Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 50. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegel kauft ein Pferd und bezahlt es nur halb.
ulenspiegel reiste von Wien durch Tirol in sein Vaterland zurück und kam endlich nach Hildesheim. Hier traf er einen Pferdehändler, welcher ihm ein Pferd anbot. Eulenspiegel ließ sich gleich mit ihm in Unterhandlung ein und fragte, wie viel er für das Pferd haben wollte. Der Pferdehändler forderte fünfundzwanzig Gulden, und Eulenspiegel bot ihm vierundzwanzig Gulden, mit der Bedingung, dass er ihm jetzt zwölf Gulden bezahlen und die andern zwölf schuldig bleiben wolle.
Und der Pferdehändler sprach: »Nimm das Pferd hin.«
Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 9
Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793
Eine Anekdote aus eigener Erfahrung
Ich hatte einen Anverwandten, der mich sehr liebte, und den ich mit jedem Jahr des Sommers wenigstens auf einige Monate besuchen musste. Sein Umgang schon war nicht gemeine Unterhaltung. Es war ein liebenswürdiger Alter, der viel Menschenkenntnis, viel Erfahrung besaß und die seltene Gabe hatte, auch zu Jüngeren sich herabzulassen.
So oft ich kam, sah ich, dass er recht geflissentlich darauf ausging, mich mit den ausgesuchtesten Vergnügungen Weiterlesen
Abenteuer des Captains Bonneville 07
Washington Irving
Abenteuer des Captains Bonneville
oder: Szenen jenseits der Felsengebirge des fernen Westens
Verlag von J. D. Sauerländer. Frankfurt am Main, 1837
Sechstes Kapitel
Sublette und seine Schar. Robert Campbell. – Captain Wyeth und eine Gruppe Down-Easters. Eine Yankeeunternehmung. Fitzpatrick. Sein Abenteuer mit den Blackfeet. – Ein Sammelplatz der Gebirgsjäger. Das Gefecht in Pierre’s Hole. Ein indianischer Hinterhalt. Sublettes Rückkehr.
Indem wir den Captain Bonneville mit seiner Schar im befestigten Lager im Green River Valley verschanzt lassen, Weiterlesen
Detektiv Schaper – Das stille Haus – 1. Kapitel
M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus
1. Kapitel
Hildegard Börmer war sofort nach Beendigung der Literaturstunde, die vom spindeldürren Fräulein Wallner mit einer die Aufmerksamkeit der jungen Damen nicht gerade fördernden Trockenheit und Einseitigkeit abgehalten wurde, in den großen Park hinabgeeilt, der sich ein Stück an der Elbe entlangzog und in dem es so viele lauschige Winkelchen und Plätzchen gab. Diese waren sämtlich unter die Zöglinge des Töchterpensionats der Frau verwitweten Frau Major Agathe von Queisner infolge gütlichen Übereinkommens verteilt worden, Besitzrechte, die allgemein respektiert wurden, sodass jeder der knospenden Mädchenblüten Gelegenheit gegeben war, während Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 11/2018
Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch den Schönsten aller Revolverhelden?
Der Typus des Revolvermannes im Wilden Westen war genauso vielzählig wie die Schar dieser sehr speziellen Spezies.
Es gab Milchgesichter wie Henry McCarty, aka Billy the Kid, vierschrötige, dumm-brutale Mörder wie Black Jack Ketchum oder Rufus Back und eitle Dandys, von denen Wild Bill Hickok wohl der Bekannteste war.
Und dann gab es noch King Fisher, den Schönling, den Schönsten aller Schönen aus der Gilde der Männer mit dem schnellen Colt.
Er war schlank, sah in der Tat gut aus und wirkte mit seinem gepflegten Schnurrbart fast unwiderstehlich auf die Weiterlesen

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