Martin Conrath: Kohle, Stahl und Mord – Das Totenhaus
Martin Conrath: Kohle, Stahl und Mord – Das Totenhaus
Das Buch beginnt damit, dass jemand anfängt, Tagebuch zu schreiben. Er ist im Erwachsenenalter, will aber seine vergangenen Jahre aufbereiten und schreibt auf, was er seit seinem ersten Schultag erlebt hat.
Der Ich-Erzähler des Tagebuchs bleibt dabei in allen Passagen seiner Aufzeichnungen, die sich durch den ganzen Roman hinziehen, unbekannt und kommt am Ende in der Gegenwart an. Mit der Zeit wird klar, dass hier der Haupttäter der Verbrechen, die nach und nach geschildert werden, sein Leben aufschreibt.
Es beginnt damit, dass er zusammen mit seinem Vater, der sich extra frei genommen hat, und seiner Mutter zu Fuß zur Einschulung geht. Dabei treffen sie auf einen betrunkenen Mann, der sie anpöbelt und anrempelt. Der Vater des Jungen aber will Streit vermeiden und schlägt deshalb nicht zu, obwohl er Bergmann und stark wie ein Bär ist.
Während der Vater seine Lieben zum Gehen animieren will, packt ihn der Fremde am Kragen. Der Vater wehrt sich noch immer nicht. Da stößt ihn der Fremde weg und sagt: »An dir mache ich mir die Hände nicht schmutzig, du Feigling.«
Kopmann to Bergen – 3. Kapitel
Heinrich Smith
Kopmann to Bergen
Eine Erzählung aus dem Seemannsleben
Verlag Otto Spamer, Leipzig, 1902
3. Kapitel
Ein Hänseltag des Kontors Kopmann to Bergen
»Was soll nur mit mir werden?«, sagte Anton Bünger zu sich selbst, als man ihn in das Gefängnis zurückführte. Er fragte keinen anderen danach, würde auch keine Antwort erhalten haben. Aber gegen Abend wurde es ihm von selber klar, denn der Wärter kam und sagte, er komme nun zur ersten Buße in das Kämmerlein.
Dies war die erste, wenn auch leichte Pein, welche die Neuen zu bestehen hatten. Man führte sie in eine einsame Kammer, in welche nicht der geringste Lichtstrahl drang, ließ sie auf einen Schemel niedersitzen und gab ihnen ein Stück Brot und einen Krug Weiterlesen
Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 6
Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 6
Eine unerwartete Entdeckung
Tom Wills fühlte sich völlig belebt, als er die kühle Abendluft seine Schläfen streicheln spürte.
»Bei Gott«, murmelte er, »was Marah mir da erzählt hat, ist Gold wert. Ich muss es meinem Meister so schnell wie möglich mitteilen. Aber wo steckt er im Moment nur? Sollte er noch im Haus des Drogisten sein? Ich glaube, am besten wäre es, vor der Tür auf ihn zu warten.«
Gesagt, getan.
Er schlich vorsichtig an den Mauern entlang und vergewisserte sich, dass man ihn vom Hotel Zum Krokodil aus nicht sehen Weiterlesen
Der Wolfdämon – 4. Kapitel
Albert W. Aiken
Der Wolfdämon
Oder: Die Königin von Kanawha
4. Kapitel
Das Mädchen, das den Schuss abfeuerte
Winthrop blickte mit erstaunten Augen auf seine Retterin, denn dass das Mädchen sein Leben durch die rechtzeitige Rettung gerettet hatte, daran bestand kaum ein Zweifel.
Der junge Mann erblickte ein wunderschönes Mädchen, gekleidet in indianischer Tracht, ihr Gewand farbenprächtig gefranst und mit farbigen Perlen verziert. Doch obwohl es indianische Kleidung trug, floss in den Adern dieses Waldkindes mehr weißes als rotes Blut.
Die Haut hatte einen reichen olivfarbenen Ton; eine eigenartige Haut – so dünn trotz ihrer Dunkelheit, dass die schnelle Weiterlesen
Nick Carter – Band 20 – Ein Kindesraub – Kapitel 4
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein Kindesraub
Ein Detektivroman
Kapitel 4
Die Entführung Klein-Dorrits
Die nächsten drei oder vier Stunden machte sich Nick Carter in dem hinter dem Haus sich streckenden Gehölz geschäftlich zu tun. Wieder und wieder stellte er den Dreifuß mit dem Beobachtungsglas auf, so den Anschein erweckend, als suchte er die Staatsgrenzen genau festzustellen. In Wirklichkeit aber war ihm nur daran gelegen, einen Blick auf Klein-Dorrit und deren Wärterin zu werfen. Schließlich erblickte er die beiden. Auf halber Höhe des Aussichtshügels, von welchem ihm Groble zuvor erzählt gehabt, erblickte er einen roten Flecken. Als er sein Fernglas nach jener Richtung richtete, da gewahrte er, dass es sich um ein rotes Umschlagetuch handelte, das von einer Frau getragen wurde, welche mit dem Rücken an die Felswand gelehnt, auf einer Weiterlesen
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