Mörder und Gespenster – Band 1 – 14. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Erbe des Teufels
Kapitel 4
So lebte der arme Schafhirte nun schon mehrere Wochen im Haus seines Oheims, des Kanonikus. Franz, so hieß er, war mit allem zufrieden und fühlte sich glücklich in seinem neuen Stand. Er war klug genug einzusehen, dass es für ihn von Vorteil war, einen Geistlichen zu hüten statt eine Herde Schafe. Daher fand er es gar nicht unangemessen, selbst die Rolle des Hundes zu übernehmen. Er war nicht nur Wärter und Hüter, sondern auch Knecht und Stab des Greises.
Mit rührender Aufmerksamkeit sagte er jedes Mal »Zur Gesundheit!«, wenn der Alte nieste. Hustete der Alte, so blieb sein »Gott behüte Euch noch lange, Herr Oheim!« nie aus. Kurz, der Kanonikus mochte sich räuspern oder irgendein Geräusch machen, so Weiterlesen
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 4
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 4
Traurige Anita – Der Minenfinder – Ärger
Er marschierte direkt auf die Tür des Saloons zu, die Mündungen seines Six Shooters bahnten ihm den Weg. Denn Ned Harris war in Deadwood für seine Kaltblütigkeit, seinen Mut und seine Kühnheit berüchtigt. Man sagte über ihn, er würde »genauso gerne einen Mann erschießen, wie ihn ansehen«, und damit lag der Sprecher vielleicht gar nicht so falsch.
Jedenfalls führte er die Zuschauer mit wildem Gesichtsausdruck und bemerkenswerter Gelassenheit an. Seltsamerweise erhob sich keine Hand, um ihn aufzuhalten, bis er Catamount Cass und seiner Bande gegenüberstand. Hier hatte der junge Mann auf Widerstand und Hindernisse gehofft.
Der Märkische Eulenspiegel 23
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert mit purpurianischem Tuch einen guten Markt hielt
Wenn Clauert sich vielleicht an einem bekannten Ort aufhielt, versammelten sich viele um ihn, um der Ursache willen, dass sie viele amüsante Dinge von ihm hörten. Besonders aber war die Karte nicht weit von ihnen, weil sie wussten, dass Clauert sie sehr liebte. So kam er denn auch einmal nach Teltow zu einem guten Freund. Sogleich verfügten sich einige seiner guten Zechbrüder dorthin. Als diese vernahmen, dass Clauert Geld bei sich hatte, ließen sie alsbald eine Karte holen, setzten sich mit ihm zusammen und gewannen Weiterlesen
Steffen Weinert – Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
Steffen Weinert
Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
Kriminalhauptkommissarin Mara Eisfeld ist die Leiterin der 9. Mordkommission in Berlin. Außerdem ist sie die Mutter des vierjährigen Sami, eines zarten, aber aufgeweckten kleinen Jungen und lebt in Trennung von Matti, dem Vater des Jungen. Die beiden führen Mediationsgespräche, um ihrem Sohn die Trennung zu erleichtern, bei einer Sozialpädagogin namens Doris Wermuth, die in der Erziehungs- und Familienberatung des Bezirksamtes Pankow arbeitet.
Während eines dieser von Mara nicht sonderlich geliebten Mediationsgespräche stattfindet, wird sie von jemandem angerufen. Da sie die Nummer nicht kennt, weiß sie zunächst nicht, wer sie anruft, bis sie das Telefonat entgegennimmt, obwohl die Regeln der Gespräche bei Doris Wermuth besagen, dass das Handy währenddessen tabu ist.
Maras Kollege, Gideon Blessing, ist am Apparat, ihr Stellvertreter seit dem Tag, an dem sie die Leitung der Abteilung übernommen hat. Er ist nicht nur ein sehr loyaler Kollege, sondern inzwischen auch einer ihrer engsten Vertrauten im LKA Berlin.
Der Detektiv – Band 30 – Die Matsoa-Spinne – Kapitel 1
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 30
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Matsoa-Spine
1. Kapitel
Das gelbe Auto
»Und nun, bester Jobster, erzählen Sie uns nochmals ganz genau alles, was mit dem an Admiral Stevenpole verübten Mord zusammenhängt«, sagte Harst zu dem bartlosen, untersetzten Detektivinspektor.
Wir drei saßen auf dem Balkon unseres Zimmers im Raffles-Hotel und genossen die frische Seebrise, die von Osten her über die Reede von Singapur strich. Nach diesem glutheißen, erschlagenden Tag genossen wir ein köstliches, eisgekühltes Getränk und ein Weiterlesen
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