Bräute für das Biest – Kapitel 6
Wayne Rogers
Bräute für das Biest
Ein Mystery-Thriller voll herzzerreißendem Grauen
Ein wahnsinniges Wesen durchstreift die Bergwildnis und versetzt die Bergbewohner in Angst und Schrecken. Gleichzeitig erfüllte es das Herz von Minna Talbot mit quälenden Zweifeln. Ein wahnsinniger Wissenschaftler flüsterte ihr Geheimnisse über die Geburt ihres Geliebten zu – Geheimnisse über ein grausames Experiment mit einem Menschenaffen.
Kapitel 6
Die Nahrung des Hasses
Das grelle Licht brannte noch immer über ihr, als ihr Verstand langsam wieder aus der Umnachtung erwachte. Es schmerzte in den Augen und zwang sie zum Blinzeln. Über ihr hing eine Lampe am Dach einer Höhle. Minna lag auf einem harten Steinboden; ihre schmerzenden Hand- und Fußgelenke waren so fest verschnürt, dass sie sich nicht rühren konnte.
Felsenherz der Trapper – Teil 01.6
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 1
Die Felsenfarm
Sechstes Kapitel
Im Lager der Comanchen
In dem nördlichen Präriewinkel zwischen dem felsigen Höhenzug, der sich bis ans Ende der Halbinsel erstreckte, und dem bewaldeten Ufer des Mazapil war an diesem Morgen ein großes Indianerlager mit sechzig Lederzelten entstanden.
Als Felsenherz nun zum Beratungsplatz in der Mitte des Lagers gebracht wurde, staunte er über die große Anzahl von Comanchen, die sich hier versammelt hatten. Er hatte die Zahl der Reiter aus der Fährte also sehr unrichtig abgelesen. Er schätzte die Weiterlesen
WEEKLY GHOST STORY – Die Geschichte von Clifford House
Die Geschichte von Clifford House
Ich werde Ihnen nun, wie versprochen, diese Geschichte erzählen. Doch ich kann Ihnen kaum vermitteln, wie ungern ich meine Gedanken in die Zeit zurückwandern lasse, die ich in diesem Haus verbracht habe – meinem ersten Wohnsitz in der Stadt nach meiner Heirat.
Ich hatte mir so sehr gewünscht, im Frühjahr in die Stadt zu ziehen – vermutlich, weil ich meiner schönen, ländlichen Heimat überdrüssig geworden war. Ich war überdrüssig der weiten Rasenflächen und der stillen, spiegelglatten Teiche und Bäche, die von üppig blühenden Rhododendren gesäumt waren. Ich war überdrüssig der stillen, moosbewachsenen Alleen, die im flackernden Licht, das durch die hellgrünen Buchenblätter fiel, wunderschön aussahen. Ich war überdrüssig der Rosengärten mit grasbewachsenen Wegen, die übersät waren mit schalenartigen Blütenblättern in den Farben Weiß, Purpur, Rosa und Creme. Ich war überdrüssig der altmodischen Zimmer mit schmalen Sprossenfenstern, die von scharlachroter Japonica und duftendem, sternförmigem Jasmin umrankt waren.
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 15
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 15
Eine königliche Schlacht
Es gibt großartige Momente im Leben, wenn zwei mächtige Denker wie Lumley und Tibilus aufeinandertreffen, miteinander sprechen und Geschichte schreiben. Ein solcher Moment stand bevor, als der Gong erklang und die Karte überreicht wurde.
Lumleys Begeisterung war wie weggeblasen. Er klammerte sich an die Rückenlehne des Stuhls, von dem er aufgestanden war, und sah sich wild um, auf der Suche nach einem Fluchtweg.
»Stell dich der Musik, Lumley«, war die lächelnde Aufforderung Tibilus». »Ich kenne viele Leute, die gerne mit dir den Platz tauschen würden.«
Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten – Teil 4
Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten
Memoiren eines Scharfrichters aus den Zeiten des Mittelalters
Herausgegeben von Wilhelm von Chézy
Dudel-Gunz
Wo der Schlossberg steil zum Ufer des Stroms abfällt, steht im Schatten uralter Nussbäume unterhalb der Brücke ein dunkles Häuschen, das sich rückwärts an das starke Gemäuer eines ehemaligen Wachtturms lehnt. Dessen Gewölbe und Räume dienen als Keller, Vorratskammern und Speicher. Das Häuschen trägt als Zeichen eine Distel, ist dem Grafen zinsbar, obwohl es im Burgrecht der Stadt liegt, und eine von den Scholaren vielfach besuchte Schenkwirtschaft. An hellen Sommerabenden sitzen sie dort in Schwärmen unter den Bäumen, lagern im Gras, zechen und singen ihre fröhlichen Lieder, bis sie sich schließlich, wie es später geschah, nach dem Läuten der Lumpenglocke auf den Heimweg machen. Zuvor wurde die Brücke gesperrt und neben der großen Hauptpforte auch das Schiffertörlein geschlossen. Letzteres ließ bis zu den Tagen des großen Scholarauflaufs, von Weiterlesen
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