Sammlung bergmännischer Sagen Teil 41
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Schauernovellen – Der Teufelsvertrag, 1554
Ferdinand Kleophas
Schauernovellen Band 1
Verlag Franz Peter, Leipzig 1843
Der Teufelsvertrag, 1554
Könnte ich sie nur einen Tag, eine Stunde, ach nur einen Augenblick in meine Arme drücken, gern wollte ich dann sterben.
Alles verkündete ein nahes, furchtbares Gewitter. Schwere, schwarze Wolken bedeckten den Himmel. Man atmete nur eine warme Luft und die einzigen Gegenstände, die man in einer tiefen Dunkelheit erkennen konnte, waren Lichter, die in den Fenstern des Schlosses Anet glänzten.
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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 8
Am achten sahen wir zum ersten Mal einen Grizzlybären, ein großes wildes, furchterregendes Tier, das klügste, mächtigste und am meisten gefürchtete aller nordamerikanischen Vierbeiner. Wir werden an anderer Stelle Gelegenheit haben, Beispiele der Tapferkeit, Schlauheit und des Mutes dieses bemerkenswerten Tieres hervorzuheben, und werden in ihrem richtigen Zusammenhang einige der vielen Anekdoten darüber erzählen, die unter den Indianern und Trappern der Rocky Mountains gegenwärtig sind. Der Bestand davon nimmt ständig zu, während das Abenteuer weitergeht und sich Tier und Mensch in gegenseitigem Streit begegnen. Der, den wir sahen, war in einiger Entfernung und sah fast so groß wie ein Büffel aus, für den er selbst von erfahrenen Jägern gehalten wurde.
Wir überquerten am elften den Platte River noch einmal bei den Red Hills, zwei hohe, kirschrote Felsbrocken, getrennt durch den Fluss, der hier nach Süden abfällt. Am folgenden Tag verließen wir den Platte sowie die Black Weiterlesen
Diane Teil 2 – Kapitel 2
Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil
Zweites Kapitel
Die drei Vettern
Wir wollen diesen deutschen Sonderling näher ins Auge fassen. Es ist derselbe, an den der Baron von Brisson, der Neffe der Fürstin, jenen Brief schrieb, welchen Simeon für Judith entwendete, und aus welchem sie so wenig Weiterlesen
Der Spion – Kapitel 18
Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893
Kapitel 18
Der Gast im Lager
In Kansas City war es, wo Oliva und Nicodemo sich von Lydia Rutherfield und dem Captain Durlach trennten. Ihre Pferde und Feldausrüstung hatten sie den beiden jungen Otoe anvertraut, die ihr vorläufiges Unterkommen bei den in der Nachbarschaft ansässigen Kansas-Indianern fanden. Zugleich waren sie dahin verständigt worden, ihre Bewegungen von den Ratschlägen des Captains abhängig zu machen.
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