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Mystery

Bräute für das Biest – Kapitel 1

Wayne Rogers
Bräute für das Biest
Ein Mystery-Thriller voll herzzerreißendem Grauen

Ein wahnsinniges Wesen durchstreift die Bergwildnis und versetzt die Bergbewohner in Angst und Schrecken. Gleichzeitig erfüllte es das Herz von Minna Talbot mit quälenden Zweifeln. Ein wahnsinniger Wissenschaftler flüsterte ihr Geheimnisse über die Geburt ihres Geliebten zu – Geheimnisse über ein grausames Experiment mit einem Menschenaffen.

Kapitel 1

Hin und her, von einem Ende zum anderen seines großen Freigeheges, schritt der riesige Gorilla auf und ab. Seine blutunterlaufenen Augen funkelten mörderisch, während er sich umdrehte und die lachende Menschenmenge anspuckte, die sich dicht an die Absperrung drängte. Dann wich er zurück, nur um sich erneut nach vorne zu werfen und mit voller Kraft an den Gitterstäben zu zerren.

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Der wilde Jäger vom Ettersberg

Der wilde Jäger vom Ettersberg
oder: Elternsegen, Himmelsschutz, Beut den Höllenscharen Trutz
Romantische Sage aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg
Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung, Altötting ca. 1860

1. Die Rettung

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges stand in den Wäldern des Ettersberges ein stattliches Schloss, das dem Herzog Wilhelm von Sachsen als Jagdschloss diente. Dort wohnte der alte Erbförster Egbert Koch, ein biederer, gottesfürchtiger Waidmann, der seine Gattin vor Jahren durch den Tod verloren hatte und nun in seiner einzigen Tochter Kunigunde, die zur Zeit, als unsere Erzählung beginnt, zu einer blühenden Jungfrau herangewachsen war, seine höchste Lebensfreude und seinen wohltuendsten Trost fand. Wenn sie am Sonntagmorgen mit dem Gebetbuch in der Hand durch den stillen Wald zur Kirche in Ettersburg hinwandelte, folgte ihr der Blick des alten Erbförsters aus dem Fenster des Schlosses voller seliger Wonne nach. Dann war es dem alten Vater, den die Fußgicht im Sorgenstuhl festhielt, als zöge sein Schutzengel durch den Wald zu dem Gotteshaus. In solchen Augenblicken Weiterlesen

Der marmorne Schreibtisch

Der marmorne Schreibtisch

I

Jimmy, gerade 25 Jahre alt, hatte sein Studium der Literaturwissenschaft in Boston abgeschlossen und lebte nun in Chicago. Wie viele seiner Kommilitonen träumte er davon, ein berühmter Schriftsteller zu werden und mit dem Schreiben so viel Geld zu verdienen, dass er davon leben konnte.

Wie nur wenige seiner Kommilitonen besaß Jimmy jedoch auch das Talent dazu, diesen Traum zu verwirklichen. Er schrieb zunächst einige Gedichte und Kurzgeschichten und bekam dafür gleich mehrere kleine Literaturpreise.

Endlich wagte er sich an seinen ersten Roman. Er sollte ein Hammer werden, wie beispielsweise Die Buddenbrooks von Thomas Mann, sodass er sich damit gleich an die internationale Spitze katapultierte. Er wollte einen Gesellschaftsroman über die Yale-Absolventen seiner Zeit und deren Familien schreiben, natürlich mit einer tragischen Komponente und durchaus auch zeitkritisch, der sein Jahrhundert darstellte und Ausblicke auf eine neue Weiterlesen

Das alte Haus

Das alte Haus
Eine Novelle von L. Du Bois

Meine Frau und ich, wir saßen in unserem Wohnzimmer. Es war noch nicht viel über neun Uhr abends, allein in der damaligen Zeit pflegte man früh zu Bett zu gehen. Wir hatten das Nachtessen daher längst genossen, die Kinder befanden sich im Bett, und alles im Haus war still. Müde von des Tages Arbeit, lehnte ich mich halb schlummernd in meinen Armstuhl zurück, als meine Frau, ihre weibliche Handarbeit niederlegend, mich mit folgenden Worten erweckte: »Hast du über unseren beabsichtigten Umzug auf das Land nachgedacht, Alfred, und schon etwas zu diesem Zweck getan?«

Ich hatte, um die Wahrheit zu gestehen, zwar schon viel darüber nachgedacht, aber noch nichts getan. Von meinem Hausarzt war mir allerdings gesagt worden, dass unser kleiner Philipp in der engen, dunstigen Wohnung von London nie zu einem gesunden Knaben aufwachsen werde. Ich war um mein Kind gewiss so besorgt, wie ein Vater es nur immer sein konnte; allein ich wusste auch aus Erfahrung nur zu gut, wie unzureichend die Mittel eines armen Zeichenlehrers zu solchen Zwecken sind. All dieses sagte ich nun meiner Frau, welche die mich drückenden schweren Sorgen redlich teilte. Die Mutterliebe verdrängte jedoch bei ihr jede andere Weiterlesen

Das Seegespenst

Heinrich Schmidt
Das Seegespenst

»Willy! Willy!«

»Hier, Bruder Jack!«

»Komm her, mein Junge! Komm! Hier an Backbord bin ich! Lehne dich mit dem Rücken gegen den Poller und lasse deinen Kopf auf dem Anker ruhen. Ich will mich zu dir setzen.«

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