Susanne Tägder – Das Schweigen des Wassers
Susanne Tägder – Das Schweigen des Wassers
Hauptkommissar Arno Groth wird nach langem Aufenthalt im Westen mit Beschäftigung bei der dortigen Kriminalpolizei Anfang der 90er zurück in seine Heimatstadt im Osten geschickt.
Er soll dort als Aufbauhelfer Ost Kollegen in westlicher Polizeiarbeit schulen und ansonsten bei der Kriminalpolizei als Ermittler arbeiten.
Seit seine Tochter bei einem Segelunfall gestorben ist, den noch dazu ihr Begleiter und damaliger Freund überlebte, hat Arno Groth selbst so seine Schwierigkeiten mit den Vorschriften und weiß nicht genau, ob er an der richtigen Stelle arbeitet.
Sein kriminalistischer Instinkt ist ihm durch den Tod seiner Tochter allerdings nicht abhandengekommen, und als ihn ein Säufer und Bootsverleiher namens Siegmar Eck an seinem Arbeitsplatz aufsucht, um ihn um Hilfe zu bitten, weil er verfolgt werde, wittert Arno Groth einen Fall.
Sagen der mittleren Werra 108
Von Barchfeld ging einmal eine Frau nach Kloster Allendorf zum Begräbnis einer Nonne, die zu ihrer Freundschaft gehörte. Der Tag war heiß, und da die Frau wusste, dass sie bei dem Leichenbegängnis lange zu stehen hätte, setzte sie sich erst ein wenig an der Quelle hinter der Klostermühle am Fuße des Frankensteins nieder. Kaum aber hatte sie sich gesetzt, so schoss dicht neben ihr eine prächtige Tulpe (Tulipan) aus dem Boden.
Die Frau war ganz überrascht, griff aber doch zu, brach die Blume ab und hielt nun ganz erschrocken statt der Tulpe einen mächtigen Schlüssel in ihrer Hand. Sie blickte sich darauf scheu nach allen Seiten um und gewahrte nun auch eine verschlossene Tür hinter ihrem Rücken. Unentschlossen blieb sie einen Augenblick stehen, dann aber fasste sie sich ein Herz, steckte den Schlüssel ins Schloss, und die Tür sprang auf. Die Neugier trieb sie bald in das Innere. Hier sah sie einen großen Kessel voll blinkender Geldstücke. Vorsichtig nahm sie einige Hände voll in ihre Schürze; da kam es ihr vor, als ob ihr der Kessel durch eine unsichtbare Hand entgegengeschoben würde, und nun fing es an ihr zu gruseln. Sie eilte daher rasch ins Freie, und als sie sich umsah, war die Tür verschwunden. Ihr Schleier aber, den sie beim Eintreten daran gehängt hatte, hing nun auf einem wilden Weiterlesen
Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 3
Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 3
Das Grab ist leer!
Am nächsten Morgen um fünf Uhr setzte die Kutsche des Herzogs von la Riviera ihn vor dem Grab seiner Tochter ab. Auf dem Gipfel des Friedhofs Père-Lachaise war man gerade dabei, ein prachtvolles, kostbares Monument für sie zu errichten.
Es dämmerte kaum und der Morgen war nebelförmig; eine dichte Nebeldecke strich über die Gräber. Der Herzog war leichenblass – gezeichnet ebenso von den tiefen Emotionen wie von der Kälte dieses Herbstmorgens.
Kaum hatte er einige Schritte außerhalb seiner Kutsche gemacht, trat ein Mann an den Edelmann heran. Er trug einen schwarzen Weiterlesen
Joe Hill – King Sorrow I
Roman, Hardcover, Heyne Verlag, München, April 2026, 592 Seiten, 24 Euro, ISBN: 9783453275782. Ebenfalls als E-Book (19,99 Euro) sowie als ungekürztes Hörbuch als Download (29,95 Euro) erhältlich. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Stefanie Adam und Kristof Kurz.
Arthur Oakes sitzt in der Klemme: Zwar ist er ein fleißiger Student am renommierten Rackham College im US-Bundesstaat Maine, verfügt über einen illustren Freundeskreis und Zugang zu einer Sammlung alter Texte in der Uni-Bibliothek, zu der nur ganz wenige Personen Zutritt erlangen. Allerdings sitzt seine Mutter, eine Professorin für Ethik, im Gefängnis. Bei einer Protestaktion, an der sie teilnahm, starb ein Wachmann, wofür man sie verantwortlich machte. Im Knast sitzt außerdem die Mutter von Jayne und Tana Nighswander, einem kleinkriminellen Familienclan mit Anhang, der mit Drogen dealt und auch sonst allerlei undurchsichtige Dinge treibt.
Die Gespenster – Vierter Teil – 42. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Zweiundvierzigste Erzählung
Die Erscheinungen von Frankfurt an der Oder
Als ich zwischen 1775 und 1778 in Frankfurt an der Oder studierte, kam mein Vermieter, der Schlachtermeister Schmidt, eines Abends zu mir. Er berichtete aufgeregt, dass es in der Lebuser Vorstadt gewaltig spuke. Er habe gerade selbst mit dem Betroffenen gesprochen: einem dort wohnenden Schiffbauer, dessen Name mir entfallen ist. Dieser Mann sei schier verzweifelt und habe klagend geäußert, er würde hundert Taler geben, wenn jemand das Gespenst vertreiben und ihn davon befreien könnte.


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