Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten – Teil 5.2
Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten
Memoiren eines Scharfrichters aus den Zeiten des Mittelalters
Herausgegeben von Wilhelm von Chézy
Benzs Ausfahrt 2. Teil
Nie hatten die Mauern der Abdeckerei einen so trübseligen Bewohner umschlossen wie den jungen Nürnberger. Vor Unlust und Heimweh vergingen ihm Essen, Trinken und Schlafen. Bald wandelte er wie ein hohläugiges Gespenst umher. Er mied die Gesellschaft seiner neuen Gefährten und schien sich nur in der Einsamkeit wohlzufühlen. Nach vielen vergeblichen Aufmunterungsversuchen überließen die anderen ihn schließlich gern seiner Abgeschiedenheit, da sie meinten, dass mit dem mürrischen Burschen nichts anzufangen sei.
Als er eines Abends nach Feierabend im kleinen Garten hinter dem Haus seinen Gedanken nachhing, trat die Frau seines Meisters in ihrer Kammer vor den Spiegel aus hell geschliffenem Stahl. Sie kämmte und lockte ihr Haar sorgfältig, wusch sich das Gesicht Weiterlesen
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 34
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
VIII. Hirschberg und Umgebung
14. Das städtische Goldbergwerk
Um 1569 besaß Hirschberg ein eigenes Goldbergwerk beim Dorf Grunau. Die einheimischen Bauern verjagten die Bergleute jedoch mehrfach, da diese ihren Grund zerstörten. Im Dreißigjährigen Krieg verschütteten und ebneten sie die Schächte schließlich vollständig, sodass der genaue Ort heute vergessen ist.
Bettgenosse aus der Hölle
Larry Moore
Bettgenosse aus der Hölle
Mitten in der Nacht erwachte Leona in jenem alten, dunklen Haus – nur um festzustellen, dass ihr Bett von einem Wesen heimgesucht worden war, dessen grauenhafte Gelüste nicht von dieser Welt waren!
Als Leona in die gelb gefleckten, achatfarbenen Augen von Talbot Rhone aufblickte, war ihr, als ergriffe ein eiskalter Griff ihr Herz.
»Du wirst mich also nicht heiraten?«, sagte er mit sonderbarer, gepresster Stimme. »Du bestehst darauf, in dieses unheimliche alte Haus zu ziehen?«
»Ich habe dir immer gesagt, dass ich dich nicht heiraten kann, Talbot. Und ich werde ganz sicher in das behagliche Heim ziehen, das ich geerbt habe«, entgegnete sie bestimmt.
Ihr Entschluss stand fest, obwohl sich die Kälte von ihrem Herzen weiter über ihren gesamten Körper ausbreitete.
Der Detektiv – Band 32 – Der sprechende Kopf – Kapitel 3
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der sprechende Kopf
Kapitel 3
Die Riesenplakate
Die Kammer war völlig dunkel. Als ich hörte, dass der Posten, den Chatarsan vor die Tür gestellt hatte, draußen im Gange sich laut mit einem anderen Manne unterhielt, flüsterte ich Harst zu: »Wozu das alles? Ich begreife Dich nicht!«
»Hast du den Blick und das Lächeln gesehen?«, lautete seine Antwort. »Chatarsan glaubt, einen guten Fang gemacht zu haben. Ich hoffe auf einen noch besseren! Warte nur ab, mein Alter. In dieser Nacht noch sind wir frei. Und dann … dann werden wir unsere Eugenie samt Anhang bald am Wickel haben!«
Al Capone – Band 46
Al Capone
Band 46
Capone gegen KKK
1. Kapitel
Das Gespensterhaus
In einer Entfernung von ungefähr zwölf Kilometern von Chicago beginnen die ersten Ausläufer eines großen Höhenzuges, der von Eichen und Tannen bewachsen ist.
In diesem Gebirge zieht sich ein meilenlanges Tal hin, in das die Sonne fast nie hineinscheint und das infolgedessen ein düsteres Aussehen hat. In diesem Tal steht ganz einsam ein halb zerfallenes Bauernhaus, dessen Tür durch einen Balken verrammelt ist. Die Gitter an den Fenstern sind schon verrostet und man bemerkt keine Spur von Menschen.
Die einfachen, abergläubischen Bewohner dieses Höhenzuges gehen ungern an diesem halb zerfallenen Hause vorbei; sie nennen Weiterlesen
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