Download-Tipps

Marshal Crown – Band 35

Archive

Folgt uns auch auf

Im Original Gottfried Immanuel Wenzel

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 8

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Die Geliebte in einem Zuber Wasser

Einen meiner Freunde hatte der kleine lose Amor recht gefährlich verwundet.

Tief war der Pfeil des schalkhaften Schützen in das Herzchen des jungen Mannes gedrungen; so tief, dass er ihn aus der Wunde zu ziehen nicht vermochte. Wo ich ging und stand, war der Liebeskranke um mich und seufzte mir Elegien vor. Hatte ich Papiere auf dem Tisch liegen lassen, so waren sie gewiss, ehe ich mich versah, mit dem Namenszuge der Geliebten bezeichnet. Er kaufte Vögel, und lehrte sie seine Dulcinea nennen. Im Traum sprach er Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 7

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Eine sehr einfache Methode, Geistererscheinungen zu bewirken

Unter den vielen Methoden, nach welchen man Geistererscheinungen zu bewerkstelligen pflegt und die man in älteren und neueren Schriften der Physiker liest, findet man nur wenige, die so geartet wären, dass sie am jeden Ort ohne viele Vorbereitung und ohne großen Aufwand wirklich ausgeführt werden könnten. Die meisten sind entweder zu kostbar oder mit mancherlei Schwierigkeiten verbunden und kostspielig zugleich. Der gegenwärtigen Methode kann man keinen dieser Einwürfe im Grunde machen. Ihr Apparat ist einfach; die Kosten sind mäßig; sie Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 6

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Der Geist meines Sohnes

Bester Freund!

Einen Brief wie dieser, erwarten Sie wohl von mir nicht. Ich habe meinen Sohn gesehen und gesprochen. Wie dieses möglich war, wie dieses wirklich geschehen konnte, ohne Apparat, ohne Maschinenwerk, bloß mittelst einiger rauchenden Kräuter geschehen konnte. Dies Problem sei eine Aufgabe für Ihre Philosophie. Vernehmen Sie den Hergang der Sache. Sie wissen, dass ich gleich nach dem Tod meines geliebten, hoffnungsvollen Sohnes, des Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 5

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Die Brautnacht ohne Braut

Die Verlobten beschlossen die Trauung auf dem Land bei einem guten Freund zu vollziehen. Das Gut des Freundes war eine halbe Tagreise von der Residenz entfernt.

Man fuhr mit anbrechendem Tag ab. Es war ein herrlicher Morgen. Der Gesang der Vögel, die leblose schöne Natur, der Purpur des Morgenrots, die aufgehende Sonne, alles dies wirkte in das liebende Paar mächtig stark und erhöhte nur noch mehr die ohnehin schön gespannten Saiten der fühlenden Herzen. Jüngling und Mädchen Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 4

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Die wunderbare Sandale

In einem derjenigen Reiche, wo Lamas, Fakire, Bonzen und Derwische mit dem ewigen zugleich auch das zeitliche Beste der Menschen besorgen und Verstand und Güter derselben gefangen halten, in einem solchen Reich, lebte ein Ehepaar schon mehrere Jahre, ohne einen Erben seines Namens neben sich aufwachsen zu sehen.

Der Geschichtsschreiber, dem ich dieses Geschichtchen abborge, versichert in einer Anmerkung hoch und teuer, dass die Schuld nicht an der Frau Gemahlin liege, und aus dem Bild, das er von ihr aufstellt, erhellt, dass seiner Weiterlesen

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 3

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Die redenden Büsten

Lieber Freund!

Endlich einmal erhalten Sie ein Briefchen von mir, worauf ich nicht wenig stolz bin; ein Briefchen mit einem Beitrag zu Ihrem Buch. Hören Sie!

Verflossenen Sommer lud mich mein alter lieber Spießgeselle, der wackere Rennsdorf auf sein Landgütchen. Weiterlesen