Archiv

Oberhessisches Sagenbuch Teil 48

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Werwolf in Sichenhausen

Noch heute, wenn eins beim Essen einen Faden spinnt, der kein Ende hat, sagt man spottweise: »Der hat einen Hunger wie ein Werwolf.« Arme Leute in Sichenhausen hatten einmal Brot gebacken und Mann und Frau trugen ihr Gebäck nach Hause. Sechs halbe Kuchen waren dabei gewesen. Wie sie aber daheim ankamen, fehlten ihrer vier, und noch dazu die schönsten. Die Frau tat dar über gar unsinnig.

Da sagte ein Nachbarkind: »Wisst Ihr, wer Euch das getan hat? Ich habe es wohl gesehen. Ein Ding, so groß wie Weiterlesen →

Sir Henry Morgan – Der Bukanier 40

Kapitän Marryat
Sir Henry Morgan – Der Bukanier
Aus dem Englischen von Dr. Carl Kolb
Adolf Krabbe Verlag, Stuttgart 1845

Vierzigstes Kapitel

Morgan und Modiford vergleichen Noten und kommen zu einer sehr trübseligen Melodie. Morgan neigt sich zur Rebellion. Modiford temporisiert und gerät zuletzt in die Schlinge.

Während sich die Leute also mit Zweifeln verwirrten und einem Wechsel entgegensahen, zeigte Sir Thomas Modiford in seinem Benehmen weder Besorgnis noch Unruhe. Er war allgemein beliebt, und seine große Blässe Weiterlesen →

John Sinclair Classics Band 37

Jason Dark (Helmut Rellergerd)
John Sinclair Classics
Band 37
Die Totenkopf-Gang

Grusel, Heftroman, Bastei, Köln, 29.01.2019, 66 Seiten, 1,90 Euro, Titelbild: Ballestar
Dieser Roman erschien erstmals am 05.10.1976 als Gespenster-Krimi Band 160.

Kurzinhalt:
Verdammt! Der Mandarin ist entkommen und untergetaucht! John Sinclair hat es nicht geschafft, ihn endgültig zur Strecke zu bringen.
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Der Wolfsbenjamin – Teil 1

Friedrich Gerstäcker
Der Wolfsbenjamin
Aus den Backwoods Amerikas

Teil 1

Es war im Fahr 1841, als ein junger deutscher Baron, ein Herr von Questen, die Hasenschlächtereien daheim satt bekommen hatte, und, mit einer Menge amerikanischer Jagdgeschichten im Kopf, den Entschluss fasste, im Herzen der dortigen Wildnis sein Glück zu versuchen und vor allen Dingen eine Quantität Bären, Wölfe und Puma zu schießen.

Mit seinem Jäger und reichlich mit den verschiedensten Gewehren und sowie mit genügend Munition versehen, umim schlimmsten Fall eine vierwöchige Belagerung aushalten zu können, schiffte er sich in Bremen nach New Orleans ein, nahm sich, dort angekommen, kaum Zeit, der Weltstadt auch nur einen flüchtigen Blick zu gönnen, und ging schon am nächsten Morgen wieder mit einem Dampfer stromaufwärts gen Litte Rock in Arkansas, wo er, recht mitten im dichten Wald, seine Tätigkeit Weiterlesen →

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 63

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Die Schatzgräber zaubern sich in die Karre.

Schatzgräbereien, denen der Hang des gemeinen Mannes zum Aberglauben und zur Begierde, ohne Mühe reich zu werden, noch immer einen so großen und leichten Spielraum gibt, sind desto gefährlicher, weil der anfangs Betrogene gewöhnlich bald darauf als Betrüger erscheint und sich dadurch wiederum schadlos zu machen sucht. Hievon ist folgende Geschichte Beweis.

Einer der Hauptkomplizen, ein Schuster aus Stralsund gebürtig, damals 35 Jahre alt, zeigte schon im Jahr 1775, Weiterlesen →