Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Wyatt Earp 1848 – 1929 – Teil 11

Die Johnny Behind-The-Deuce-Affäre

Einer der bekanntesten Vorfälle, welcher häufig bei der Auseinandersetzung mit Wyatt Earps Leben diskutiert wird, ereignete sich am 14. Januar 1881 in der Stadt Charleston. Um die Mittagszeit erschoss Mike O’Rourke alias Johnny Behind-The-Deuce einen Mann namens Philip Schneider aufgrund eines eigentlich harmlosen Streits. Nach O’Rourkes Verhaftung durch den Constable George McKelvey formierte sich ein Lynchmob. McKelvey und ein anderer Mann luden O’Rourke auf einen Wagen und verließen Charleston. Während der Haft in Tombstone begann sich ebenfalls ein Mob zu bilden. Etwa zwanzig schwerbewaffnete Männer beschützten O’Rourke, bis Marshal Ben Sippy, Deputy Sheriff John Behan und Virgil Earp ihn mit einem Fuhrwerk nach Tucson brachten. Ein bewaffneter Guard bewachte für eine kurze Zeit den Wagen, bis dieser Tombstone verlassen hatte.
Der Tombstone Epitaph veröffentlichte am 17. Januar 1881 folgende Darstellung des Vorfalls:
Weiterlesen →

Mythen und Legenden der Sioux 1

Mythen und Legenden der Sioux 1

Am Klang der Geschichten der Sioux, erzählt in den Hütten und an den Lagerfeuern der Vergangenheit sowie an den Kaminen von heute, erkennt man das Gefüge der Gedanken einfacher, ernsthafter und aufrichtiger Menschen, die in vertrautem Kontakt und inniger Freundschaft mit dem Großen da draußen, was wir Natur nennen, lebten. Es sind Geschichten eines Volkes, die auch nicht alle Dinge verstanden, nicht hochmütig und überheblich in Erscheinung traten, sondern eher kindlich, aufrichtig und gerecht. Es sind Geschichten eines Volkes, welches die einfachsten Dinge ernsthaft betrachtete und daraus seine Schlüsse zog.
Weiterlesen →

Mountain Men Teil 8

Bekleidung

Der Mountain Man war ein Produkt seiner Umgebung und der Gesellschaft und seine Kleidung reflektierte diesen Umstand. Diese war eine Kombination aus verschiedenen Stilen und Materialien der weißen Siedler und Bürger sowie die der Indianer, unter denen er für einen längeren Zeitraum lebte.
Ein Newcomer unter den Mountain Man könnte zu Beginn seines Lebens in den Bergen mit Hemd und Hose aus Baumwolle oder Leinen bekleidet gewesen sein, am ehesten jedoch aus reiner Wolle in soliden natürlichen Weiterlesen →

Die Todesengel von Nagyrev

Die Todesengel von Nagyrev

In den Dörfern der nördlichen Tiefebene Ungarns scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Häuser verfallen, kein Kino, keine Annehmlichkeiten, kein Amüsement außer dem Alkohol. Die Jungen zieht es in die großen Städte mit Arbeitsmöglichkeiten und Vergnügungen. Hauptsächlich leben hier alte Menschen, die sich an ein dunkles Kapitel der Region erinnern.

Es war eine Zeit, in der Ehen oftmals reine Zweckgemeinschaften waren. Junge Mädchen wurde mit älteren Männern verheiratet, Trennungen gesellschaftlich tabu, auch wenn der Mann gewalttätig war. Ärzte oder gar Krankenhäuser gab es in den abgelegenen Dörfern nicht. Ihr karges Leben bestritten die Menschen durch das Bestellen ihrer Felder und mit Weinerzeugung für den Eigenbedarf.
Weiterlesen →

Wyatt Earp 1848 – 1929 – Teil 10

Wie Wyatt Earps Zeugenaussage half, dass Curly Bill auf freien Fuß kam

Im späten Dezember 1880 wandte sich Wyatt Earp nach Tucson, um im Fall Curly Bill als Zeuge aufzutreten. Der Arizona Daily Citizen veröffentlichte am 27. Dezember 1880 seine Zeugenaussage.
»Wyatt Earp trat in den Zeugenstand und sagte aus: ›Am 27. Oktober letzten Jahres war ich Deputy Sheriff und wohnte in Tombstone. Ich sah den Angeklagten in der Nacht, als Marshal White erschossen wurde, genau zu der Zeit, als der tödliche Schuss abgefeuert worden war. Ich sah Mr. Johnson dort zur gleichen Zeit. Mein Bruder kam sofort nach. Der Fall selbst ereignete sich auf einem unbebauten Grundstück zwischen der Allen Street und Tough Nut Street. Ich war in Bill Owens Saloon und hörte drei oder vier Schüsse. Nachdem ich den ersten Schuss gehört hatte, rannte ich auf die Straße hinaus und sah einen Block weiter von der Stelle, wo ich mich befand, das Mündungsfeuer einer Pistole Weiterlesen →