Der Welt-Detektiv – Band 13 – 6. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
6. Kapitel
Der Unsichtbare
Es war ein Glück, dass just Dr. Lerman aus Ostly mit seinem Kraftwagen auf dem Gutshof erschien. Ihm gelang es, die Miss ins Leben zurückzurufen. Ihr Herz hatte bereits zu schlagen aufgehört, doch belebte es sich wieder, als sich der kundige Arzt zu einer Kampferspritze entschloss. An eine Vernehmung war natürlich im Augenblick nicht zu denken.
Man bettete sie auf eine Chaiselongue, und Sherlock Holmes bestimmte zwei langjährige Dienerinnen des ermordeten Schlossherrn zu ihrer Pflege und gleichzeitigen Bewachung. Draußen vor der Tür postierte er außerdem noch Jonny, der das Seinige tun würde, die Sekretärin nicht entkommen zu lassen. Sherlock Holmes konnte nicht mehr daran zweifeln, dass sie es Weiterlesen
Al Capone – Band 40
Al Capone
Band 40
Graziella opfert sich für Scarface
1. Kapitel
Eine unerwartete Zeugin
Die Flucht Al Capones und seiner Freunde aus dem Untersuchungsgefängnis, wo man sie einstweilen untergebracht hatte, und das Abenteuer mit dem Polizeitransportwagen, in dem der Polizei auf so geschickte Weise ein Schnippchen geschlagen wurde, war die Ursache dazu, dass die Presse Spalten über Spalten der ausführlichen Berichterstattung über diese beiden Geschichten widmete.
Aber gleich darauf ereignete sich ein Vorfall, der noch aufsehenerregender war, der die Öffentlichkeit in noch weit größerem Maße beschäftigte und der überall erregt diskutiert wurde.
Der Staatsanwalt Mac-Swigging war an einem einsamen Ort ermordet aufgefunden worden, und zwar lag er in einem jener Weiterlesen
Kreaturen der Finsternis – Der Chupacabra
Weit im Hinterland, umarmt von schroffen Gipfeln und kargem Fels, lag ein Dorf inmitten seines bescheidenen Ackerlandes. Es war eine Welt aus Stein und wenigen, zähen Bäumen, in der die Menschen ein Leben in schlichter Eintracht führten. Sie bestellten den kargen Boden, hüteten ihr Vieh und feierten zur Erntezeit den kargen Segen ihrer Arbeit mit Musik und Speis. Es war eine Gemeinschaft, so eng verwoben wie ein festes Tuch; selten wagte sich jemand über die schützenden Grenzen des Tals hinaus. Sie lebten in tiefer Ehrfurcht vor der Natur, überzeugt, dass jedes Geschöpf seinen rechtmäßigen Platz in der Ordnung der Welt besaß.
Fremde waren selten, doch wenn sie die Pfade ins Dorf fanden, wurden sie mit offenen Armen empfangen – solange sie das ungeschriebene Gesetz des Ortes achteten. Doch mit den Wanderern kam bisweilen auch das Unheil: kleiner Diebstahl oder die Sünde der Wilderei. In solchen Zeiten oblag es dem Rat der Ältesten, über Recht und Unrecht zu richten.
Doch eines Tages erschien ein Wesen in ihrer Mitte, das keinem Gesetz der Natur entsprang. Es war kein gewöhnlicher Reisender. Das Geschöpf erhob sich auf die Hinterbeine, sein Leib war flach wie der einer Echse, der Rücken bewehrt mit Stacheln, die im Weiterlesen
Der Detektiv – Band 31 – Der Schatz der CHRISTINE – Teil 2
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 31
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Schatz der CHRISTINE – Teil 2
Als wir im Raffles-Hotel angelangt waren, verschwand Harst mit einem Bitte mich eine Stunde zu entschuldigen in seinem Schlafzimmer. Dieses lag rechts neben dem Wohnsalon; das meine links davon. Die Schlafzimmer hatten noch besondere Ausgänge zum Flur.
Jobster und ich setzten uns. Wir hatten beide noch nicht zu Abend gegessen. Ich läutete nach der Bedienung und bestellte eine kalte Platte und Getränke.
»Harst ist natürlich noch ausgegangen«, meinte Jobster. »Fraglos. Ich denke, wir sehen uns mal die Zeitungen an.«
Die Gespenster – Vierter Teil – 39. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Neununddreißigste Erzählung
Der Glaser Schwenk zu Wittenberg
Vor mehreren Jahren lebte in Wittenberg ein Glasermeister namens August Schwenk. In seinem vierten Lebensjahr geriet er in große Gefahr, lebendig begraben zu werden. Nach einer kurzen Krankheit fiel er in eine Art Betäubung, sodass man ihn für tot hielt, ihn entkleidete und in eine kalte Stube brachte.
Die Stunde seiner Beerdigung war bereits angesetzt, als zu seinem großen Glück ein Zimmermann zufällig das Leichenzimmer betrat. Weiterlesen

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