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History & Abenteuer

Aus dem Wigwam – Askulsk

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Askulsk

s lebte einst eine alte Witwe, welche zwei Töchter hatte, die so schön und weiß waren, dass sie die Askulsk oder Wiesel genannt wurden. Eines Tages, als ihre Mutter sie ausgeschickt hatte, Haselnüsse zu suchen, verirrten sie sich und konnten ihren heimatlichen Wigwam nicht wiederfinden. Als es Abend wurde, machten sie sich aus Zweigen und Gras ein weiches Lager, aber aus lauter Furcht war es ihnen nicht möglich, einzuschlafen.

Es war eine wunderschöne Nacht. Die hellen Sterne zogen die Aufmerksamkeit der Mädchen auf sich. Sie glaubten, dieselben seien menschliche Augen, und ergingen sich in allerlei Betrachtungen darüber.

»Liebst du die großen oder die kleinen Sterne? Wünschst du dir einen Mann mit großen oder kleinen Augen?«, fragte die Jüngste.
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Aus dem Wigwam – Kaktugwasis

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Kaktugwasis

ief im Urwald stand eine einsame Hütte, die von einem alten Ehepaar nebst dessen einzigem Sohn bewohnt war. Letzterer war aufgewachsen, ohne außer seinen Eltern irgendein menschliches Wesen gesehen zu haben. Ja, er wusste nicht einmal, dass sonst noch überhaupt Menschen existierten. Der Greis hieß Kaktugwak, Donner, und nach einem alten indianischen Brauch wurde sein Sohn Kaktugwasis, der kleine Donner, genannt.

Als derselbe eines Tages bemerkte, dass seine Mutter nicht mehr gut sehen konnte und sie deshalb fragte, antwortete sie, dass sie zu alt und zu schwach würde, um ihren häuslichen Pflichten genügen zu können, weshalb er sich auf die Beine machen müsse, ihr eine Gehilfin zu suchen. Danach gab sie ihm die nötige Anweisung, half ihm ein Hochzeitskleid machen und schickte ihn der untergehenden Sonne entgegen. Zu seiner rechten Hand trug er Weiterlesen →

Anne Boleyn Band 1 – Kapitel 21

Gräfin Luisa Mary von Robiano
Anne Boleyn
Historischer Roman, Constenoble, Jena 1867
Erster Band

21.

Wolsey in der Verbannung, seine Verhaftung und sein Tod. Percy

Am anderen Morgen bot sich der zahlreichen Menschenmenge, die sich um den Palast gereiht hatte, ein ergreifender Anblick dar. Wolsey, von seinen Dienern begleitet, trat den Weg in die Verbannung an. Er trug, anstatt des reichen, hochroten Gewandes, einen dunklen, wollenen Mantel, der einem Pilgerkleid glich. Auch sein Weiterlesen →

Der Spion – Kapitel 23

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 23

Daisy

Sechs Tage hatten Maurus, Markolf, Kit Andrieux und deren acht Begleiter, unter diesen die beiden Otoe, sich unterwegs befunden und in starken Märschen bereits über zwei Drittel der Entfernung bis nach Kansas City hinunter zurückgelegt. Eine Verzögerung erfuhr die Reise durch den von wolkenbruchartigem Regen begleiteten Gewittersturm, der sie zwang, früher, als es sonst ihre Gewohnheit war, in einem schutzgewährenden Gehölz das Weiterlesen →

Gold Band 3 – Kapitel 4.2

Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 4.2

Dem Lauf des Baches folgend, wie ihm der Deutsche geraten hatte, richtete der Doktor nun seinen Weg, denn er vermutete nicht mit Unrecht, dass jener seine ihm doch nötigen Provisionen von dorther beziehen werde. Nach zwei Stunden eben nicht übereilten Marsches und einem ziemlich begangenen Pfad dabei folgend, erreichte er auch endlich ein kleines, von einem unternehmenden Yankee errichtetes Handelszelt. Dort erfuhr er denn, dass das Paradies noch etwa fünf Meilen entfernt läge und vom nächsten Bergrücken ein befahrener Weg hinüberführe.

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