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Literatur

Allerhand Geister – Die harte Kur – Kapitel III

Allerhand Geister
Geschichten von Edmund Hoefer
Stuttgart. Verlag der I. G. Cotta’schen Buchhandlung. 1876

Die harte Kur

III.

Die Gatten schienen ihre Stimmung, ihr ganzes Wesen miteinander vertauscht zu haben. Agnes hatte so nicht nur die Reise gut bestanden, sondern zeigte sich auch nun bei den ihren verhältnismäßig so kräftig, teilnehmend und sogar in ihrer Weise freilich heiter und lebhaft, dass die Eltern, die Schwester sich gar nicht genug wundern und freuen konnten und den Schwiegersohn mehr als einmal fragten, was denn geschehen und wie eine solche, nach Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 29

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

29. Herr Halewein

Es war einmal ein Herr, hieß Herr Halewein, der sang also lieblich und fein, dass jedermann davon bezaubert war und bei ihm sein wollte. Nun war da auch eine schöne Königstochter, als die ihn singen hörte und ihn sah, da blieb sie vor ihren Herrn Vater stehen, sprach: »Ach, Vater, lass mich zu Herrn Halewein gehen.«

Sprach der König: »Nein, mein Töchterlein, wer zu dem geht, der kehrt nicht wieder. Schon manch einer ließ bei ihm sein Leben.«
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Aus dem Wigwam – Askulsk

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Askulsk

s lebte einst eine alte Witwe, welche zwei Töchter hatte, die so schön und weiß waren, dass sie die Askulsk oder Wiesel genannt wurden. Eines Tages, als ihre Mutter sie ausgeschickt hatte, Haselnüsse zu suchen, verirrten sie sich und konnten ihren heimatlichen Wigwam nicht wiederfinden. Als es Abend wurde, machten sie sich aus Zweigen und Gras ein weiches Lager, aber aus lauter Furcht war es ihnen nicht möglich, einzuschlafen.

Es war eine wunderschöne Nacht. Die hellen Sterne zogen die Aufmerksamkeit der Mädchen auf sich. Sie glaubten, dieselben seien menschliche Augen, und ergingen sich in allerlei Betrachtungen darüber.

»Liebst du die großen oder die kleinen Sterne? Wünschst du dir einen Mann mit großen oder kleinen Augen?«, fragte die Jüngste.
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Der Detektiv – Der weiße Elefant des Singar Chani – 4. Kapitel

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der weiße Elefant des Singar Chani
4. Kapitel

Der weise, weiße Elefant

Wir erreichten sehr bald die Straße. Nachdem wir dann noch ein Wäldchen durchquert hatten und uns nun bereits mitten in dem zur Stadt flutenden Pilgerstrom befanden, gingen wir gemächlich weiter. Links von uns lag auf einer bewaldeten Anhöhe der Dschihan-Tempel, einer jener uralten Bauten, an denen Indien so überreich ist, dass man Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 34

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

34. Wie Rübezahl vier übermütige Musterreiter straft.

Manchmal hatte sich einer wirklich über Rübezahl ärgern können, wenn man sah, wie wenig er mit der Welt bekannt war. So saß er eines Tages oben auf dem Grubenstein, der von ihm Rübezahls Kanzel genannt wird, und sah hinunter auf die Welt und dachte an das und jenes. Da kamen an ihn heran drei Reisende, so sich das Gebirge besehen wollten, berochen sich, wie die Hündlein zu tun pflegen, und kamen endlich miteinander ins Gespräch. Es Weiterlesen →