Der Spion – Kapitel 25
Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893
Kapitel 25
Scheiden
Während Martin Findegern nach der flüchtigen Begrüßung mit Captain Houston eiligst seines Wegs zog, führte dieser mit Krehle in der Werkstatt ein längeres Gespräch sowohl den nächtlichen Überfall betreffend als auch seine bevorstehende Abreise. Demnächst hatte er Margaretha im Garten aufgesucht. Die Schürze aufgesteckt, war sie mit dem Einsammeln reifer Samenkapseln beschäftigt, schritt ihm aber entgegen, sobald sie seiner ansichtig Weiterlesen
Gold Band 3 – Kapitel 4.3
Friedrich Gerstäcker
Gold Band 3
Ein kalifornisches Lebensbild aus dem Jahre 1849
Kapitel 4.3
Ordentliche Wege zu den verschiedenen Minen von hier ab – die einzige Hauptstraße ausgenommen – existierten, wie schon erwähnt, nicht, und die Karren mussten sich gewöhnlich ihre Bahn durch den Wald suchen, so gut oder so schlecht das eben gehen wollte. Gar nicht selten geschah es aber, dass sie dabei auf eine oder die andere Art zu Schaden kamen. So fanden unsere Wanderer auch die Trümmer eines kleinen Karrens, der da erst ganz kürzlich zusammengebrochen sein musste. Das Meiste davon war auch wohl schon ins Tal geschafft worden. Das Vorderteil desselben mit einem Rad lag aber noch dort, gerade hinter dem Stumpf eines gefällten Baumes.
Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 37
Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845
37. Rübezahl bestraft einen rohen Kriegsknecht noch im Tode.
In Schmiedeberg lebte einmal ein Bursche, der hieß Mecker-Friede, war ein wüster Geselle und tat überall kein Gutes. Er peinigte die Menschen, wo er nur wusste und konnte. Darum nahm ihn niemand mehr in Dienst. Also dachte er: Ich will dem Kalbfell folgen. Krieg ist einmal, und im Krieg ist schon mancher reich geworden. Er ging also unter die Reiter. Nun war damals gerade der Krieg, welcher das arme Deutschland 30 Jahre lang verwüstete, Weiterlesen
Die Gespenster – Zweiter Teil – Dreiundvierzigste Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil
Dreiundvierzigste Erzählung
Der kleine schwarze Teufel im Bleikeller zu Bremen
Das vortreffliche Gewölbe unter dem Chor des Doms (der Petrikirche) zu Bremen, welches vormals zur allerheiligsten Kapelle diente, und seitdem das Blei zum Kirchdach und zur Orgel darin gegossen worden ist, der Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 30
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
30. Die schlimme Herberge
Unser Herr Jesus reiste einmal mit Petrus. Als sie schon lange und weit gereist waren, kamen sie abends in einen großen Wald und fanden darin ein Haus. Da wollten sie einkehren und klopften an der Tür.
Eine alte Frau machte ihnen auf, hatte sie aber kaum gesehen, als sie jämmerlich zu weinen anfing und sprach: »Ach, was seid ihr nicht für unglückliche Leute. Ihr seid verloren, da ist keine Hilfe mehr, denn das Haus hier gehört einem Menschenfresser.«
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