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Paraforce

Paraforce Band 19

Der Fluch von Zugarramurdi

Die­ses Mal war al­les an­ders.

Da­mi­an Ata­na­sio wuss­te es, kaum dass er das La­bor be­tre­ten hat­te. So­gar die Tie­re schie­nen es zu spü­ren, ob­wohl es ei­gent­lich un­mög­lich war, dass sie in ih­ren her­me­tisch ab­ge­rie­gel­ten Glas­kä­fi­gen ir­gend­wel­che Emo­ti­o­nen, gleich wel­cher Art, emp­fan­gen konn­ten. Trotz­dem stan­den die La­bor­mäu­se wie an ei­ner Per­len­schnur auf­ge­reiht hin­ter der Front­schei­be ih­res glä­ser­nen Ge­fäng­nis­ses. Auf­ge­regt wisch­ten sie mit den Schwän­zen über den Kä­fig­bo­den, wäh­rend ihre dunk­len Knopf­au­gen jede Be­we­gung des Man­nes ver­folg­ten.

Eine selt­sa­me, an­ge­spann­te At­mo­sphä­re brei­te­te sich in dem Raum aus, die all­mäh­lich so­wohl Mensch als auch Tier er­fass­te.

Le­dig­lich der schwarz-weiß ge­fleck­te Ka­ter im Nach­bar­kä­fig schien von all dem nichts mit­zu­be­kom­men. Die Kat­ze lag wie im­mer Weiterlesen

Paraforce Band 18

Die Seelendiebin

1

Sarah Stone schaute ein ums andere Mal durch das große Schaufenster nach draußen, wo zu dieser Zeit reger Verkehr herrschte. Der vorherrschende Lärm wurde hier im Laden zu einem einschläfernden Brummen abgemildert. Sie liebte es, diesem Geräusch zu lauschen; schon als sie damals den kahlen, mit alten Tapetenfetzen übersäten Raum betreten hatte, war ihr klar gewesen, dass sie der seltsamen Magie des Verkehrslärms und des einströmenden Lichts der Sonne nicht widerstehen konnte. Und so wurde bald Sarah & Mel eröffnet, eine Boutique, die Sarah zusammen mit ihrer Schwester Melissa führte. Das Geschäft lag in der Wellington Street, nicht weit von der Themse entfernt. Oft war es so, dass sie den Duft des Flusses riechen konnten.
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Paraforce Band 17

Würgengel

Nils Som­mer leg­te die Arm­brust an, ziel­te und schoss. Wie von ei­ner Schnur ge­zo­gen flog der Bol­zen die fünf­zig Me­ter bis zum auf­ge­bau­ten Hin­der­nis und traf ge­nau ins Schwar­ze. Zu­frie­den lud der Pa­ra­force-Agent das nächs­te Ge­schoss aus dem Ma­ga­zin nach, als sich sein iPho­ne mel­de­te. Är­ger­lich nahm er den Quäl­geist aus der Ta­sche. Konn­te er denn nicht ein­mal in Ruhe sei­ne Schieß­übun­gen ab­sol­vie­ren?

Ein Blick auf das Dis­play zeig­te Nils, dass es mal wie­der sei­ne Tan­te Lena war, die ihn beim Trai­ning stör­te.

»Was gibt es denn so Drin­gen­des?«, frag­te er leicht un­ge­hal­ten.

»Wir ha­ben ei­nen Auf­trag.«
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Paraforce Band 16

Tödliches Erbe
Eine Mission für Amanda Harris

Sie hat­te den Truck ge­nau im Fa­den­kreuz des Gra­nat­wer­fers.

Aman­da Har­ris schluck­te den Staub der Wüs­te. Er lag schwer auf den Atem­we­gen. Trotz­dem zit­ter­te ihre Hand nicht.

Dort un­ten in der Sen­ke fuhr der Last­wa­gen mit der töd­li­chen Fracht.

Er durf­te al­les – nur sein Ziel nicht er­rei­chen! Sie muss­te ihn auf­hal­ten!

Der Ab­zugs­fin­ger der Pa­ra­force-Spe­zi­al­agen­tin such­te den Druck­punkt.

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Paraforce Band 15

Der Dä­mon vom Gray For­rest

Pro­log

Kö­ter

I

New York City

»Ich kann die­sen Bies­tern ein­fach nichts ab­ge­win­nen!«, lässt mich Xi­me­na Cor­tez wis­sen, wäh­rend sie keu­chend durch den nächt­li­chen Cen­tral Park eilt. »Kei­ne Ah­nung, war­um! Da­bei mag ich Hun­de sehr gern!«

»Ob man Hun­de und Wer­wöl­fe ver­glei­chen kann?«, fragt Jane Mal­orny zweif­le­risch. »Da lie­gen doch Wel­ten da­zwi­schen!«
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