Archiv

Literatur

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 50

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

50. Wie Rübezahl menschenfreundlichen Gesellen wieder aus der Not hilft.

Vor länger als 100 Jahren gingen drei Wandergesellen dem Landshuter Pass zu. Der eine dachte gerade an den alten Tilly von Magdeburg, der andere an die große Bratwurst bei der Kaiserkrönung in Frankfurt und der Dritte an den weisen Salomo – war aber nicht der Kürschner in Greiffenberg, sondern ein anderer – und das ganze Alte Testament.

Weiterlesen →

Daniel H. Wilson – Die Dynastie der Maschinen

Daniel H. Wilson – Die Dynastie der Maschinen

Im Moskauer des beginnenden 18. Jahrhunderts erweckt Giacomo Guiseppe Favorini, ein Mechaniker Peters des Großen, einen Automaten zum Leben, der Peter ähnlich ist, und den der Zar selbst mitsamt einem weiteren defekten Automaten in der Waffenkammer des Palastes entdeckte, wo man sie seit Ewigkeiten aufbewahrt hatte.

Etwa zur selben Zeit erweckt er auch noch den zweiten Automaten zum Leben, eine Maschine mit dem Aussehen eines jungen Mädchens, das die Schwester des ersten Automaten namens Pjotr Alexejewitsch ist und Elena heißt.

Der Zar hat darauf gedrungen, dass sein Mechaniker die alten Automaten, die schon lange vor seiner Zeit existiert haben, wieder zum Leben erweckt. Seine Frau hingegen, Katharina, will, dass diese Automaten zerstört werden, weil sie die Existenz von menschenähnlichen Robotern mit einer Seele, offenbar geschaffen von Menschen, für Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 49

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

49. Der Teufelspütz zu Aersele

Zur linken Seite des Weges, der von Aersele nach Caneghem führt, liegt ein durch Schlagholz beschatteter Pütz, den man den Teufelspütz nennt, und keiner wagt es, sich demselben zu nähern.

In dem Pütz nämlich liegt eine Glocke, die dahin verwünscht ist. Oft hört man sie läuten und das brummt, als käme es aus der tiefsten Tiefe der Hölle. Einst kam man auf den Gedanken, sie auszugraben. Man war auch so glücklich, bis zu ihr zu dringen. Schnell ließ man alle Pferde aus dem ganzen Dorf holen und der waren mehr als Weiterlesen →

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 51

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Rosenfeld hat die Schlüssel des Paradieses und das Buch des Lebens mit sieben Siegeln verschlossen.

Rosenfeld fing im Jahr 1762, als er 31 Jahre alt war, eine herumstreifende Lebensart an. Er hatte Wohlleben, Gemächlichkeit etc. immer geliebt. Wo er nur hinkam, fing er an, von Religionssachen zu sprechen, gab sich für einen Propheten, der in der Bibel verkündet sei, endlich für den Heiland der Welt, den wahren Messias, für Gott selbst aus. Er fand viel Glauben, Beifall und Anhang und trieb dieses Werk, um sich füttern zu lassen, Geschenke zu bekommen, Jungfrauen zur Erfüllung seines Wunsches zu bereden und fand darin große Bereitwilligkeit. Eltern Weiterlesen →

Guido von Scharfenstein – Kapitel III

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

III.

Drei Tage bereits war Ritter Guido mit seinen drei Knappen unterwegs. Der Anweisung Leutholds folgend, zog er immer gegen Süden, ohne dass ihm bisher das geringste Abenteuer zugestoßen wäre.

Ein majestätischer Urwald nahm soeben unseren Ritter auf. Die hohen Eichen rauschten vom frischen Frühlingswind angeregt. Die Einsamkeit des Waldes machte Guido nachdenklich. Er ließ das Haupt auf die Brust sinken und dachte an Rosamunde.
Weiterlesen →