Aus dem Wigwam – Das Paradies der Tetonen
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880
Das Paradies der Tetonen
enn man an einem sternenhellen Abend im Monat des Blätterwelkens seine Augen zur Gegend des Jägersterns (Nordstern) und des ewigen Schnees richtet, wird man den Himmel oft mit einer zarten Röte, ähnlich der Röte auf den Wangen einer Jungfrau, wenn der Name ihres Geliebten erwähnt wird, geschmückt sehen. Auch wird der aufmerksame Beobachter dann und wann ein geheimnisvolles halb unterdrücktes Lachen hören und zuweilen auf die lustigen Gestalten der froh Lachenden, die in der Umgebung der Sterne ihre freudenvollen Tänze aufführen, bemerken. Dieser Anblick erfüllt die Brust des Indianers stets mit der höchsten Freude, denn er glaubt, die Geister seiner verstorbenen Freunde zu sehen, die sich dort oben in ihren Lieblingsspielen ergehen.
Deutsche Märchen und Sagen 31
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
31. Vom Schellfisch
Es ist jedermann bekannt, dass Sankt Peter ein gewaltiger Meister im Fischen war. Eines Tages nun hatte er lang gefischt und nichts gefangen bis zum letzten Zug, da hatte er das Netz ganz hagelvoll. Er warf die Fische heraus, den einen vor, den anderen nach und schmiss sie in seinen Eimer. Einen und zwar den Letzten konnte er aber lange nicht bekommen, denn der sprang so schnell hin und wieder, dass es fast unmöglich war, ihn zu erwischen. Endlich aber gelang es Sankt Peter doch, ihn oben am Rückgrat mit Daumen und Zeigefinger zu packen.
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 30
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Ängstliches Gespensterwinseln
Ich lebte einst zu B. und wohnte im linken Flügel eines ziemlich großen Gebäudes, das seiner Lage und inneren Einrichtung nach sehr grauenvoll war. Des Nachts befand ich mich in diesem Flügel ganz allein. Mehrere Zimmer umgaben meine Stube, die ich jedoch alle öffnen konnte, außer ein kleines Kabinett, worin sich eine Registratur befand und welches zunächst an meine Schlafkammer und den Vorsaal meiner Stube grenzte, war verschlossen und der Eigentümer desselben schon seit mehreren Jahren tot. Mein Wohnzimmer, insbesondere aber das Weiterlesen
Der Detektiv – Die Jagd auf einen Namen – 3. Kapitel
Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Jagd auf einen Namen
3. Kapitel
Nach einer Stunde erschien der Sanitätsrat, ein mittelgroßer Herr mit graumeliertem Bart und goldenem Kneifer auf der etwas verdächtig rot schimmernden Nase. Harst empfing ihn in meiner Gegenwart im Bett.
»Herr Sanitätsrat, ich bin gesund wie ein Fisch im Wassers«, sagte er. »Ich brauche Sie aber, um ungesehen, besser unerkannt, das Haus verlassen zu können, das fraglos scharf bewacht wird. Auf Ihre Verschwiegenheit Weiterlesen
Die drei Musketiere 27
Alexander Dumas d. Ä.
Die drei Musketiere
4. bis 6. Bändchen
Historischer Roman, aus dem Französischen von August Zoller, Stuttgart 1844, überarbeitet nach der neuen deutschen Rechtschreibung
XI.
Die Frau von Athos
»Wir müssen uns nun noch Kunde von Athos verschaffen«, sagte d’Artagnan dem munter gewordenen Aramis, als er ihn von dem, was seit ihrer Abreise in der Hauptstadt vorgefallen war, in Kenntnis gesetzt, und nachdem ein Weiterlesen

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