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Im Original Balduin Moellhausen

Der Spion – Kapitel 4

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 4

Die Hausdurchsuchung

Der Bande voraus, neben sich John Kay, war Quinch der Hauptstraße gefolgt. Hinlänglich durch Kundschafter über alle Verhältnisse in der Ansiedlung unterrichtet, wählte er die Fabriken des Colonel Rutherfields zu seinem nächsten Ziel. Dem Wohnhaus gegenüber hielt er sein Pferd an. Indem er die umfangreichen Anlagen betrachtete, die, obwohl verödet und zur Untätigkeit verdammt, noch immer vom Reichtum des Begründers zeugten, flog ein Weiterlesen

Der Spion – Kapitel 3

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 3

Der Zugüberfall

Der Bahnhof der Ansiedlung bestand aus einer kurzen Strecke doppelter Gleise, auf welchen zwei Züge einander auszuweichen vermochten. Dazu gehörte eine Bretterbude zum Abfertigen der Reisenden nebst entsprechender Schankgelegenheit, ferner ein offener Schuppen zur Aufnahme der eintreffenden und abgehenden Güter. Die Bahn selbst lief in der Nachbarschaft und Hauptrichtung eines Baches, welcher, in der Tiefe von etwa dreißig Fuß, mit der Weiterlesen

Der Spion – Kapitel 2

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 2

Der Vaquero

Vom Lager der Kundschafter bis zu der bedrohten Ansiedlung betrug die Entfernung ungefähr eine Stunde mäßig schnellen Einherreitens. Nicht über sechshundert Einwohner zählend erhob sich der Ort inmitten von Hainen, Waldstreifen, Wiesen, Ackerflächen und sanft ansteigenden Hügeln. Ziegelsteine waren bei Errichtung der Baulichkeiten nur ausnahmsweise verwendet worden. Um so einladender nahmen sich dafür die aus Balken und Weiterlesen

Der Spion – Kapitel 1

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 1

Die Kundschafter

Auf dem Friedhof einer kleinen Stadt in der Provinz New Mexiko befanden sich zu Ende der fünfziger Jahre zwei Gräber, an welchen kaum jemand vorüberging, ohne sich zu bekreuzen und im Stillen ein Ave Maria für das Seelenheil der in denselben Schlummernden zu sprechen.

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Der Präriebrand

Der Präriebrand
Wenn im Spätsommer das Gras verblasst und der raue Westwind über die endlosen Fluren Missouris fegt, dann hängt es in den angrenzenden östlichen Staaten wie ein leichter grauer Flor vor dem wolkenlosen Himmel. Wie in einem duftigen Schleier gehüllt erscheint die ihres blendenden Glanzes beraubte Sonne.

Höhenrauch nennen die Leute diese sich fast täglich wiederholende Erscheinung und schreiben diese im Allgemeinen den Präriebränden zu, welche besonders im Herbst über weite dicht begraste Flächen hineilen. Gleichgültig schaut der Stadt- und Landbewohner zu dem Höhenrauch empor, spricht vermutlich auch vom anhaltend guten Wetter, auf welches dieser hindeuten soll. Der Szenerie aber, von welcher der Westwind und der Rauch der Weiterlesen