Archiv

Literatur

Max Bentow – Die Puppenmacherin

Max Bentow – Die Puppenmacherin

In Berlin lebt Josephin Maurer, eine junge Frau, die Amigurumi-Puppen, das heißt, kleine, gestopfte Tiere oder menschenähnliche Kreaturen, häkelt und strickt. Nach der Fertigstellung einiger Schweine, Hasen und Igel ist sie nun dazu übergegangen, Menschenpuppen im Manga-Stil herzustellen.

Josie, wie sie von Freund und Freundinnen genannt wird, hat gerade eine Puppe, die ihren Namen trägt, für einen Horror-Animationsfilm in Slow-Motion-Technik hergestellt, den ihr Freund Milan gedreht hat, und der beim siebenten Berliner Animations-Kurzfilm-Festival gezeigt wird. Während Milan keinen Preis für seine Arbeit bekommt, erhält Josie den Preis für die beste Ausstattung.

Karen, Josies beste Freundin, und Dr. Hagemuth, ihre Ärztin, beglückwünschen die Preisträgerin, während Milan artig fotografiert. Am Ende gratuliert auch er seiner Freundin, und eine Frau namens Frida König, die offensichtlich ein Fan ihrer Weiterlesen →

Wolfram von Bärenburg – Teil 11

Wolfram von Bärenburg, genannt der Erzteufel
Der verwegenste Raubritter und schrecklichste Mörder, ein Scheusal des Mittelalters, von der Hölle ausgespien zum Verderben der Menschen
Eine haarsträubende Schauergeschichte aus den furchtbaren Zeiten des Faustrechts und des heimlichen Gerichts der heiligen Feme aus dem Jahr 1860
Kapitel 11

Die Gefährtin der Leiche

Es war eine Stunde nach Mitternacht, als Angelika, die noch immer unter der Leiche der alten Nonne lag und um zu horchen ab und zu das weiße Tuch lüftete, den Abzug des Raubritters und seiner Reisigen an den Hufschlägen ihre Rosse erkannte. Sie wartete noch eine halbe Stunde in dieser schrecklichen Situation. Dann stieg sie, obwohl aus Angst vor Weiterlesen →

Der Marone – Zwei Reisende nach derselben Quelle

Thomas Mayne Reid
Der Marone – Erstes Buch
Kapitel 15
Zwei Reisende nach derselben Quelle

Herr Montagu Smythje hatte den ganzen Weg von Liverpool nach Jamaika zurückgelegt, ohne je seinen Fuß nur einen Zoll über die Linie gesetzt zu haben, die das geheiligte Gebiet des Hinterdecks von dem minder geachteten Mittel- und Vorderteil des Schiffes trennt. Über den Hauptmast hinaus war er nie gekommen.

Da die Seenymphe kein eigentlich regelmäßiges Paketschiff oder gar ein königliches Postschiff war, sondern nur ein gewöhnliches Kauffahrteischiff, das gelegentlich einige Passagiere mitnahm, so wurden gerade keine so sehr strengen Gesetze in Betreff der Vorrechte des Hinterdecks beobachtet. Die gemeinen Matrosen durften freilich das gewöhnliche Weiterlesen →

Geisterschloss Dohlenstein – Kapitel 7

Geisterschloss Dohlenstein
Abenteuer eines flüchtigen Pariser Studenten
Eine Geister- und Räubergeschichte
Kapitel 7 – Die letzte Gefahr

Schon hatten sie die Burgmauern verlassen, als ein entsetzlicher Donnerschlag die Eilenden in ihrer Hast hemmte. Der Boden bebte unter ihren Füßen, und bei ihrem Rückblick gewahrten sie eine schwarze ungeheure Rauchwolke und zerrissene Burgmauern. Den gefangenen Räubern gelang es nämlich, ihre Wächter, Wilhelm und Fidesko, zu erwürgen, und waren im Begriff, sich durch die Reihen ihre Feinde durchzuschlagen. Ein erneuerter Kampf entspann sich. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verwundete. Inzwischen raffte auch Rotbart seine letzten Kräfte zusammen, schleppte sich kriechend aus dem Kerker, warf Feuer in die Pulverkammer mit dem Ruf ›Tod und Hölle den Verrätern!‹ und hatte auf diese Art die Belagerer mit sich selbst in die Luft gesprengt. Nur einige wenige Reiter Weiterlesen →

Die Wächter von Avalon – Die Prophezeiung

Die Wächter von Avalon – Die Prophezeiung

Die Insel von Avalon, in vielen Geschichten und Legenden bekannt als die letzte Ruhestätte von Arthur, hat weder einen festen Standort noch eine feste Beschreibung in den literarischen Grundsätzen der Arthuriana. Geoffrey von Monmouths Historia Regum Britanniae (ca. 1136) ist die älteste erhaltene Arbeit, einschließlich der Verweise auf Avalon. Er nennt es Insula Avallonis, bezieht sich auf die angeblich heilenden Kräfte der Insel und behauptet, dass Artus’ Schwert dort geschmiedet wurde. Geoffrey bezieht sich auch auf Avalon in seiner Vita Merlini als die »Insel der Äpfel« (Insula Pomorum), einem Beinamen, welcher in den keltischen, griechischen, skandinavischen und mythologischen Traditionen tief verwurzelt ist und in denen häufig Äpfel magische Eigenschaften besitzen. Sowohl in Historia als auch in Vita wird Arthur nach Avalon gebracht, nachdem er sterblich verwundet worden war, in der Hoffnung, dass er auf der Insel geheilt wird. Untermauert wird die Theorie des keltischen Ursprungs von Avalon teilweise aus der folkloristischen Tradition rund um die Isle of Arran, im Firth of Clyde gelegen, und wurde häufig mit der Insel Weiterlesen →