Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 19
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 19
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Dieses überaus wichtige Dokument aus dem Jahre 1900 schien wie verhext. Das mysteriöse Verschwinden hatte den armen Lumley völlig aus der Fassung gebracht.
»Könnte einer der Muglugs es genommen haben?«, fragte er mit matter Stimme.
»Nein. Muglugs tun exakt das, was man ihnen aufträgt – nicht mehr und nicht weniger. Sorge dich nicht, Lumley. Es wird sich schon wieder anfinden. Es tut mir leid, dich in einer Stunde wie dieser allein zu lassen, aber ich muss in die Unterstadt. Ich muss alles dafür vorbereiten, meinen Platz als Oberster Ratsvorsitzender einzunehmen. Es gibt noch viel zu tun, bevor ich die Führung übernehme, und ich habe meine Zeit ohnehin schon weit überschritten.«
Weekly Ghost Story – Dickon der Teufel
Vor etwa dreißig Jahren wurde ich von zwei wohlhabenden alten Damen damit beauftragt, ein Anwesen in jenem Teil von Lancashire zu besichtigen, der in der Nähe des berühmten Pendle-Waldes liegt – jener Gegend, die uns durch Mr. Ainsworths Lancashire Witches so vertraut und angenehm geworden ist. Meine Aufgabe war es, die Aufteilung eines kleinen Besitzes vorzunehmen, bestehend aus einem Haus und dem dazugehörigen Grundbesitz, den sie vor langer Zeit als Miterben angetreten hatten.
Die letzten vierzig Meilen meiner Reise war ich gezwungen, mit der Postkutsche zu fahren, hauptsächlich über Nebenstraßen, die wenig bekannt, kaum befahren und landschaftlich oft äußerst reizvoll und hübsch waren. Die malerische Landschaft wurde durch die Jahreszeit, Anfang September, in der ich reiste, noch hervorgehoben.
Ich war zuvor noch nie in dieser Gegend gewesen; mir wurde gesagt, sie sei heute weitaus weniger wild und folglich auch weniger schön.
Schlafgast aus der Hölle
Larry Moore
Schlafgast aus der Hölle
In der tiefsten Nacht erwachte Leona in jenem alten, dunklen Haus – und musste feststellen, dass ihr Bett von einem Wesen heimgesucht worden war, dessen grausige Leidenschaften nicht von dieser Welt waren!
Als Leona in die gelbgefleckten Achat-Augen von Talbot Rhone blickte, meinte sie den Griff eisiger Finger an ihrem Herzen zu spüren.
»Du willst mich also nicht heiraten«, sagte er in einem seltsamen, gepressten Ton. »Du bestehst darauf, in diesem unheimlichen alten Haus zu leben?«
»Ich habe dir immer gesagt, dass ich dich nicht heiraten kann, Talbot, und ich werde ganz sicher in dem komfortablen Heim leben, das ich geerbt habe«, behauptete sie bestimmt, fest in ihrem Entschluss, obwohl sich die Kälte von ihrem Herzen über ihren ganzen Körper ausbreitete. »Als Arzt hast du mir versichert, dass ich mich in einem Zustand der Erschöpfung befinde, dass Weiterlesen
Der Galgen
Morgen früh, bei Sonnenaufgang, werde ich wegen Mordes an einem Mann gehängt.
Bei Sonnenaufgang am neunten Juni, meinem Hochzeitstag. Ich soll am Hals aufgehängt werden, bis ich tot bin. Ich bin froh, dass dieser Staat noch nicht die Hinrichtung durch Elektrizität eingeführt hat. Ich ziehe es vor, meine letzten Augenblicke im Freien unter dem Himmel zu verbringen.
Der Bau des Galgens ist abgeschlossen; die Arbeiter sind weg, und es scheint sicher, dass die Hinrichtung bei Sonnenaufgang stattfinden wird. Doch jeder Schritt auf dem Korridor lässt mir das Herz bis zum Hals schlagen. Gladys arbeitet an einer Begnadigung. Ich bete darum, dass sie keinen Erfolg hat.
Der Gouverneur ist auf einem Angelausflug, fernab von Eisenbahn und Telegraf. Wenn sie ihn in den nächsten Stunden nicht ausfindig machen, werde ich gehängt. Gott gebe, dass sie ihn nicht finden!
Felsenherz der Trapper – Teil 02.3
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 2
Das Geheimnis der Llano Estacado
3. Kapitel
Der Geisterbüffel der Llano Estacado
Zur selben Zeit, als Felsenherz in der Schlucht seinen Braunen tränkte und seinen eigenen Durst löschte, näherten sich von Osten her drei Reiter. Ihre Pferde strauchelten vor Erschöpfung. Hinter ihnen, auf kaum weniger mitgenommenen Mustangs, jagten etwa fünfzehn Mescalero als unerbittliche Verfolger heran.
Die drei Fliehenden waren Lord Robert Barnley und seine beiden Führer, die er vor vier Wochen in Fort Reno für teures Geld Weiterlesen


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