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Deutsche Märchen und Sagen 31

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

31. Vom Schellfisch

Es ist jedermann bekannt, dass Sankt Peter ein gewaltiger Meister im Fischen war. Eines Tages nun hatte er lang gefischt und nichts gefangen bis zum letzten Zug, da hatte er das Netz ganz hagelvoll. Er warf die Fische heraus, den einen vor, den anderen nach und schmiss sie in seinen Eimer. Einen und zwar den Letzten konnte er aber lange nicht bekommen, denn der sprang so schnell hin und wieder, dass es fast unmöglich war, ihn zu erwischen. Endlich aber gelang es Sankt Peter doch, ihn oben am Rückgrat mit Daumen und Zeigefinger zu packen.

»Du bist mir ein Schelmfisch«, sprach er, »ein wahrer Schelmfisch, den Namen verdienst du und sollst ihn behalten.«

Von der Zeit an hieß man den Fisch Schelmfisch oder auch Schellfisch. Zum Wahrzeichen von der Echtheit dessen, was ich euch hier sage, sieht man noch heutzutage den Daumen Sankt Peters oben auf dem Rücken des Fisches. Wer es nun trotzdem nicht glauben will, der kann es bleiben lassen.

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