Duesenberg – Eleganz trifft auf Rock
Duesenberg – Eleganz trifft auf Rock
Die vergessenen Klangkünstler der 70er Jahre
Es gibt Bands, die laut in Erinnerung bleiben, und solche, die leise, aber tiefgreifende Spuren hinterlassen. Duesenberg gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. In einer Zeit, in der der deutsche Rock zwischen Kraut, Prog und Glam oszillierte, schufen die Musiker von Duesenberg einen Sound, der sowohl intelligent als auch emotional war – und bis heute fasziniert.
Duesenberg stand für handwerkliche Perfektion und ausgefeilten, melodischen Rock, der sich deutlich vom Mainstream abhob. Während viele deutsche Gruppen der 70er Jahre nach Identität suchten, wagte Duesenberg den Blick über den Tellerrand hinaus. Ihr Sound verband britischen Artrock à la Genesis mit deutscher Klarheit und Struktur, die an die Musik von Eloy oder Jane erinnerte und dennoch eigenständig blieb.
Typisch für Duesenberg war das Zusammenspiel aus Gitarrenvirtuosität und Keyboard-Atmosphäre. Die Songs klangen elegant und fast luxuriös. Dies ist wohl auch der Namenswahl geschuldet: Der Name Duesenberg stammt von einer amerikanischen Automobilmarke, die in den 1920er-Jahren für Stil und technische Raffinesse stand. Genau diese Mischung aus Kraft und Ästhetik übertrugen die Musiker in ihre Musik.
Anders als viele ihrer Zeitgenossen setzten Duesenberg auf englische Texte, die oft von Suche, Sehnsucht und innerer Zerrissenheit handelten. Ihre Lieder waren keine plakativen Parolen, sondern poetische Momentaufnahmen – musikalisch anspruchsvoll und inhaltlich vielschichtig. Es war Musik zum Zuhören, nicht nur zum Mitwippen.
Vielleicht war genau diese Komplexität der Grund, warum Duesenberg nie den großen Durchbruch schafften. Ihr Stil war zu progressiv für den Massenmarkt und zu eingängig für die Avantgarde. In einer Zeit, in der Punk und Disco auf dem Vormarsch waren, wirkte ihre kunstvolle Rockmusik fast aus der Zeit gefallen – und genau das macht sie heute wieder interessant.
Jahrzehnte später erleben Sammler und Liebhaber des deutschen Rocks eine Renaissance der in Vergessenheit geratenen Bands – und Duesenberg wird dabei zunehmend wiederentdeckt. Ihre wenigen veröffentlichten Aufnahmen gelten als musikalische Kleinode einer Ära, in der Virtuosität und Gefühl Hand in Hand gingen.
Duesenberg steht sinnbildlich für eine Generation von Musikern, die Rock nicht nur als Unterhaltung, sondern als Kunstform verstanden. Ihre Musik klingt wie ein gut gebauter Oldtimer: elegant gealtert, voller Seele und mit einer Kraft, die auch nach Jahrzehnten nichts von ihrem Glanz verloren hat.
Die Songs der CD 1
CALIFORNIA beschreibt Kalifornien als einen sonnigen, positiven und lebendigen Ort. Er betont ikonische Orte wie Malibu, San Diego, San Francisco und Los Angeles. Das sonnige Wetter und die Nähe zum Wasser vermitteln Freiheit und Wohlbefinden. Die ständige Sonneneinstrahlung schafft eine Atmosphäre der Zufriedenheit. Gemeinschaft und Freundschaft werden durch die Erwähnung von einer Million Freunden hervorgehoben, die Unterstützung bieten. Freizeitaktivitäten wie Surfen und Sonnenbaden verstärken das Bild Kaliforniens als ein Land voller Freude und Möglichkeiten. Der Song vermittelt eine optimistische Stimmung und präsentiert Kalifornien als einen Ort der Erfüllung und des Glücks.
Musik: C. R. Kruse & H. J. Neuring; Text: M. Rebesky & H. Gutowski; Gesang: Harald Gutowski; Keyboards: Werner Becker; Schlagzeug: Peter Franken; Bass: Dieter Horns; Gitarren: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg, Werner Becker, Rale Oberpichler & Antje Busch; Arrangiert von Duesenberg & Werner Becker
3:26 Minuten
DANCE (To The Rhythm Of Your Love) thematisiert die kraftvolle und mitreißende Wirkung von Liebe und Musik. Der Text beschreibt die intensive Anziehungskraft zwischen zwei Personen, die durch Musik und Tanz verstärkt wird. Durch die Erwähnung der Moonlight Serenade und des Musikbeginns entsteht eine romantische und aufregende Atmosphäre. Die wiederholte Sehnsucht, zum Rhythmus Deiner Liebe zu tanzen, betont den Wunsch, sich vollständig von der Leidenschaft und der Verbindung zum Partner mitreißen zu lassen. Die Beschreibung, nicht stillstehen zu können, und das Gefühl, dass alle Sinne verschwinden, unterstreicht den Verlust der Kontrolle und das völlige Eintauchen in den Moment. Der Song vermittelt ein Gefühl von Ekstase und Freude, das durch die Aussage, dass die Liebe und Bewegung des Partners so gut ist, um die Kontrolle zu verlieren, noch verstärkt wird. Insgesamt strahlt der Song eine lebendige und euphorische Energie aus, die die transformative Kraft von Liebe und Tanz feiert.
Text & Musik: Kerry Chaters & Robbie Patton; Gesang: Joachim Witt; Backgroundgesang: Duesenberg & Werner Becker,Antje Busch & Rale Oberpichler; Klavier, Moog Bass & Fender Rhodes: Werner Becker; E-Gitarre: Harold Gutowski; Schlagzeug, Percussion & Kaiimba: Peter Franken
3:40 Minuten
PASADENA verkörpert eine tiefe Sehnsucht und den Wunsch nach einem Neubeginn. Der Sänger fühlt sich in seinem Alltag und Job gefangen und sehnt sich nach Freiheit. Pasadena steht als Symbol für einen idealisierten Ort der Erfüllung und des Sonnenscheins im Gegensatz zu seinem aktuellen Leben. Metaphern wie highway racer und supersonic horses verstärken das Bild von Reisen und Freiheit. Die Idee der Freiheit im Westen macht den Westen zu einem verheißungsvollen Ziel. Die Reise nach Pasadena symbolisiert persönliche Erneuerung und die Suche nach einem erfüllenderen Leben. Der Song vermittelt eine optimistische Botschaft von Aufbruch und Hoffnung.
Musik: Harald Gutowski; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg; E-Gitarren: Harald Gutowski; Bass: Wolfgang Schleifer; Schlagzeug: Peter Franken; Leadgitarre: Karl Allaut; Percussion: Harald Gutowski; Arrangiert von Duesenberg & Werner Becker
3:47 Minuten
HOLIDAY ISLAND nutzt den Kontrast zwischen idyllischen Erwartungen und enttäuschender Realität, um auf humorvolle Weise die Missgeschicke eines Urlaubs darzustellen. Der Text beginnt mit einer verlockenden Beschreibung von Palmen im Wind und magischem Mondlicht, die Hoffnung auf Entspannung und Erholung wecken. Doch diese Illusion wird schnell zerstört: Der Sonnenuntergang wird mit einer durchgebrannten Sicherung verglichen, die Dusche bleibt trocken und als Mittel, um die Enttäuschung zu ertränken, scheint nur der Alkohol zu bleiben. Das wiederkehrende Motiv von Holiday Island als einem Ort, an dem man weder Stille noch inneren Frieden finden kann, zieht sich durch den gesamten Song. Die scheinbar schönen Aspekte des Urlaubs wie Musik aus Transistorradios und flüsternder Wind werden zu Lärmquellen, die unerreichbare Natur zu einer Belastung. Ungeschickte Kellner und die unerfüllte Nähe zur Natur verstärken die Ironie dieses Urlaubs, der mehr Frustration als Erholung bietet. Insgesamt zeichnet der Song somit ein Bild von einem Urlaub, der trotz aller äußeren Schönheit nicht die erhoffte Gelassenheit bietet.
Musik: Joachim Witt; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Joachim Witt; Backgroundgesang: Duesenberg; Leadgitarren: Karl Allaut & Bernd Roger; Keyboards: Werner Becker; Akustikgitarren: Harald Gutowski; Bass: Wolfgang Schleiter; Schlagzeug: Peter Franken; Arrangiert von Duesenberg & Werner Becker
3:26 Minuten
THIS TIME I’M IN IT FOR YOU thematisiert die Entschlossenheit und Hoffnung, die der Erzähler in eine Beziehung einbringt – ungeachtet der Unsicherheiten und Enttäuschungen, die das Leben bereithalten kann. Zu Beginn des Liedes wird die Unbeständigkeit des Wetters als Metapher genutzt: Pläne verlaufen oft anders als erwartet – ähnlich wie ein vorhergesagter sonniger Tag dennoch regnerisch sein kann.
Der Sänger beschreibt, dass er trotz der Möglichkeit des Scheiterns bereit ist, sich vollständig auf die Liebe einzulassen. Er betont, dass es verrückt erscheint, es erneut zu versuchen. Doch seine Entschlossenheit und der Glaube, dass er nichts verlieren kann, verleihen ihm Zuversicht. Der zentrale Refrain This time I’m in it for love, this time I’m in it to win verdeutlicht, dass er nicht nur die Liebe um ihrer selbst willen anstrebt, sondern auch eine dauerhafte und erfolgreiche Beziehung möchte.
Freunde des Erzählers raten zur Vorsicht, doch er ist entschlossen, dass diese Beziehung anders ist. Gemeinsam mit seinem Partner möchte er zeigen, dass ihre Liebe Bestand hat. Insgesamt vermittelt der Song eine starke Botschaft von Hoffnung und festen Überzeugungen in Bezug auf Liebe und Beziehungen – trotz der damit einhergehenden Herausforderungen und Risiken.
Musik & Text: Steve Pippin & Larry Keith; Gesang: Wolfgang Schleiter; Backgroundgesang: Duesenberg, Werner Becker, Rale Oberpichler & Antje Busch; Keyboards: Werner Becker; Schlagzeug, Percussion & Glocken: Peter Franken; Gitarren: Bernd Roger; Bass: Wolfgang Schleiter
4:01 Minuten
MASQERADE thematisiert die Oberflächlichkeit und Inszenierung gesellschaftlicher Anlässe, insbesondere von Partys. Der Text beschreibt, wie sich die Teilnehmer dieser Veranstaltung wie Puppen benehmen, gefangen in einem immer gleichen Muster aus Witzen und Unterhaltungen. Die stilvoll gekleideten Gäste, die sich am Pool versammelt haben, überdecken ihre Langeweile mit dem Glanz und Glamour des Abends.
Der Text hebt die Künstlichkeit dieser Veranstaltungen hervor, indem der Erzähler die Menschen dazu ermutigt, einen ehrlichen Blick auf sich selbst zu werfen. Er macht deutlich, dass alles Teil eines unechten Schemas ist, das durch das Klirren von Eiswürfeln in Gläsern und das Lachen der Starlets und wohlhabenden Männer untermalt wird. Diese Vergnügungen dienen lediglich dazu, die Monotonie des Lebens zu kaschieren.
Im Refrain wird die Party als Masquerade bezeichnet – ein Schauspiel, bei dem die fröhlichen Gesichter verblassen, sobald die Feier endet. Der Narrator fordert die Menschen auf, die Wahrheit hinter der Fassade zu erkennen und einzugestehen, dass sie lediglich versuchen, einem gesellschaftlichen Ideal zu entsprechen. Trotz innerer Leere und verborgener Traurigkeit wird angedeutet, dass Helden weitermachen müssen, um ihrem Image gerecht zu werden, auch wenn ihre Lebensgründe schwinden.
Insgesamt bietet der Song eine kritische Sicht auf gesellschaftliche Zusammenkünfte und die Maskerade sozialer Interaktion, indem er die Oberflächlichkeit und das Streben nach Anerkennung infrage stellt.
Musik: Harald Gutowski; Text: Harald Gutowski & Catherine Kayne; Gesang: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg; Keyboards & Synthesizer: Claus-R. Kruse; Bass: Dieter Horns; Akustikgitarren: Harald Gutowski; Schlagzeug: Peter Franken; Arrangiert von Duesenberg & Claus-R. Kruse
3:10 Minuten
HEROES befasst sich mit den Belastungen und Erwartungen, denen Helden ausgesetzt sind. Die Texte heben hervor, dass Liebe flüchtig ist und süße Träume schnell vergehen. Helden müssen so tun, als ob sie keinen Schmerz verspüren, selbst wenn alle gegangen sind. Der Text vermittelt, dass Helden weder weinen noch ihre Einsamkeit zeigen dürfen. Sie müssen ihre Kämpfe gewinnen und ihre Pflicht erfüllen, selbst wenn sie den Lebenswillen verlieren. Diese Widerstandsfähigkeit ist ein zentrales Merkmal ihrer Rolle. Der Song beschreibt außerdem die innere Stille und das Echo vergangener Liebe. Helden dürfen nicht zeigen, wie sehr sie leiden, sondern müssen ihre Kämpfe im Stillen führen. Zusammengefasst beschreibt der Song somit die Stärke und Einsamkeit des Heldendaseins. Trotz aller Herausforderungen und Verluste müssen Helden weitermachen und ihre Aufgaben erfüllen, ohne ihre Verwundbarkeit zu zeigen.
Musik: Wolfgang Schleiter; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg, Antje Busch & Rale Oberpichler; Keyboards: Werner Becker; Bass: Wolfgang Schleiter; Schlagzeug: Peter Franken; Akustikgitarren: Harald Gutowski
3:23 Minuten
HERE GOES THAT ROCK ’N’ ROLL AGAIN feiert die unvergängliche Energie und den Einfluss der Rock-’n’-Roll-Musik. Der Text erinnert an die Anfänge dieser Musikbewegung, die die Leidenschaft des Erzählers für Musik entfacht hat und bis heute in seiner Erinnerung lebendig bleibt. Trotz zahlreicher Versuche, den Musikstil zu verändern oder zu kritisieren, bleibt Rock ’n’ Roll in seiner Essenz unverändert und beständig. Im Text wird angesprochen, dass Kritiker behaupten, die Musik sei zu laut und schädlich, doch die Musiker und Fans lassen sich davon nicht beirren. Sie spielen und erleben die Musik mit einem unbeschwerten Geist, als würden sie mit dem Kopf in den Wolken schweben. Diese Ausgelassenheit und das Gefühl, das Rock ’n’ Roll vermittelt, sind unersetzlich und mitreißend. Im Refrain wird die Beständigkeit der Musik unterstrichen. Der Sänger ist entschlossen, Rock ’n’ Roll bis zum Ende seines Lebens zu singen. Egal, welche Herausforderungen oder Kritik auftauchen mögen – die Musik wird weiterleben und bleibt ein unverrückbarer Teil seines Lebens. Der Song ist eine Hommage an die zeitlose Kraft des Rock ’n’ Roll und die unaufhörliche Begeisterung, die er weckt.
Musik: Harald Gutowski; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg, Rale Oberpichler & Antje Busch; E-Gitarren: Peter Weihe; Bass: Dieter Horns; Streicher: Claus-R. Kruse; Schlagzeug: Peter Franken; Akustikgitarren: Harold Gutowski; Percussion: Harald Gutowski; Arrangiert von Duesenberg & Claus-R. Kruse
2:30 Minuten
YOU thematisiert die Oberflächlichkeit des gesellschaftlichen Lebens und die innere Leere, die damit einhergehen kann. Der Text beschreibt eine Person, die, obwohl sie von vielen Menschen umgeben ist und Zugang zu den angesagtesten Orten hat, innerlich mit Gefühlen der Einsamkeit und des Verlusts kämpft.
Die ersten Zeilen schildern das Bild einer beliebten Person, die ständig Anrufe erhält und die besten Clubs der Stadt besucht. Trotz dieses glamourösen Lebensstils wird angedeutet, dass diese äußere Anerkennung die innere Unzufriedenheit nicht lindert. Im Gegenteil: Es wird klar, dass die oberflächlichen Freunde und der gesellschaftliche Schein nicht von Dauer sind und am Ende nur ein Spiel darstellen.
Es wird das Gefühl der Isolation und Ernüchterung beschrieben, das sich einstellt, wenn die Partynächte enden und der Morgen kommt, an dem die Hauptfigur der Leere in ihrem Inneren gegenübersteht. Die metaphorisch verstreuten High Heels und die nutzlosen, schicken Kleider stehen für den Zerfall der glamourösen Fassade.
Der Song endet mit der Reflexion, dass die beschriebenen Erfahrungen möglicherweise nicht einzigartig sind. Es wird die Vorstellung aufgeworfen, dass es da draußen noch andere Menschen gibt, die ähnlich verloren sind wie zwei blinde Schiffe in einem stürmischen Meer. Diese Analogie unterstreicht das universelle Gefühl von Verlorenheit sowie die Suche nach echtem Verständnis und Verbindung.
Musik: Harald Gutowski; Text: Harald Gutowski & Catherine Kayne; Gesang: Harald Gutowski; Backgroundgesang: Duesenberg, Rale Oberpichler & Antje Busch; Keyboards: Claus-R. Kruse; Akustikgitarren: Harald Gutowski; Schlagzeug: Peter Franken; E-Gitarren: Peter Weihe; Bass: Wolfgang Schleiter; Arrangiert von Duesenberg & Claus-R.Kruse
4:14 Minuten
CAN’T GET THRU thematisiert die Suche nach Bedeutung und Verbindung in einer hektischen und überwältigenden Welt. Der Text beginnt mit der Vorstellung, dass jemand nach einer Lücke in der Zeit sucht, um einen Ausweg oder eine Form der Flucht zu finden. Die grellen Lichter und die unaufhaltsame Show symbolisieren eine Umgebung, die zugleich faszinierend und chaotisch ist und in der es schwerfällt, Halt zu finden.
Der Text deutet an, dass es eine gewisse Vertrautheit mit einer anderen Person gibt, als hätten sie sich schon einmal begegnet. Doch diese Person scheint in einem Betonlabyrinth gefangen zu sein. Dies spiegelt die Herausforderung wider, in einer urbanen und entfremdeten Umgebung den wahren Sinn des Lebens zu entdecken. Es wird angedeutet, dass das Leben mehr bieten sollte als nur Leiden oder Betäubung durch Drogen, wie das Bild des Purple Haze vermuten lässt.
Der Refrain Can’t get through bringt das Gefühl des Missverständnisses oder der Kommunikationsschwierigkeiten zum Ausdruck, als wäre die Nachricht verloren gegangen. Die Metapher von blinden Schiffen, die in einem Sturm auf See verloren sind, verstärkt das Gefühl der Orientierungslosigkeit und Unsicherheit bei der Suche nach Verbindung oder einem tieferen Verständnis.
Insgesamt vermittelt der Song ein Gefühl der Verlorenheit und des Strebens nach mehr als nur oberflächlichen Erlebnissen, während er die Schwierigkeiten und Verwirrungen beschreibt, die mit dieser Suche einhergehen.
Musik: Harald Gutowski; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Harald Gutowski & Joachim Witt; Akustikgitarren: Harold Gutowski; Leadgitarre: Karl Allaut; Backgroundgesang: Duesenberg; Schlagzeug & Percussion: Peter Franken; Keyboards: Werner Becker Bass: Wolfgang Schleiter; Arrangiert von Duesenberg & Werner Becker
4:04 Minuten
Bonustrack
DEEP IN THE RIVER bewegt sich musikalisch im Bereich des Deutschrock, Bluesrock und Post-Punk/New Wave. Der Song ist von einer melancholischen, fast schon düsteren und hypnotischen Grundstimmung geprägt. Er atmet die typische raue, urbane Atmosphäre der späten 70er Jahre.
Dominierend sind eine treibende, repetitive Basslinie und markante, oft leicht verzerrte oder sphärische Gitarrenriffs. Das Schlagzeug liefert dazu einen sturen, fast mechanischen Beat, der dem Song seinen hypnotischen Fluss verleiht.
Joachim Witts Stimme ist hier noch stark im klassischen, emotionalen Rock- und Blues-Stil verwurzelt – rau, leidenschaftlich und ausdrucksstark, ganz anders als sein späterer, eher unterkühlter Sprechgesang bei seinen Solo-NDW-Werken.
Der River dient als zentrale Metapher für das Leben, das Vergehen der Zeit, aber auch für das Eintauchen in tiefe Emotionen, Melancholie oder das Gefühl, von den Strömungen des Lebens mitgerissen zu werden.
Es geht um Sehnsucht, Vergänglichkeit und eine gewisse existenzielle Schwere. Der Text bleibt dabei bewusst ein wenig vage und poetisch, was die geheimnisvolle Stimmung des Liedes unterstützt.
Veröffentlicht auf dem gleichnamigen Album Deep in the River und hier als Bonustrack gilt der Song als Paradebeispiel für den anspruchsvollen Kraut- und Deutschrock der Übergangszeit.
Musik: Harald Gutowski; Text: Jay Hawker (Jürgen Tegge); Gesang: Harald Gutowski & Joachim Witt; Akustikgitarren: Harold Gutowski; Leadgitarre: Karl Allaut; Backgroundgesang: Duesenberg; Schlagzeug & Percussion: Peter Franken; Keyboards: Werner Becker Bass: Wolfgang Schleiter; Arrangiert von Duesenberg & Werner Becker
3:30 Minuten





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