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Im Original Friedrich Gerstaecker

Gold Band 3 – Kapitel 5.1

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 5.1

Der Gefangene

Baron Lanzot merkte bald, dass der Amerikaner mit seinem alten Freund etwas zu bereden hatte, zu dem sie gerade keine Zeugen wünschten. Er nahm deshalb, als sie den Lagerplatz der Deutschen und den zornigen Justizrat verlassen hatten, sein Maultier wieder am Zügel und schritt voran in das Paradies hinab, die beiden im eifrigen Gespräch zurücklassend. Wohl hatte der alte Mann Ursache, dass er dann und wann bedenklich mit dem Weiterlesen

Gold Band 3 – Kapitel 4.3

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 4.3

Ordentliche Wege zu den verschiedenen Minen von hier ab – die einzige Hauptstraße ausgenommen – existierten, wie schon erwähnt, nicht, und die Karren mussten sich gewöhnlich ihre Bahn durch den Wald suchen, so gut oder so schlecht das eben gehen wollte. Gar nicht selten geschah es aber, dass sie dabei auf eine oder die andere Art zu Schaden kamen. So fanden unsere Wanderer auch die Trümmer eines kleinen Karrens, der da erst ganz kürzlich zusammengebrochen sein musste. Das Meiste davon war auch wohl schon ins Tal geschafft worden. Das Vorderteil desselben mit einem Rad lag aber noch dort, gerade hinter dem Stumpf eines gefällten Baumes.

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Geschichte eines Ruhelosen

Friedrich Gerstäcker
Geschichte eines Ruhelosen
Aus: Die Gartenlaube, Heft 16, S. 244–247, Herausgeber: Ernst Keil, Erscheinungsdatum: 1870, Verlag: Verlag von Ernst Keil, Erscheinungsort: Leipzig

Mein lieber Keil!

Sie verlangen von mir eine Art von Biografie zu meinem eigenen Bild, aber das ist eine gefährliche Arbeit. Soll ich mich selber denunzieren und eigenhändig bestätigen, dass ich ein Menschenalter hindurch einer der größten Herumtreiber gewesen bin, die es überhaupt gibt, und schon lange polizeilich eingesteckt sein würde, wenn ich mein »ungeordnetes« Leben nur auf einen kleinen Kreis beschränkt hätte, während ich es, im Gegenteil, nach Weiterlesen

Gold Band 3 – Kapitel 4.2

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 4.2

Dem Lauf des Baches folgend, wie ihm der Deutsche geraten hatte, richtete der Doktor nun seinen Weg, denn er vermutete nicht mit Unrecht, dass jener seine ihm doch nötigen Provisionen von dorther beziehen werde. Nach zwei Stunden eben nicht übereilten Marsches und einem ziemlich begangenen Pfad dabei folgend, erreichte er auch endlich ein kleines, von einem unternehmenden Yankee errichtetes Handelszelt. Dort erfuhr er denn, dass das Paradies noch etwa fünf Meilen entfernt läge und vom nächsten Bergrücken ein befahrener Weg hinüberführe.

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Gold Band 3 – Kapitel 4.1

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 4.1

Alte Bekannte

Einen alten Schiffsbekannten von uns haben wir lange aus den Augen gelassen: den Doktor Rascher, der schon vor Hetsons in die Berge abgegangen war, seinen botanischen Forschungen obzuliegen. Später dann, wenn er in dem blumenreichen Land »geerntet, wo er nicht gesät«, wie er meinte, gedachte er mit der ihm befreundeten Familie in jenem Minenstädtchen, nachdem ihr Ziel lag, wieder zusammenzutreffen.

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Gold Band 3 – Kapitel 3.3

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 3.3
Mr. Smith

Beckdorf, als der Flüchtigere der beiden, war Fischer um etwa zwanzig Schritt voraus. Mit der gehobenen Brechstange wollte er auch ohne Weiteres, nur dieser ersten Regung seiner Menschlichkeit folgend, mitten in die Schar der Wilden hineinspringen, als sich die ganze Masse derselben ihm entgegenwarf und fünfzig Pfeile, auf der gespannten Sehne ruhend, seine Brust bedrohten.

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