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Kapitän Tenkes – Folge 3 – Buga Jakab


KAPITÄN TENKES (ungarisch: A Tenkes kapitánya) ist eine ungarische Fernsehserie, die von 1963 bis 1964 produziert wurde. Die Serie spielt zur Zeit des Rákóczi-Freiheitskampfes Anfang des 18. Jahrhunderts, als das Königreich Ungarn gegen die Habsburger Herrschaft kämpfte. Sie erzählt die Geschichte von Eke Máté, einem ungarischen Adligen und Rebellenführer, der gegen die habsburgischen Truppen kämpft und die Bevölkerung vor deren Unterdrückung schützt.
Die Serie unter der Regie von Tamás Fejér basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ferenc Örsi. Sie verbindet Elemente von Abenteuer, Historie und Romantik und hat durch ihre spannende Handlung und die charismatische Hauptfigur eine große Fangemeinde gewonnen. Die Rolle des Eke Máté wurde von Ferenc Zenthe verkörpert, dessen Darstellung des mutigen und listigen Helden maßgeblich zum Erfolg der Serie beitrug.

KAPITÄN TENKES zeichnet sich durch spannende Geschichten, farbenprächtige Kostüme und authentische Schauplätze aus. Die Serie wurde in der malerischen Landschaft Südungarns gedreht, was ihr einen besonderen visuellen Reiz verleiht. Sie war eine der ersten ungarischen Fernsehserien und setzte Maßstäbe für zukünftige Produktionen.

Der Erfolg der Serie machte sie nicht nur in Ungarn, sondern auch in anderen osteuropäischen Ländern bekannt. KAPITÄN TENKES bleibt ein bedeutendes Werk der ungarischen Fernsehgeschichte und ein Symbol für Nationalstolz und Widerstandsgeist.

Folge 3 – Buga Jakab

Es war ein rabenschwarzer Tag für die Bewohner von Siklós. Die habgierigen Labanzen hatten ihre Requirierung begonnen, und die Stimmung in der Gegend war zum Zerreißen gespannt. Oberst Eberstein, sichtlich außer sich, wies seinen Untergebenen, den bulligen Bruckenbacker, scharf in die Schranken: Der geforderte Kriegstribut war noch immer nicht vollständig eingetrieben. Bruckenbacker versuchte sich mit Ausflüchten – die Bauern würden sich weigern, angestachelt durch den legendären Kapitän vom Tenkes. Doch für den Oberst zählten keine Ausreden: Wenn die Untertanen nicht freiwillig zahlten, sollte der Tribut eben mit Waffengewalt genommen werden. Die Taktik war simpel und grausam: Dörfer abriegeln, Überraschungsmomente nutzen, Vieh und Vorräte stehlen. Als das Dorf Nagyharsány überfallen wurde, blieb den Menschen nichts als nacktes Entsetzen, während die Soldaten alles mitnahmen, was nicht niet- und nagelfest war.

Unter den Beobachtern war auch Buga Jakab, ein mutiger junger Bursche, der für seine Schlagfertigkeit bekannt war. Als Hauptmann Bruckenbacker an ihm vorbeiritt, fragte Jakab höflich nach der Entschädigung für das gestohlene Vieh. Die Antwort des Offiziers war ein brutaler Schlag mit dem Stock. Doch Jakab ließ sich das nicht bieten. Mit einem gezielten Hieb seiner Karikás-Peitsche riss er den Angreifer vom Pferd, entwaffnete die umliegenden Soldaten und ergriff in einem waghalsigen Manöver die Flucht Richtung Tenkes. Aus Rache ließ der gedemütigte Hauptmann Jakabs Haus niederbrennen – ein Funke, der den Zorn des jungen Mannes in ein unerschütterliches Gelöbnis verwandelte.

Währenddessen suchte der alte Siklósi Máté Eke, den Kapitän vom Tenkes, in seinem Versteck auf, um ihn vor der Plünderungswelle zu warnen. Máté, ein Stratege durch und durch, plante bereits ein Ablenkungsmanöver. In seiner erbeuteten Labanzen-Uniform wollte er sich unter die Besatzer mischen. Als er sich im Wald zurechtmachte, traf er auf den flüchtenden Jakab, der ihn für einen echten Labanzen hielt. Es kam zu einem erbitterten Kampf, bei dem Jakab erstaunt feststellen musste, dass sein Gegner sein Handwerk – und vor allem die Kuruzen-Waffen – meisterhaft beherrschte. Aus der Feindschaft wurde im Handumdrehen eine Allianz; man teilte das Frühstück und schmiedete Pläne.

In der Burg liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bruckenbacker, dessen Gesicht nach Jakabs Peitschenhieb unter einem massiven schwarzen Pflaster verborgen war, wurde zur Zielscheibe des Spotts, während der Oberst verzweifelt versuchte, die Rebellion unter Führung des geheimnisvollen Kapitäns vom Tenkes zu ersticken.

Máté und seine Verbündeten begannen nun ihr Katz-und-Maus-Spiel. Während Máté als falscher Unteroffizier Soldaten in die Irre führte und die Bevölkerung warnte, lockten Jakab und Siklósi andere Truppenteile mit lautstarkem Rindergebrüll tief in den Wald, wo sie sie kurzerhand außer Gefecht setzten. Der Plan ging auf: Die Bewohner versteckten ihre Vorräte so gründlich, dass die Labanzen vor leeren Speichern standen.

Doch das Glück war Jakab nicht durchgehend hold. Bei einem Erkundungsgang wurde er von einer Einheit unter der Führung des zwielichtigen Erwiner gestellt und gefangen genommen. Bruckenbacker triumphierte bereits, als er den Gefesselten sah. Doch die Rechnung hatten sie ohne Máté gemacht. Er inszenierte eine filmreife Befreiung: Unter dem Vorwand, den widerspenstigen Kuruzen mit einer Heilkur gefügig zu machen, spannte er ihn vor sein Pferd, nur um ihn in einem unbeobachteten Moment hinter sich auf den Sattel zu ziehen und in einer Staubwolke zu entkommen.

Zurück im sicheren Versteck, taufte die Gruppe das erbeutete Pferd auf den Namen Pántlika. Das Trio war nun vollständig, und der Entschluss war gefasst: Der Kampf gegen die Besatzer hatte gerade erst begonnen. Wie man so schön sagt: Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

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