Leben und Taten des weltberüchtigten Spitzbuben Louis Dominique Cartouche Teil 1
Leben und Taten des weltberüchtigten Spitzbuben Louis Dominique Cartouche und seiner Kameraden samt deren ganzen Prozess, Urteil und Exekution
Nach dem wahren Pariser Exemplar übersetzt
Die Welt hat bisher mit unglaublicher Begierde alles angehört und aufgenommen, was von Cartouche geredet und geschrieben worden ist. Ja der bloße Name dieses berufenen Missetäters, wenn er nur auf dem Titelblatt eines Buches erblickt wurde oder auch einer Komödie zum Titel dienen musste, war schon genug gewesen, bei jenem einen guten Abgang zu machen, bei dieser aber einen ungemeinen Zulauf zu Weiterlesen
Der Schwarze Vere
Xaver Hohenleiter, auch der Schwarze Veri, Schwarzen-Veere oder der Schwarze Vere genannt, war der Anführer einer Räuberbande im Gebiet des heutigen Dreiländerecks von Österreich, der Schweiz und Deutschland.
Obwohl er und seine Bande dabei nur in den wenigen Wochen von März und April des Jahres 1819 ihr Unwesen trieben, sich ihre Beute fast nur auf Lebensmittel, Hausrat und Kleidung beschränkte und nachweislich niemand durch ihre Hand zu Tode kam, ist es Weiterlesen
Elbsagen 24
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
24. Die wüste Mühle im Trebnitzgrund
In das in der Nähe von Lauenstein liegende Dittersdorf ist auch das Dörfchen Neudörfel eingepfarrt, das früher nur ein einziges Vorwerk war, zu dem auch der unweit davon im Grund gelegene Eisenhammer gehörte. Beide Grundstücke waren vor langen Jahren im Besitz eines Mannes, der zwar reich, aber ebenso habsüchtig war und dem alle Mittel recht waren, wenn sie nur zur Vergrößerung seines Vermögens dienten. Einst ging er in die Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Der Weg zum Meister des Lebens
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Der Weg zum Meister des Lebens

in armer Delaware suchte den Weg zum Meister des Lebens. Als er lange gefastet hatte und ihm allerlei Traumgestalten erschienen waren, genoss er endlich die hohe Gnade, die betreffende Richtung angedeutet zu bekommen. Schnell machte er sich marschfertig, nahm sein Jagd- und Kochgerät und ging los. Er irrte lange Zeit herum, ohne jedoch das Gewünschte zu finden. Endlich, am Abend des achten Tages, bemerkte er vor sich drei große weiße Pfade im Wald, die ihm immer heller entgegen leuchteten, je dunkler es sonst ringsum wurde. Er ließ sein halbfertiges Abendessen stehen und wählte den breitesten Gang. Als er einige Schritte gegangen war, gebot ihm eine aus der Erde hervorschießende Flamme plötzlich Halt. Der Indianer ging also zurück zum nächsten Eingang, wo ihm dasselbe passierte. Auf dem dritten Pfad, den er danach betrat, ging er einen ganzen Tag lang unbelästigt fort und Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 30
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Der Pfiffer
In der steilen Schlucht, die zwischen Wächtersbach und Wittgenborn hinzieht, geht der Pfiffer um, ein riesengroßer Waldmann, und treibt da mittags sein Wesen mit Pfeifen, Holzschlagen und allerlei Rumoren. Meist ist er grau und grün gekleidet. Ein Köhler im Wald hörte ihn wieder einmal, als seine Gesellen sich gerade zum Schlaf hingelegt hatten. Er wollte dem Ding auf die Spur kommen, allein er blieb aus und blieb aus und kam nicht. Am dritten Meiler fanden sie ihn endlich nach langem Rufen und Suchen. Er starb ihnen gleich unter den Händen. Vor Weiterlesen

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