Archiv

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 43

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

43. Wie Rübezahl Spötteleien bestraft.

Es sind allerdings keine Tugenden, den Mund zum Rauchfang und die Nase zum Abtritt zu machen. Wenn es auch alle Fürsten in ganz Deutschland täten, so sollten wenigstens heutzutage verständige Eltern und pflichtgetreue Lehrer darauf sehen, dass so etwas bei der lieben Jugend nicht geschehe, und sollten also gegen Rauchen und Schnupfen des Tabaks sänftiglich wirken.

Weiterlesen →

Elbsagen 22

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

22. Der Nonnenstein bei Weißig

Gegenüber der Bastei befindet sich in der Nähe des Dorfes Weißig der sogenannte Nonnenstein, der sich wie ein vierseitiger, mehrere Stockwerke hoher Turm ohne Dach gerade in die Höhe erhebt und sich durch diese sonderbare Gestalt von allen übrigen Felsenhöhen unterscheidet. Auf seinem Gipfel ist eine Aushöhlung zu sehen, die einer Schale oder einer Schüssel ähnlich ist. Seinen Namen soll der Felsen daher haben, dass vor vielen Jahren Weiterlesen →

Die Gespenster – Zweiter Teil – Zweiundfünfzigste Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil

Zweiundfünfzigste Erzählung

Rousseaus Teufelsbeschwörung zu Charmettes

Während Rousseaus Aufenthalt zu Charmettes beschäftigte er sich unter anderen auch mit der Sternkunde. Ich würde, schreibt er, an diesem Teil der Wissenschaften Geschmack gefunden haben, wenn ich Instrumente gehabt Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 36

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

36. Ich liege im Säckelchen.

Es war einmal ein Mädchen, das hatte ein kleines Kreuzbildchen, welches es oft küsste. Einmal tat es dasselbe in ein Säckelchen und legte es in das Stroh seines Bettchens. Morgens hatte es aber vergessen, wo es mit dem Kreuzchen geblieben war. Es suchte und suchte und konnte es nicht finden. Da ging es in die Kirche an den Altar, worauf ein großes Kreuz stand, und bat das, es möchte ihm doch sein kleines Kreuzchen wiedergeben. Dabei weinte es, dass es ein steinernes Herz hätte erbarmen mögen.

Weiterlesen →

Detektiv Schaper – Das stille Haus – 3. Kapitel

M. v. Neuhof
Detektiv Schaper
Das stille Haus

3. Kapitel

Als Edgar Bornemann mittags gegen ein Uhr seine Wohnung betrat – sie bestand aus der ersten Etage eines vornehmen, in der Tiergartenstraße gelegenen Hauses, das er von seinem Vater, einem durch Grundstücksspekulationen zu Reichtum gelangten Bauunternehmer, geerbt hatte -, meldete ihm der Diener, dass ein Herr im Salon auf ihn warte, und reichte ihm gleichzeitig die Karte des Besuchers.

»Fritz Schaper, Schauspieler«, stand darauf.
Weiterlesen →