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Sagen der mittleren Werra 106

Möhra im Dreißigjährigen Krieg

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges soll die Pest in Möhra und der Umgebung so arg gehaust haben, dass der Ort, der vor dem Krieg weit größer gewesen war als jetzt, fast ganz verwaist war und die Felder nicht bebaut werden konnten. Damals kam auch ein Haufen fremden Kriegsvolks ins Dorf; dieser konnte hier nicht einmal einen Boten nach dem nahen Werratal auftreiben.

Nach langem Suchen fanden sie endlich in der Nähe einen jungen Menschen, der auf der Wiese beschäftigt war. Sie zwangen ihn, ihnen den Weg an die Werra zu zeigen. Der Bursche gedachte bald zurückzukehren und hing seine Sense einstweilen an den erstbesten Weidenbaum am Wege, als er mit dem Kriegsvolk von dannen zog.

Das Kriegsvolk aber steckte ihn unter das Regiment und nahm ihn mit weit hinaus ins Reich. Nach sieben Jahren erst gelang es ihm auszureißen. Als er in die Nähe seiner Heimat kam und den Platz sah, wo er dem Haufen in die Hände gefallen war, gedachte er auch seiner Sense – und siehe, sie hing noch an demselben Ast, an dem er sie vor sieben Jahren aufgehängt hatte.

Vom wütenden Heer zu Möhra

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Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 2

Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 2
Lebendig oder tot!

Einige Tage vor dieser Szene war ein großer brasilianischer Edelmann, der Herzog von la Riviera, mit schmerzverzerrtem Gesicht zum Chef der Sicherheitspolizei in Paris gekommen, um eine ungeheuerliche und höchst geheimnisvolle Geschichte zu erzählen.

Er hatte eine Tochter namens Carmencita, die kaum sechzehn Jahre alt und von so umwerfender Schönheit war, dass niemand sie erblicken konnte, ohne sich in sie zu verlieben; Augen wie schwarzer Samt, ein Teint wie ein reifer Granatapfel und so elegante, vollkommene Formen, dass sie den berühmtesten Meisterwerken an Perfektion in nichts nachstand.

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Das Geheimnis zweier Ozeane – Erster Teil – Kapitel 5.2.

Grigori B. Adamow
Das Geheimnis zweier Ozeane
Ein wissenschaftlich-phantastischer Roman
Originaltitel: Тайна двух океанов
Erster Teil
Ein außergewöhnliches Schiff
Kapitel 5.2.
Kursänderung – Fortsetzung

Alle blickten den Kapitän schweigend und voller Erstaunen an.

»Wir laufen nicht nach Gibraltar?«, fragte der Zoologe verwundert.

»Was ist los?«, fragte Gorelow mit Befremden und einer gewissen Ratlosigkeit.

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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 21

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 6

So weit von der letzten Vorstadt Brooklyns entfernt, dass man nichts mehr von dem geräuschvollen Leben spürte, lag in idyllischer Gegend auf einem Hügel Hartungs Windmühle. Aber ringsherum ist sumpfiges Land, des Anbaues nicht wert. Erst wenn es dem Besitzer gelang, den Boden zu entwässern, dann konnte er aus seinem vielen Grund und Boden Geld schlagen, und zu diesem Zweck hatte er bereits überall Gräben angelegt, welche immer mit einem schwarzen Morast angefüllt waren.

Neben der klappernden Mühle stand eine einsame Sykomore, und im Schatten derselben lag ein Mann. Wir erkennen ihn sofort wieder: Es ist Kapitän Flederwisch. Er wartet auf die Rückkehr des Müllers, seines Bankiers, welcher mit Frau und Kind in die Stadt gegangen war.

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Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 11

Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 11
Bei den Viliganten

Jeden Moment hätte der Dampf-Mann in die Reihen der Vigilanten stürmen können. Es wäre ein großer Erfolg gewesen, denn Cliff wäre nun in ihrer Gewalt, und der Weg, Jim Travers vor dem Galgen zu retten, wäre geebnet. Aber es sollte nicht sein. Der Bösewicht war zwar eingestiegen, doch wie der schlaue Kerl, der er war, hatte er sich unbemerkt auf den Boden des Wagens gelegt. Er hatte alles beobachtet, und als er sah, dass der Dampf-Mann sicher entkommen würde, wusste er, dass nur eine verzweifelte Aktion ihn jetzt noch retten konnte.

Während Frank und Barney an ihren Posten beschäftigt waren, machte er einen blitzschnellen Sprung zur Käfigtür. Unglücklicherweise hatte Barney sie nicht verriegelt. Ein kurzer Warnschrei kam von Bessie, doch es war zu spät. Der Bösewicht riss die Tür auf und sprang hinaus. Er überschlug sich den Abhang hinunter – teilweise absichtlich, um den Kugeln auszuweichen, Weiterlesen →