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Die drei Musketiere 65

Alexander Dumas d. Ä.
Die drei Musketiere
7. bis 10. Bändchen
Historischer Roman, aus dem Französischen von August Zoller, Stuttgart 1844, überarbeitet nach der neuen deutschen Rechtschreibung

XXXII.

Das Gericht

Es war eine stürmische, finstere Nacht. Schwere Wolken jagten am Himmel hin und verschleierten den Glanz der Gestirne. Der Mond sollte erst um Mittemacht aufgehen. Zuweilen gewahrte man beim Schimmer eines Blitzes, der Weiterlesen →

Hannikel – 11. Teil

Christian Friedrich Wittich
Hannikel
oder die Räuber- und Mörderbande, welche in Sulz am Neckar in Verhaft genommen und daselbst am 17. Juli 1787 justifiziert wurde
Verlag Jacob Friderich Heerbrandt, Tübingen, 1787

Am folgenden Tag nach seiner Ankunft in Chur begleitete ihn der Sekretär Abiss auf hohen Befehl, vormittags um neun Uhr auf das Rathaus, wo sich das gesamte Tribunal schon versammelt hatte.

Nach wechselseitigen verbindlichen Komplimenten hielt der Kriminalpräsident und Stadtvogt von Chur, D. Bawier, eine Rede über die Gegenstände ihrer Zusammenkunft, worauf Schäfer kurz und bündig antwortete und sodann Weiterlesen →

Frank Tallis – Teuflischer Walzer

Frank Tallis – Teuflischer Walzer

Vor dem Beginn der eigentlichen Geschichte beschreibt der Autor in einem Vorspiel den Mord an Elisabeth, der Kaiserin von Österreich, der im September 1898 in Genf von einem italienischen Anarchisten namens Luigi Lucheni verübt wurde.

Dann beginnt im Wien des Jahres 1904 die eigentliche Geschichte. Während dort der Kaiser Franz- Joseph über Österreich und viele andere Ländereien herrscht, wird in einer ehemaligen Klavierfabrik, die niemand mehr bewirtschaftet, eine Leiche gefunden. Der Mann wurde durch einen Kopfschuss getötet und mit Säure übergossen, damit man ihn nicht auf Anhieb identifizieren kann.

Vor dem Toten, der auf einem Stuhl sitzt, hat man drei Stühle in Reihe aufgestellt, sodass die Vermutung Weiterlesen →

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 45

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Burg Quästenberg

Dort, wo die goldene Aue, ein Landstrich, der sich schon vor vielen hundert Jahren durch seine Fruchtbarkeit und durch den Wohlstand seiner Städte auszeichnete, den Harz streift und der Kyffhäuser die Grenze derselben bildet, erheben sich einige Berge, zwischen denen hindurch eine enge Schlucht weiter ins Gebirge führt. Folgt man diese, so erblickt man bald eine einsam gelegene Anhöhe, die von den übrigen Bergen fast verdeckt ist.

Auf dieser Anhöhe erhob sich vor langen Jahren eine Burg, deren Äußeres schon das Räubernest verriet und deren Benennung Finsterberg dem Zweck, dem sie diente, entsprach. Hohe Mauern umschlossen das finstere Weiterlesen →

Die Inquisition zieht ein Mädchen, die an Halluzinationen und ekstatischer Verzückung leidet, vor Gericht. (1511)

Die Inquisition zieht ein Mädchen, die an Halluzinationen und ekstatischer Verzückung leidet, vor Gericht. (1511)
Aus: Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten. Nach dem Französischen des Calmeil. Bearbeitet von Dr. Rudolf Leubuscher. Halle. 1848

Ein Mädchen aus Salamanca hatte sich mit solcher Inbrunst den gottesdienstlichen Übungen ergeben, dass sie dadurch verwirrt wurde und an Sinnestäuschungen litt. Sie behauptete, Christus und die heilige Jungfrau fortwährend vor sich zu sehen, und unterhielt sich mit ihnen. Sie trug die Kleidung des Ordens der Dominikaner und gab sich für die Frau von Christus aus. In der festen Überzeugung, dass die heilige Jungfrau sie überall hin begleite, blieb sie an allen Türen stehen, als ob sie einen anderen vorangehen lassen wollte, und versicherte, die Mutter Gottes fordere sie jedes Mal auf, voranzugehen, weil sie Gottes Gemahlin. Demütig aber weigerte sie sich Weiterlesen →