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Literatur

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 45

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

45. Wie Rübezahl ein paar Wanderer zum Besten hat.

Es ist zwar eine alte gemeine Redensart schon aus der Schrift her: »Es gibt nichts Neues unter der Sonne«, aber es passt doch nicht überall. Denn es wird so viel Neues erfunden und ausgeheckt, dass sich die Altvorderen überschlügen, wenn sie das einmal sehen sollten. So haben die Menschen auch hier zu Lande Gläser erdacht, in welchen man deutlich den Wein sieht. Und will man dann trinken, so hat man doch nichts. In diesem Stück hat Weiterlesen →

Die Gespenster – Zweiter Teil – Vierundfünfzigste Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil

Vierundfünfzigste Erzählung

Die spukhafte Auferstehung von den Toten. Keine Rückkehr gebundener Lebenskraft.

Im Jahre 1704 mietete ein vornehmer und reicher Engländer in einem Haus zu Soho Square einige Zimmer und bewohnte sie mit seinem Gefolge. Nach einigen Wochen verlor er seinen zu Hamstead wohnenden Bruder, der Weiterlesen →

Der Alte vom Berge – Kapitel 11

C. F. Fröhlich
Der Alte vom Berge
Oder: Taten und Schicksale des tapferen Templers Hogo von Maltitz und seiner geliebten Mirza
Ein Gemälde aus den Zeiten der Kreuzzüge
Nordhausen, bei Ernst Friedrich Fürst, 1828

XI.

Verdrießlich lehnte Hugo eben an einer Marmorsäule, als ein neu geworbener Waffenträger verstohlen seine Blicke auf ihn richtete. Es wurde dunkel. Gedankenvoll blieb Hugo bei dem Käfig des Alten stehen und blickte, die Hände faltend, nach ihm.
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Detektiv Schaper – Das stille Haus – 4. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

4. Kapitel

Edgar Bornemann ging wartend auf dem Bahnsteig drei des Anhalter Bahnhofs auf und ab. Die Ungeduld hatte ihn einen volle halbe Stunde zu früh von Hause fortgetrieben. Und nun schlichen die Minuten förmlich. Alles Mögliche hatte er schon versucht, um die Zeit sich zu verkürzen. Und doch fühlte er, wie ihm das Herz vor Nervosität in immer schnelleren Schlägen klopfte.

Der elegant gekleidete Herr, der mit einem in Seidenpapier eingehüllten Strauß unruhig auf und abschritt, zog Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 38

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

38. Vom guten Janchen und dem bösen Mieken

Es war einmal eine arme Frau und die hatte zwei Kinder, ein Knäblein, das Janchen hieß, und ein Mägdelein, welches Miekchen hieß. Eines Morgens nun gab sie jedem ein Butterbrot und schickte sie in den Wald, Reisig holen. Unterwegs kam ihnen die Mutter Gottes entgegen, gekleidet wie ein blutarmes Weib, und die sprach zu Miekchen: »Ach, Kind, ich hab so großen Hunger, gib mir doch etwas von deinem Butterbrot.«

Aber Miekchen drehte den Kopf um und sprach: »Nein, das tue ich nicht.«
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