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Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 4

Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 4
Der Mulatte

Mit höchster Eleganz gekleidet und mit einer Orchidee im Knopfloch, die sicher einen Louis d’or gekostet hatte, hatte sich der Graf von Cazalès soeben an den Baccara-Tisch des Cosmopolitan-Club am Boulevard des Italiens gesetzt. Nachdem er eine Zigarre angezündet hatte – eine jener Sorte, wie sie auch König Eduard VII. rauchte –, verkündete er mit weithin hörbarer Stimme: »Es liegen zweihundert Louis in der Bank!«

»Banco!«, rief sogleich eine Stimme aus dem hinteren Teil des Saales.

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Der Mythos Tempelritter – Teil 3.21

Mythos-Tempelritter

Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 200

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

278. Gottliebe

Im Jahre unseres Herrn 1074 wohnte in der Grafschaft Boulogne zu Longfort ein braver Ritter namens Hemfried mit seiner Frau Ogine. In ihrer Ehe hatten die beiden drei Töchter: Ogine, Adele und Godelieve (Gottliebe), die ihren Eltern an Tugend und Gottesfurcht in nichts nachstanden. Vor allen zeichnete sich jedoch die Jüngste, Gottliebe, als ein Vorbild an Heiligkeit aus. Sie liebte die Armen so sehr, dass sie ihnen alle Speisen und Getränke gab, deren sie habhaft werden konnte; nicht selten sparte sie sich selbst das Essen am Munde ab, um es den Bedürftigen zu bringen.

Der Hofmeister ihres Vaters war damit jedoch gar nicht zufrieden, da es häufig an Speisen fehlte, wenn Herr Hemfried sich zu Tisch setzen wollte. Er forschte nach, wo das Essen blieb, und als er erfuhr, dass Gottliebe es stets den Armen gab, passte er scharf auf, um Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 4. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
4. Kapitel
Der Einbruch in die Totengruft

Mitten im Park lag die Familiengruft der Dumbartons, ein alter, aus Quadersteinen errichteter Bau. Er wurde von einer Kuppel gekrönt, und einige Stufen führten zu dem schweren, mit Eisen beschlagenen Tor empor.

Eine schwarze Nacht lag über der Isle of Wight. Am Himmel zogen düstere Wolken und verhüllten Mond und Sterne. Das Meer rauschte und grollte, während es mit dumpf wütendem Brüllen gegen die Felsen schlug, die sich trotzig an der Nordküste der Insel erhoben.

Durch das Dunkel huschten soeben zwei Gestalten. Sie waren armselig gekleidet: Mit ihren um den Hals gewickelten Schals, ihren Weiterlesen

Hanno Berg – Samstagnachmittagskrimis

Willkommen zu den Samstagnachmittagskrimis

Ein ruhiger Samstagnachmittag. Die Woche liegt hinter euch, der Kaffee dampft in der Tasse, und draußen zieht die Welt entschleunigt vorbei. Es ist die perfekte Zeit für ein Verbrechen – oder besser gesagt: für zehn.

In seiner Sammlung Samstagnachmittagskrimis lädt Hanno Berg euch dazu ein, einen Blick hinter die Fassaden des Alltäglichen zu werfen. Seine Kurzgeschichten sind meisterhaft gewobene Schlaglichter auf das Menschliche, das Dunkle und das überraschend Abgründige. Sie brauchen keine hunderte Seiten, um Spannung zu erzeugen – oft reicht ein einziger Moment, eine falsche Entscheidung oder ein unscheinbares Detail, um ein ganzes Leben aus den Angeln zu heben.

Zehn Geschichten. Zehn Abgründe.

Das Foto

Der Bauunternehmer Alfred Henrich erzählt auf seiner Geburtstagsfeier vor seinen Schulfreunden stolz von einer großen Summe Bargeld im heimischen Tresor und wird noch am selben Abend in seinem Haus ermordet.

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