zweiter Band
Das Osterfest. Annes Anteil an der Verbreitung der Reformation in England. Das Komplott.
Man feierte das schöne Osterfest, die Auferstehung unseres Herrn. Die Hallen des königlichen Schlosses waren nach altherkömmlicher Sitte mit grünem Laub geschmückt. Über den Türen der Zimmer steckten kleine Zweiglein von geweihten Palmen, welche den Bewohnern derselben in künftigen Jahren als heiliges Schutzmittel gegen Weiterlesen
Der Alte vom Berge – Kapitel 17
C. F. Fröhlich
Der Alte vom Berge
Oder: Taten und Schicksale des tapferen Templers Hogo von Maltitz und seiner geliebten Mirza
Ein Gemälde aus den Zeiten der Kreuzzüge
Nordhausen, bei Ernst Friedrich Fürst, 1828
XVII.
Ein von Ansehen wilder Sarazene geleitete den Templer wieder aus der Sommerwohnung.
Nachdenkend erreichte er erst beim Untergang der Sonne die Brücke wieder, wo zu seinem Erstaunen ein noch blutendes Haupt auf eine Stange gesteckt war. Etwas erschrocken erinnerte er sich der Worte des Sultans wegen Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 51
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
51. Bestrafte Willkür
Im Jahre 1532 lebte in Deutschland irgendwo ein grausamer Ritter. Der befahl eines Tages einem Bauern, im nahen Wald eine überaus große Eiche zu holen und sie vor die Burg zu bringen, und drohte dabei, insofern der Bauer das nicht tue, müsse er die härteste Strafe gewärtigen. Der Bauer hielt das Fortschaffen des Baumes für unmöglich und ging seufzend und mit nassen Augen, halb verzweifelt dem Wald zu. Kaum hatte er den betreten, als er einen Menschen vor sich sah, der ihn fragte, warum er denn so traurig sei?
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Das Gespensterhaus – 1. Kapitel
August Heinrich Brass
Das Gespensterhaus
Eine Geistergeschichte aus Berlins Gegenwart
Verlag Louis Quien, Berlin, 1847
1. Kapitel
Welches alle diejenigen überschlagen können, die gewöhnt sind, keine Vorreden oder Einleitungen zu lesen.
Wir können ebenso gut behaupten, es sei der Schimmel gewesen, welcher zuerst stehen blieb, denn es ist durchaus nicht gerechtfertigt, die Schuld immer auf den Schwarzen zu schieben, obwohl es nicht geleugnet werden kann, dass der allerdings oft genug die wunderlichsten Launen und Einfälle hatte, und zuweilen im Weiterlesen
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 54
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Ein jüdischer Kaufmann, durch seinen braunen Rock unglücklich
Im Dorf Wuthenow, eine Meile von Soldin, einem Städtchen in der Neumark, winden dem Krüger oder Schenkwirt 50 Reichstaler, lauter harte Taler und Achtgroschenstücke, gestohlen. Der Krüger ließ sich die Karten legen. Das Weib, die dies tat, sagte, dass der erste jüdische Kaufmann, der in einem braunen Rock zu ihm käme, sein Geld gestohlen habe.
Ein alter Jude aus Lepehne, der in Soldin zu Markte gewesen war, kehrte kurz darauf da ein, um einmal zu trinken. Weiterlesen

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