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Im Original Heinrich Smidt

Kopmann to Bergen – 2. Kapitel

Heinrich Smith
Kopmann to Bergen
Eine Erzählung aus dem Seemannsleben
Verlag Otto Spamer, Leipzig, 1902

2. Kapitel
Wie Anton Bünger nach Bergen kam

Der Hausmann zum Lübecker Wappen saß in dem Gemach, das er in seinem Haus innehatte, sehr nachdenklich in dem weiten hölzernen Sessel. Er stützte den Kopf in die Hand und hatte die Papiere der Lübecker Galeot vor sich auf dem Tisch liegen. Das soeben stattgehabte Ereignis ging ihm durch den Kopf. Zwar musste er große Strenge zeigen, doch im Inneren war er dem jungen Seemann günstig gestimmt, da dieser sich so mutig gezeigt hatte. Es lief ihm bereits der Gedanke durch den Kopf, wie er sich hilfreich zeigen könne, ohne seiner Pflicht zuwiderzuhandeln.

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Kopmann to Bergen – Kapitel 1

Heinrich Smith
Kopmann to Bergen
Eine Erzählung aus dem Seemannsleben
Verlag Otto Spamer, Leipzig, 1902

Kapitel 1
Die Faktorei der Hanse zu Bergen

Ja, er war ein Kaufmann in Bergen – und ein gewaltiger noch dazu. Kein Einzelner, ausgerüstet mit geistiger Kraft und bedeutenden Mitteln, sondern eine festgeschlossene Gilde, deren Kontor den stolzen Namen Kopmann to Bergen führte. Heute ist von dem, was zur Blütezeit des Hansebundes sein Stolz war, äußerlich kaum noch ein Schatten übrig. Es ist ein erstaunliches, stolzes und kühnes, zugleich aber auch ein entsetzliches Bild dieser in Waffen hinter Wällen und Mauern handelnden Kaufmannsgilde, welche die Macht der Herren und Gebieter des Landes zu einer Schattenherrschaft herabdrückte.

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