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Im Original M. v. Neuhof

Detektiv Schaper – Das stille Haus – 4. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

4. Kapitel

Edgar Bornemann ging wartend auf dem Bahnsteig drei des Anhalter Bahnhofs auf und ab. Die Ungeduld hatte ihn einen volle halbe Stunde zu früh von Hause fortgetrieben. Und nun schlichen die Minuten förmlich. Alles Mögliche hatte er schon versucht, um die Zeit sich zu verkürzen. Und doch fühlte er, wie ihm das Herz vor Nervosität in immer schnelleren Schlägen klopfte.

Der elegant gekleidete Herr, der mit einem in Seidenpapier eingehüllten Strauß unruhig auf und abschritt, zog Weiterlesen

Detektiv Schaper – Das stille Haus – 3. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

3. Kapitel

Als Edgar Bornemann mittags gegen ein Uhr seine Wohnung betrat – sie bestand aus der ersten Etage eines vornehmen, in der Tiergartenstraße gelegenen Hauses, das er von seinem Vater, einem durch Grundstücksspekulationen zu Reichtum gelangten Bauunternehmer, geerbt hatte -, meldete ihm der Diener, dass ein Herr im Salon auf ihn warte, und reichte ihm gleichzeitig die Karte des Besuchers.

»Fritz Schaper, Schauspieler«, stand darauf.
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Detektiv Schaper – Das stille Haus – 2. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

2. Kapitel

Dr. phil. Bertold Matra schüttelte energisch den Kopf.

»Beste Frau Lange, es geht wirklich nicht. Sie können unmöglich verlangen, dass ich mir hier die Nerven ruiniere, nur weil Sie mich als Mieter nicht aufgeben möchten. Seitdem da über mir diese klavierwütige Familie eingezogen ist, habe ich noch keine vernünftige Zeile zusammengebracht. Begreifen Sie doch in aller Welt, dass ich kein Steinklopfer, sondern Schriftsteller bin und als solcher Ruhe ebenso notwendig brauche, wie der eben Weiterlesen

Detektiv Schaper – Das stille Haus – 1. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

1. Kapitel

Hildegard Börmer war sofort nach Beendigung der Literaturstunde, die vom spindeldürren Fräulein Wallner mit einer die Aufmerksamkeit der jungen Damen nicht gerade fördernden Trockenheit und Einseitigkeit abgehalten wurde, in den großen Park hinabgeeilt, der sich ein Stück an der Elbe entlangzog und in dem es so viele lauschige Winkelchen und Plätzchen gab. Diese waren sämtlich unter die Zöglinge des Töchterpensionats der Frau verwitweten Frau Major Agathe von Queisner infolge gütlichen Übereinkommens verteilt worden, Besitzrechte, die allgemein respektiert wurden, sodass jeder der knospenden Mädchenblüten Gelegenheit gegeben war, während Weiterlesen

Detektiv Schaper – Das graue Gespenst – 12. Kapitel

Detektiv-SchaperM. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Zweiter Teil
Das graue Gespenst
12. Kapitel
Was die Presse zu sagen wusste

Zwei Tage später schrien die Zeitungsverkäufer in den Hauptverkehrsstraßen der Reichshauptstadt mit längst heiser gewordenen Kehlen immer wieder die Sensationstitel aus, unter denen die verschiedenen Tagesblätter Berlins den neuesten Kriminalfall behandelten.

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Detektiv Schaper – Das graue Gespenst – 11. Kapitel

Detektiv-SchaperM. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Zweiter Teil
Das graue Gespenst
11. Kapitel
Nie geahnte Überraschungen

Erst nachmittags gegen vier Uhr verließ der Detektiv das Kirchdorf und schlug den Weg nach Zergewo ein. Dieser führte zum Teil durch einen dichten Wald. Hier suchte er sich ein verstecktes Plätzchen und nahm dort mit seinem äußeren Menschen eine gründliche Umwandlung vor. Der eine Anzug, ebenso die Pelerine des Mantels wanderten eng zusammengerollt in die Handtasche. Den schwarzen Filzhut behielt er auf. Das war eine zu alltägliche Weiterlesen