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Im Original Theodor Bindewald

Oberhessisches Sagenbuch Teil 46

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Auf dem Oberseener Hof

In der Nähe des früheren Fohlenstalles stand bis vor wenigen Jahren ein hochgewachsener, breitästiger, uralter Lindenbaum, unter dem war weder eine Spitze Gras gewachsen noch jemals ein Tropfen Regen oder der geringste Schnee zu spüren gewesen. Der Erdboden ringsum war sommers und winters pickelhart und festgetreten wie eine Heerstraße. Hier soll der Teufel mit den Hexen der ganzen Gegend immer auf Walpurgisnacht seinen Tanz gehalten haben.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 45

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Hexenstein unter Herchenhain

Wenn man von Sichenhausen hinaufgeht zu dem armen und alten Dorf Herchenhain, dem höchsten Ort im Hessenland, sieht man links ab vom Wege ein kleines Fichtenwäldchen, in welchem ein Felsen emporragt. Das ist der Hexenstein. Warum der Platz so heißt, braucht man nicht zu raten, denn die Hexen haben da immer ihr Geführt (Wesen, Umgang) gehabt. In Sichenhausen war aber ein Mann, der sich auf die schwarze Kunst gut verstand und sich oftmals dort allerlei zu schaffen machte, worüber die Leute die Köpfe schüttelten. Einmal in der Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 44

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Hexentanzplatz

Auf der Pfingstweide zu Volkartshain stand ehedem ein uralter, großer Lindenbaum, den nannte man nur den Hexenbaum. Jedes Mal am Walberstag,… Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 43

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Wie einer Hexe gelohnt wurde.

In Frischborn, einem Kirchdorf bei Lauterbach, lebten Leute, die waren ehedem blutarm gewesen und wurden zusehends reich. Man wusste in aller Welt nicht, wie das Ding zuging.

Zu ihnen kam eines Abends eine fremde Frau mit einem Kind an der Hand und bat sie, um der Barmherzigkeit Gottes willen, um eine Nachtherberge. Der junge Mann im Haus, seines Zeichens ein Zimmermann, willigte aus angeborener Gutmütigkeit auch sogleich ein und bot der Frau an, sie solle auf der Oberläute (per Oberstube) bei Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 42

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Abenteuer in der Walbersnacht

Eine Magd diente bei einer Herrschaft und manches, was sie im Haus sah und hörte, kam ihr äußerst verdächtig vor. Namentlich traute sie ihrer Herrin nicht und gab ihr deshalb auf Schritt und Tritt Achtung, doch konnte sie lange nichts Gewisses ausmachen. Als aber die Walbersnacht herbeikam, schickte man sie unter nichtigen Vorwänden früh zu Bett.

Wart, dachte sie, ich komme doch hinter die Geschichten. Also blieb sie aus Neugier wacker und bezwang den Weiterlesen