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Perry Rhodan Band 2917 – Reginald Bulls Rückkehr

Hubert Haensel
Perry Rhodan Band 2917
Reginald Bulls Rückkehr

Perry Rhodans ältester Freund und Weggefährte Bully kehrt in die Serienhandlung zurück. Er war in der Stadt Allerorten zurückgeblieben, deren Stadtteile sich über diverse Galaxien verteilen. Grund dafür war primär sein chaotarchisch geprägter Zellaktivator. Nun ist er in die Milchstraße zurückgekehrt, hat es aber bislang vermieden, sich bei Perry Rhodan oder auf Terra zu melden, weil der umgeprägte Aktivatorchip ihn zu einer Art Trojanischem Pferd machen könnte.

Auch Bullys Privatleben hat sich umgestülpt: Er und das rothaarige Biest Toio Zindher, die ehemalige Todfeindin und Mörderin seines Freundes Ronald Tekener, haben geheiratet. Ihre Tochter Shinae ist sieben. Das begabte Kind kann ganz gut damit umgehen, dass Mama und Papa falsche Namen benutzen, seit sie auf der tefrodischen Welt Krynn leben. Auch, dass ihr großer Freund Icho Tolot, der dreieinhalb Meter große Haluter, in einem Versteck lebt, akzeptiert sie. Wobei sie schon gern mit dem Lehrer über die abweichende Geschichtsauffassung diskutieren würde, von der sie zu Hause hört.

Aber dann erfährt sie, dass ihr Papa zu den Terranern gehört, über die der Geschichtslehrer und die Nachrichten so viel Schlechtes zu sagen wissen, und schlimmer noch, dass er unsterblich ist, dass er zur Clique des Oberbösewichts Perry Rhodan gehört. Das gibt ihr zu denken, und es gibt Anlass zu vielen kritischen Gesprächen in der Familie.

Der Reiz des Romans liegt zuerst einmal im Versteckspiel mit Identitäten, die dem Leser mehr als vertraut und trotzdem ungewohnt sind. Der ohne Pause und Feierabend arbeitende Techniker Lorn-Rootar, der sich ohne zu zögern in Lebensgefahr begibt, um seinen Kollegen vor der giftigen Kragenechse zu retten, ist vom Charakter her so sehr der Privatmann Reginald Bull, dass man wiederum überrascht ist, wenn Toio den Namen benutzt. Ihr giftiges, sprödes Temperament hat sie behalten. Wenn Bull den Wunsch empfindet, ihr für ihr Dahergerede den Hals umzudrehen, kann man das gut verstehen. Und doch ist man mit beiden froh, wenn sie ihn küsst und er seine Aggression auf den von den Chaotarchen umgeprägten Zellaktivator zurückführt, nicht auf sie … wegen der Gefahr durch den umgepolten Zellaktivator würde sie, das Biest, ihn nicht verlassen, weil sie ihn liebt. Sagt sie.

Die kleine Shinae ist klug und weiß ihren Schmollmund einzusetzen. Ganz die Mama. Sie spielt mit Geräten aus der Wundertechnik Allerortens, während der Haluter Icho Tolot über sie wacht, sodass diesmal eine wirklich spannende Kindergestalt das zwei Millimeter große Miniaturraumschiff der Gemeni findet, aus dem sich das nächste Sprossraumschiff entwickeln wird. Man merkt, wie sehr die Rückkehr des Reginald Bull den Autoren Hubert Haensel beschäftigt hat, der vor Kurzem 65 wurde und sich mit dieser Figur seit seinen Teenagerjahren beschäftigt hat.

(at)