Oberhessisches Sagenbuch Teil 17
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
III. Umzüge der Götter
Der wilde Jäger am Mahnerweg
In Michelbach war ein Mädchensding, das wollte sein Vater zwingen, es sollte einen Burschen nehmen, den es absolut nicht leiden mochte. Weil es nun seinen eigenen Kopf hatte wie eine Schnitzbank, litt es auch sein Vater nicht, dass es auf den Schotter Sommermarkt hinabging zum Tanz mit seinen Kameraden. Er hieß es statt dessen aufs Feld hinausgehen und Korn schneiden. Das Mädchen, was wollte es machen, musste gehorchen, so sauer es Weiterlesen
Der Detektiv – Der Fakir von Nagpur – 1. Kapitel
Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Fakir von Nagpur
1. Kapitel
Erstklassiger Detektiv gesucht
Wir saßen auf der Gartenterrasse des Fremdenheims der Frau von Tezra in Haidarabad an einem langen Tisch. Die ganzen Gäste waren um uns versammelt. Man feierte Harsts Abschied. Ich spielte dabei ebenfalls eine bescheidene Weiterlesen
Schauernovellen – Die Dame mit den kalten Küssen
Ferdinand Kleophas
Schauernovellen Band 1
Verlag Franz Peter, Leipzig 1843
Die Dame mit den kalten Küssen
In meiner Wonne sank sie sterbend hin,
ihr kurzes Glück war nur ein langer Seufzer.
Das Scheldetal ist eine der malerischsten Gegenden Flanderns. Da ist kein Reisender, der nicht staunt und fragt: Was ist das für ein Gebäude, dessen dreifache Massen mit seinen bunten Fenstern sich unter Teichen, Wiesen und Wäldern erheben?
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Die drei Musketiere 22
Alexander Dumas d. Ä.
Die drei Musketiere
4. bis 6. Bändchen
Historischer Roman, aus dem Französischen von August Zoller, Stuttgart 1844, überarbeitet nach der neuen deutschen Rechtschreibung
VI.
Das Ballett der Merlaison
Am folgenden Tag sprach man in allen Straßen von Paris nur von dem Ball, den die Messieurs Schöppen der Stadt dem König und der Königin gaben, wobei Ihre Majestäten das berühmte Ballett der Merlaison, das Lieblingsballett Weiterlesen
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 53. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegel kommt krank nach Mölln, macht sein Testament und stirbt.
anches Jahr hatte Eulenspiegel in der Welt umhergeschwärmt und viele Bosheiten, Schelmereien und Narrenspossen ausgeübt, als er endlich müde und krank zu Mölln ankam.
Da Eulenspiegels alter Mutter bekannt wurde, dass ihr ungeratener Sohn noch lebe und zu Mölln sei, reiste sie zu ihm, glaubte noch etwas zu erben und sprach: »Mein lieber Sohn, hast du denn nichts erspart, dass ich von dir erben könnte? Ich bin nun alt und schwach und kann nichts mehr verdienen.«
Er antworte: »Liebe Mutter, wer nichts hat, dem muss man auch nichts geben, damit er nicht zu viel bekommt.«

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