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Julia Weimar – Die Glocken von Killevy

Julia Weimar
Die Glocken von Killevy
Kapitel 1
Der Nebel, der meinen Namen kannte

Johanna

Ich war nicht auf der Suche nach Wundern.

Ich war hier, weil Redaktionen keine Wunder bezahlen, sondern Belege.

Der Friedhof von Killevy lag still unter einem grauen Himmel, wie ein vergessener Gedanke am Rand der Welt. Die Ruinen der beiden Kirchen duckten sich in den Nebel, als wollten sie nicht gesehen werden. Kein Wind. Kein Vogelruf. Nur dieses eigentümliche Schweigen, das sich nicht leer anfühlte, sondern … wartend.

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Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 4 – Die Weltallschiffer – 9. Teil

Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 4
Die Weltallschiffer
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901

Kapitel 9
Ein neuer Planet

Man war noch mit dem Betten und Verbinden der Verwundeten beschäftigt, als mehrere laute Rufe des Staunens die Aufmerksamkeit Richards erregten. Er folgte den ausgestreckten Händen und erblickte im Äther eine große, dunkle Kugel.

Sofort versammelten sich alle Offiziere und Gelehrten. Es begann ein fieberhaftes Messen mit Instrumenten und ein Berechnen. Schon erfüllte ein Gedanke alle mit untrüglicher Gewissheit: Das kann nur ein Planet sein, der von der Erde aus noch nie gesehen Weiterlesen

Varney, der Vampir – Kapitel 58

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Kapitel 58

Die Ankunft von Jack Pringle – Mitternacht und der Vampyr – Der geheimnisvolle Hut

»Du meine Güte! Was ist das?«, fragte Mr. Chillingworth. »Was für ein seltsames Geräusch.«

»Seien Sie still«, entgegnete der Admiral. »Haben Sie das noch nie gehört?«

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Mörder und Gespenster – Band 1 – 20. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder

Kapitel 1

In jenem alten Haus, das mit einer Seite dem Marktplatz des Städtchens und mit der anderen einem engen Gässchen zugewendet ist, will seit fünfzig Jahren niemand einziehen. Das Haus zeigt von außen ein wohlhabendes, wohnliches Aussehen und wahrlich, seine ehemaligen Bewohner gehörten zu den reichsten und angesehensten Bürgern der Stadt. Die Fenster sind blank und ganz, die Dachsteine wohlgefügt, der äußere Anstrich sauber und neu. Es fehlt nichts, was Käufer oder Mieter anlocken könnte, doch niemand kommt, der Lust dazu hätte.

»In dem Haus geht es um«, ist die allgemeine Sage. Zwar kein böser Geist, wird dann hinzugefügt, aber man erschrickt doch Weiterlesen

Das Geisterschiff – Kapitel 27

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 27

Ich reise nach Venezuela

»Sie sollten besser bei uns bleiben«, sagte der Kapitän zu Oberst Vereker. Dieser wollte den nächsten Cunard-Dampfer nehmen, der laut Ankündigung am nächsten Tag auslaufen sollte, während die STAR OF THE NORTH im Dock unserer Reederei am East River anlegte. »Ich werde nur so lange hier bleiben, bis wir unsere Ladung entladen und eine neue geladen haben, die bereits bereitsteht und auf uns wartet. Dann, Sir, werden wir, wie unsere Freunde, die Yankees, sagen, die Sporen anlegen, und so schnell, wie Dampf und Segel die alte Bark tragen können, über den Heringsteich nach Liverpool fahren. Bleiben Sie lieber bei uns, Colonel, und sehen Sie sich die Reise an.«

»In Ordnung, Señor Applegarth«, antwortete der Oberst, der seine spanische Ausdrucksweise nicht auf einmal ablegen konnte, Weiterlesen