Kopmann to Bergen – Kapitel 1
Heinrich Smidt
Kopmann to Bergen
Erstes Kapitel
Die Faktorei der Hanse in Bergen
Ja, er war ein Kaufmann in Bergen – und ein gewaltiger noch dazu. Kein Einzelner, ausgerüstet mit geistiger Kraft und bedeutenden Mitteln, sondern eine festgeschlossene Gilde, deren Kontor den stolzen Namen Kopmann to Bergen führte. Heute ist von dem, was zur Blütezeit des Hansebundes sein Stolz war, äußerlich kaum noch ein Schatten übrig. Es ist ein erstaunliches, stolzes und kühnes, zugleich aber auch ein entsetzliches Bild dieser in Waffen hinter Wällen und Mauern handelnden Kaufmannsgilde, welche die Macht der Herren und Gebieter des Landes zu einer Schattenherrschaft herabdrückte.
Wir begeben uns in diese wildbewegte Zeit zurück und blättern in den Büchern vergangener Tage, deren Seiten uns diese oft mit Blut getränkten Bilder zeigen. Wir versetzen uns an Bord eines der vielen Schiffe, die von allen Teilen der Windrose der Küste von Norwegen entgegenbrausen, und steuern dem Berger Stift zu. Das stolze Gebirge, das sich über tausend Meter in die Wolken Weiterlesen
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