Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Elbsagen 04

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

4. Der Zaubergarten im Marienberg

In der schroffen Felswand des Marienberges befindet sich eine Höhle, die vor Zeiten so tief in den Berg hineingegangen ist, dass man bei Ziebernick einen zweiten Ausgang sehen konnte. Diese Höhle wurde einst von zwölf Zwergen bewohnt, die ein dreizehnter, bei weitem kleinerer Gnom beherrschte. Schon zur Zeit des Heidentums übten die kleinen Wichte ihren Spuk. Als aber das Christentum die heidnischen Götter vertrieben Weiterlesen →

Interessante Abenteuer unter den Indianern 98

Interessante-Abenteuer-unter-den-IndianernJohn Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas

McCollochs Sprung

Eine der merkwürdigsten Begebenheiten, die sich im westlichen Teil von Virginia zugetragen hat, ist unstreitig der ungeheure Sprung, den Major Samuel McColloch mit seinem Pferd einen schrecklichen Abgrund hinunter machte und dadurch sein Leben aus den Händen der verfolgenden Indianer rettete.

Die Familie des McColloch war unter den ersten Ansiedlern von Short Creek. Samuel war der zweite Sohn des alten Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 16

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

III. Umzüge der Götter

Der nächtliche Wagen am Forellenteich

Am oberen Forellenteich waren vor etlichen Jahren Ilbeshäuser Leute über Nacht, um auf der Heide Heu zu machen. In der Mitternacht sahen sie auf einmal einen hohen Wagen, der mit Tüchern zugehängt war, daherkommen. Der Kutscher und die Pferde hatten aber keinen Kopf. Er fuhr dreimal um den Teich, dann verschwand er, ohne dass sie wussten, wo er hinkam.


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Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 52. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel schindet in Strassfurt einen Hund und bezahlt mit dessen Fell seine Wirtin.

ulenspiegel ging von Braunschweig nach Strassfurt und kam in ein Wirtshaus, wo die Wirtin zufällig allein zu Hause war. Diese Frau hielt sich ein Hündchen, das sie beim Spinnrad und in müßigen Stunden immer auf dem Schoß hatte. Was sie aß und trank, davon musste ihr Liebling auch etwas haben. Als nun Eulenspiegel in der Stube saß und Bier aus einer Kanne trank, sprang der Hund herbei und wollte auch daraus trinken.

Die Wirtin sagte deshalb zu Eulenspiegel: »Gebt meinem Hündchen auch davon zu trinken. Er ist darum aufgesprungen.«

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Snowshoe Thompson: Der legendäre skifahrende Postbote

Snowshoe Thompson: Der legendäre skifahrende Postbote

Von allen Skifahrern, welche die Hänge rund um den Lake Tahoe befahren haben, ist der berühmteste zweifellos John Snowshoe Thompson, der legendäre Skibriefträger der Sierra Nevada. Wenn es um das Reisen in den winterlichen Bergen ging, war er der Vorläufer des Packzuges, der Postkutsche und der Lokomotive. Es dauerte Jahre, bis irgendein anderes Transportmittel an seine Stelle trat.

Der am 30. April 1827 im norwegischen Telemarkbezirk Jon Tostensen geborene John war 10 Jahre alt, als sein Vater starb und die Familie 1837 in den amerikanischen Mittleren Westen emigrierte. 1851 wurde der 24-jährige Bauernjunge vom Goldfieber gepackt und lief nach Kalifornien davon. Er arbeitete als Weiterlesen →