Das Geisterschiff – Kapitel 28
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 28
Sieben Jahre
Wir erreichten La Guayra und von dort aus sicher Caracas – trotz der Tatsache, dass das Land gerade die akute Phase einer seiner periodischen Revolutionen durchmachte. Diese war unmittelbar auf ein schweres Erdbeben gefolgt; solche Erschütterungen der Natur und der Gesellschaft sind charakteristische Merkmale Venezuelas. Man könnte fast sagen, die Hauptprodukte seines fruchtbaren Bodens seien Kakao und Patrioten. Letztere sind ein ebenso großer Exportartikel wie der Kakao – besonders nach politischen Krisen. Sie bestehen aus allen Arten von Männern, ob gebürtige Untertanen oder ausländische Intriganten, die alle gegen eine entsprechende Entschädigung bereit sind, ihrem natürlichen oder adoptierten Mutterland zu dienen.
Colonel Vereker war maßgeblich an einer weitläufigen Goldmine im Landesinneren beteiligt und setzte mich dort als seinen Weiterlesen
Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 2 – Episode 7 – Kapitel 5
Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
Band 2
Siebente Episode
Ein Drama in der Irrenanstalt
Fünftes Kapitel
Die Unterschrift
Oscar Tournesol hatte trotz des ihm unterbreiteten Angebots abgelehnt, seine Freunde auf ihrer Reise nach Saint Louis und New Orleans zu begleiten. Der Bucklige hatte seine eigenen Pläne. Mit seiner Unabhängigkeit und Hartnäckigkeit, die seine herausragenden Eigenschaften waren, war er zu dem Schluss gekommen, dass man bisher nicht die besten Mittel eingesetzt hatte, um Herrn Bondonnat aufzuspüren. Seiner Meinung nach hätte man sich der Vereinigung Main Rouge anschließen müssen, und er war überzeugt, dass nur so ein Ergebnis erzielt werden könnte. Er nahm sich daher vor, die Unterwelt von New York zu erkunden und um jeden Preis einen der Gangster kennenzulernen.
Der Detektiv – Band 31 – Der Schatz der CHRISTINE – Teil 1
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 31
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Schatz der CHRISTINE – Teil 1
Im Speisesaal des Raffles-Hotels in Singapur spielte die ungarische Kapelle gerade den Walzer »Wenn die Liebe stirbt«. Harald Harst summte die Melodie leise mit. Dann sagte er ganz unvermittelt zu mir: »Was meinst du zu einem Abstecher hinüber zur Insel Borneo? Es gibt dort die berüchtigten Dayaks, die Kopfjäger und manches andere Interessante. Eine Expedition ins Innere könnte mich reizen.«
Er wollte noch mehr hinzufügen, doch der Kellner brachte gerade den zweiten Gang des Dinners, und Harst machte auf dem Tisch etwas Platz für die Platte mit den gebratenen jungen Hühnchen. Dann sprach er weiter über Borneo.
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 19
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 4
Allzeit voran! – das war das Losungswort schon des Knaben gewesen, den eine gütige Natur verschwenderisch mit allen Gaben gesegnet hatte, die sie nur einem Menschen verleihen kann, mit Kraft und Geist, mit Gesundheit und Schönheit. Aber solche Gaben können auch gefährlich werden.
Paul – dieser Vorname möge genügen – war der späte Sprössling eines hohen Geistlichen, nicht nur eines Pastors, und wenn der alte Vater stolz auf seinen so aufgeweckten Jungen war, so blickte der erfahrene Mann doch auch mit bangen Augen in die Zukunft des sich körperlich und geistig gar zu schnell entwickelnden Knaben, welcher, während seine gleichaltrigen Kameraden verächtlich von den Mädchen sprachen und deswegen nicht mit ihnen spielen wollten, schon ganz toll hinter diesen her war.
Der hinkende Teufel – Kapitel 4 – 2. Teil
Alain-René Lesage
Der hinkende Teufel
Pforzheim 1840
Viertes Kapitel – 2. Teil
Die Liebesgeschichte des Grafen von Belflor und Leonore von Cespedes
Leonore hatte sie voll Ungeduld erwartet und fragte sogleich, was sie Neues bringe. »Die allerbeste Nachricht, die Ihr nur wünschen könnt«, antwortete die Alte: »Ich habe den Grafen gesprochen. Seine Absichten sind, wie ich ja gleich am Anfang sagte, untadelig. Er hat keinen anderen Zweck, als Euch zu heiraten; dies hat er mir bei allem, was heilig ist, geschworen. Natürlich habe ich ihm nicht blindlings geglaubt, sondern zu ihm gesagt: ›Wenn Ihr das im Sinne habt, warum geht Ihr nicht den geweihten Weg und wendet Euch an Don Luis?‹
›Ach, liebe Marzella‹, antwortete er, ohne, wie es schien, über meine Frage verlegen zu werden, ›könntet Ihr es wohl gutheißen, Weiterlesen
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