Archiv

Literatur

Aus dem Wigwam – Der Mann aus der Asche

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Der Mann aus Asche

or langer, langer Zeit gedachten die Schawanen, die Walkulla, welche in Florida am großen Salzsee wohnten, mit Krieg zu überziehen. Aber ein Teil schien damit nicht recht einverstanden zu sein, da ihr Häuptling gesagt hatte, dass die Walkulla tapfer und listig und auch, wie die Medizinmänner glaubten, ihre Götter mächtiger seien. Der Närrische Büffel und die anderen jungen Krieger, welche streitsüchtigen Charakters waren, wollten indessen nicht darauf hören und sagten, die Walkulla seien lauter Feiglinge. Die Furchtsamen und Alten, die Verzagten und Knieschlottrigen möchten ja ruhig zu Hause bei Frauen und Kindern bleiben. Nach zwei Monaten kämen sie mit vielen Gefangenen wieder zurück und würden sie alsdann zu geröstetem Walkullabraten einladen.

Den meisten jungen Leuten des Schawanenstammes leuchteten diese Bemerkungen ein und sie bereiteten sich Weiterlesen →

Der Wolfmensch Dritter Teil – Kapitel 5

Elie Berthet
Der Wolfmensch
oder: Die Bestie des Gévaudan
Aus dem Französischen von A. Kretzschmar
Hartleben’s Verlags-Exedition. Pest, Wien und Leipzig, 1858.

Dritter Teil

Die Familie Fereol

In einiger Entfernung von der Stadt Langogne, welche selbst auf einem der höchsten Plateaus der Lozère liegt, beginnt eine Gebirgskette, welche durch mehrere Verzweigungen mit den Alpen und Cevennen zusammenhängt. Weiterlesen →

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 28

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Treffliche Wirkung des kalten Wassers

Eine Weibsperson, 41 Jahre alt, die Ehefrau eines Schusters in einem Dorf unweit Linz namens Anna Maria war seit 18 Jahren im österreichischen Land als vom Teufel leibhaftig besessen beschrieben worden. Es hieß, in den ersten drei Jahren habe der Teufel sie nur dann und wann gequält, in den folgenden fünfzehn Jahren aber habe sie weder Tag noch Nacht Ruhe gehabt. Niemand zweifelte demnach an der Wahrheit einer wirklichen Besitzung derselben, indem die gelehrtesten und frömmsten Geistlichen solches aufs Feierlichste beteuerten. Im Frühling des Jahres Weiterlesen →

Der Detektiv – Der weiße Elefant des Singar Chani – 5. Kapitel

Walter Kabel
Der Detektiv
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der weiße Elefant des Singar Chani
5. Kapitel

Der indische Tierarzt

Harst schlug den Weg zur Stadt ein. Ich merkte, dass er dann im Eingeborenenviertel gerade die engsten Gässchen durchquerte, wo wenig Verkehr war und wo er sich unschwer davon überzeugen konnte, ob jemand uns folgte.

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Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten – Teil 16

Geist-, Wunder-, Hexen- und Zaubergeschichten, vorzüglich neuester Zeit
Erzählt und erklärt von Gottfried Immanuel Wenzel
Prag und Leipzig 1793

Der Geist mit der Kerze

Im Städtchen M. verlor plötzlich durch einen Schlagfluss ein dortiger Bürger seine Ehewirtin. Betrübt war der Mann über den unvermuteten Todesfall, froh hingegen die Tochter des Hauses, die so gerne den Amtsschreiber geheiratet hätte, auf keine Weise aber die Bewilligung dazu von der Mutter zu erhalten vermochte, die, wie sie sagte, aus gültigen und nur ihr allein bewussten Ursachen diese Heirat nicht gestatten konnte. War vor dem die Verstorbene dagegen, so war es nun der Vater nicht weniger, denn er brauchte das Mädchen zur Leitung der Weiterlesen →