Schwäbische Sagen 2
Die Nachtfräulein des Urschelbergs
1
Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen
In Pfullingen liegt eine ganze Häuserreihe, die heißt »Wiel« oder »auf Wiel«. Die Straße, welche daran vorbeiführt, ist die Fortsetzung der »Heergasse«, über welches das Mutesheer hinzieht, und führt weiter nach Genkiengen. In diese Häuser »auf Wiel«, besonders aber in das letzte Haus rechts, kamen des Winters oftmals drei weiße, kleine Fräulein, die man Nachtfräulein oder Weiterlesen
Sagen- und Märchengestalten – Die Nixen
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Die Nixen
Wie lieblich tönt nicht das Rauschen der Wasser am grünen Uferrand! Wenn der Strahl der Sonne sich über den flutenden Spiegel ausbreitet, das der Farben höchste Schönheit, das blühendste Leben dem Menschenauge entgegenlächeln, scheinen die kleinen, gekräuselten Wellen schäkernden Kindern gleich, die sich jagen und haschen im neckenden Spiel. Tief unten aber regt sich geheimnisvolles Weben, dem nur die Fischlein lauschen dürfen, die Weiterlesen
Rübezahl – Ein böser Tausch
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Ein böser Tausch
Im Dreißigjährigen Krieg lag für einige Zeit ein kaiserliches Regiment in Hirschberg, und unter den Offizieren desselben befand sich auch ein Herr aus Schwabenland, der die Gegend zum ersten Mal erblickte. Er war bei einem Kaufmann einquartiert und hörte von diesem, dass in dem nahen Gebirge ein wunderlicher Geist mit Namen Rübezahl wohne, über den jedermann in der Gegend etwas wisse. Manchem spiele er einen bösen Streich, strafe gern die Ungezogenen und Hochmütigen, sei ein Freund der Armen und schenke dem und jenem ein Vermögen, aber sonst sei keiner vor seinen Neckereien sicher, der in seine Nähe komme. Manchem schon habe er ohne Weiterlesen
Sagen- und Märchengestalten – Feen und Elfen – Teil 2
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Feen und Elfen Teil 2
Im irischen Elfenmärchen steigt der alte Held und König O’Donoghue auf einem silberweißen Tier aus der Flut des Klllarney-Sees empor und hält mit seinen Elfen im rosigen Morgenstrahl des ersten Maitages den herrlichsten Umzug, den Geister je getan haben. Glückselig der Wanderer, den sein günstiges Geschick um jene Zeit absichtslos an des Sees Gestade führt! Der seltene Anblick bringt dem Schauenden Segen, dem Land reiche Weiterlesen
Über mittelalterliche Burgen – Teil 3
Selten fehlte, als sich die Burgen nach und nach vergrößerten, eine wohlversehene Rüstkammer. Doch darf man dort nicht immer einen Vorrat von Turnierrüstungen und ritterlichen Wehren suchen, sondern meist nur Spieße, Hellebarden, Armbrüste mit ihren Bolzen, Schwerter und einfache Schutzwaffen. Man erkennt diese Rüstkammern, auch wenn sie längst ausgeleert sind, an den zahlreichen hölzernen Pflöcken in der Wand. Ein Inventar des Schlosses Freiberg bei Füssen im Allgäu fängt mit der Rüstkammer an und zählt darin fünf blaue Harnische, vier weiße, drei gereifte lichte mit allem Zubehör an Hauben, Bärten, Armrohren, Beinschienen, Handschuhen und dergleichen auf. Dann kommen die Jagd- und Fischgerätschaften in Menge, was im hinteren Turm, was in des Herrn »khamer«, in der Kammer neben der oberen Stube, was an Ornamenten in der Kapelle und so fort sich befand. Ein älteres Inventar dieses im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Schlosses führt die Jahreszahl 1539. Hierin wird auch einer kupfernen Badewanne gedacht.
Da noch so zweifelhafte Begriffe über die älteste Bewaffnung existieren, diese aber mit der Einrichtung alter Burgen Hand in Hand geht, so soll hier eine flüchtige Einfügung folgen. In den ersten Jahrhunderten des Mittelalters, als antike Formen noch vorherrschend waren, hatte auch die Waffentracht kaum etwas von dem früheren Gebrauch eingebüßt. Der römische Helm, das kurze Schwert, der Schuppenharnisch aus Horn und Metall, Weiterlesen



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