Allerhand Geister – Die harte Kur – Kapitel VI
Allerhand Geister
Geschichten von Edmund Hoefer
Stuttgart. Verlag der I. G. Cotta’schen Buchhandlung. 1876
Die harte Kur
VI.
Als er aus dem Zimmer in den angrenzenden Saal trat, der dasselbe von den anderen, geräuschvollen Räumen des Hauses trennte, kam ihm seine Schwiegermutter entgegen.
»Ich hörte Fröbel eben das Anspannen bestellen«, sagte sie. »Ist es wirklich Ihr Ernst, lieber Willmann …«, fuhr sie Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 35
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
35. Die Schlange am Hals
Es war einmal eine Mutter, die hatte ihrem Sohn all ihre Güter übergeben, dachte, er wäre fromm und brav und würde wohl mit ihr handeln. Ja, man soll sich aber nicht eher austun, bis man schlafen geht. Als der Sohn alles hatte, nahm er sich eine Frau und da konnte die arme Mutter laufen. Einmal saß er mit seiner Frau am Tisch und hatte ein gebratenes Hühnchen vor sich stehen, da klopfte die Mutter an der Tür.
Da rief er schnell seinen Knecht und sprach: »Setz das Huhn in die Kiste da, bis die Alte weg ist.«
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Aus dem Wigwam – Vom Donnerkeil
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vom Donnerkeil
in Krieger vom Konsastamm wurde einst auf einer Prärie von einem starken Gewitter überrascht, gegen das er sich nicht zu schützen wusste. Er fiel ohnmächtig nieder und blieb eine Zeit lang besinnungslos liegen. Als er wieder zu sich kam, sah er einen Donnerkeil neben sich liegen. Nicht weit davon stand ein Pferd. Er hob den Keil auf und schwang sich auf das Pferd. In der Eile hatte er sich jedoch verkehrt darauf gesetzt. Im Augenblick durchflog er Ebenen, Wälder, Wüsten, Berge und wurde zuletzt am Fuß des Felsengebirges abgeworfen. Er hatte mehrere Monate zu reisen, bis er wieder bei seinem Stamm eintraf.
Ein anderer Indianer fand einst einen Donnerkeil mit zwei wunderschönen Mokassins dabei. Er glaubte wunder, was er Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 27
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Das Schlossfrauchen auf Ulrichstein
In den Trümmern des Mulsteiner Schlosses spukt es seit vielen Jahren. Auch heute noch kann man sich in Acht nehmen. Man soll dort mittags eine lange weiße Gestalt auf- und abgehen sehen. Das ist das Schlossfrauchen. Viele wollen auch sein Gewimmer gehört haben. Wenn in der Stadt die Kinder nicht gehorchen wollen, macht man ihnen Angst und sagt: »Seid still oder das Schlossfrauchen kommt!«
Der schlafende Schäfer vor dem Merlauer Schloss
In der heiligen Adventszeit ging einer der alten Schäfer von Merlau vor dem Schloss her und konnte es sich gar nicht deuten, Weiterlesen
John Sinclair Classics Band 26
Jason Dark (Helmut Rellergerd)
John Sinclair Classics
Band 26
Die Geisterhöhle
Grusel, Heftroman, Bastei, Köln, 28.08.2018, 66 Seiten, 1,80 Euro, Titelbild: Ballestar
Dieser Roman erschien erstmals am 30.12.1975 als Gespenster-Krimi Band 120.
Kurzinhalt:
Der Sage nach wurde vor Jahrhunderten ein Dämon in eine verlassene Höhle verbannt. Neben dem Fluch, der auf ihm lag, sollte auch ein großes Kreuz am Ausgang seiner Gruft die Mächte des Bösen fernhalten.
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