Archiv

Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 8

Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 8

Das Kartenspiel der Toten

Eine volle Stunde verging, in der der berühmte Detektiv kein einziges Wort an seinen Gefährten richtete. Dieser lehnte mit bleichem Gesicht und zitternden Gliedern an der Geheimtür, die in den unheimlichen Waggon führte. Während dieser Zeit bot Nick Carter seine gesamten geistigen Fähigkeiten auf, um jeden Zentimeter des Salonwagens akribisch zu untersuchen. Er arbeitete so methodisch, wie es seine Art war, bewahrte vollkommene Geistesgegenwart und ignorierte die stummen, grauenvollen Zeugen um ihn herum.

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Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel X, Teil 3

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel X, Teil 3

»Meine Herren, wissen Sie etwas Neues?«, rief in diesem Augenblick ein eintretender Kaffeegast den Anwesenden zu. »Soeben ist die Nachricht angekommen, dass sich ein furchtbares Unglück auf der Nordbahn zwischen Paris und Lille zugetragen hat. Ein Zug von dreißig Wagen ist von einem zwanzig Meter hohen Damm in tiefes Wasser hinabgestürzt; mehrere hundert Reisende sind ertrunken.«

Alle Anwesenden gaben Zeichen und Laute des Entsetzens von sich.

»So arg ist es gerade nicht«, murmelte Asmodi, »aber doch noch immer arg genug.«

»Haben Sie nähere Nachrichten?«, fragte der eben Eingetretene.

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Mörder und Gespenster – Band 1 – 22. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder

Kapitel 3

Am Abend desselben Tages blicken wir in das elende Kämmerchen, in dem die alte Frau Walter wohnt. In ihrem eigenen Bett, das die Grausamkeit des Sohnes ihr nicht hatte vorenthalten können und das noch von besseren Tagen zeugt, liegt die alte Frau. Sie atmet schwer und scheint bereit, jeden Augenblick vor ihren höheren Richter zu treten. Neben ihr auf einem Schemel sitzt das junge Mädchen, das sich ungefragt ihrer Pflege angenommen hat. Als elternlose Waise hatte sie schon seit einigen Jahren im Ort gedient. Da sie gerade ohne Stelle war, weihte sich das gute Geschöpf dieser freiwilligen Aufgabe. Sie verwandte ihr weniges Erspartes gern dazu, das Leid der Greisin zu lindern, der sie wie ein hilfreicher Engel erschienen war. Von ihrer eigenen Herkunft wusste sie nichts; sie war ein ausgesetztes Kind, das eine Bäuerin gefunden und dem Waisenhaus übergeben hatte.

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Varney, der Vampir – Kapitel 63

Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest

Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.

Kapitel 63

Die Gäste im Gasthof und die Geschichte vom toten Onkel

Wie Herr Marchdale – der dem Leser nun in seinem wahren Licht als Vertrauter und Helfershelfer von Sir Francis Varney erscheint – bereits zutreffend dargelegt hatte, war an jenem Abend eine neugierige und schwatzhafte Gesellschaft in jener Schenke zusammengekommen, in der sich jene schrecklichen Ereignisse abgespielt hatten, die wir bereits in aller Ausführlichkeit geschildert haben.
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Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 4

Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 4
Die Verhaftung

Zur großen Überraschung Harry Dicksons und zum unverkennbaren Entsetzen Mr. Bakers stellte sich heraus, dass Ali Pascha persönlich, der Polizeichef von Kairo, in Begleitung von vier bewaffneten Beamten erschienen war.

»Wo steckt Mr. Baker?«, herrschte Ali Pascha den Lehrling in barschem Ton an. Der Junge starrte fassungslos auf das Aufgebot der Gesetzeshüter.

»Er ist in seinem Arbeitszimmer; er hat Besuch«, stammelte er.

»Rufen Sie ihn sofort!«

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