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Literatur

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 60

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

60. Wie Rübezahl einmal ein armer Hund war.

Im Jahre 1645 gingen zwei böhmische Metzger übers Gebirge, um in Schlesien Vieh einzukaufen. Wie nun jeder, nicht bloß ein Handwerksmann, gern von seinem Fach spricht, so reden auch die Metzger von ihrem Vieh und kommen von den Schöpsen auf die Schweine, von den Ziegen auf das Rindvieh und vergessen dabei die ganze Welt um sich her. Nur manchmal wirft einer oder der andere seinen Blick auf die Seite der Straße oder geradeaus, Weiterlesen →

Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XI

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XI. Expedition mit General H. und Major M. Verirrt in der Wildnis.

Kurz darauf wurde ich kommandiert, mit General H. und Major M. als Bedeckung zu gehen, welche eine von den Spaniern einst entdeckte Silbermine, die aber von den Indianern wieder verschüttet wurde, sodass bisher niemand imstande war, sie zu finden, aufsuchen wollten. Eines schönen Morgen brachen wir auf und erreichten nach einigen Tagen den Fluss Pedernales, wo wir viele Fische und Schildkröten fingen und überhaupt sehr gute Jagd fanden. Dann gingen wir langsam flussaufwärts und ritten vierzehn Tage lang in den Bergen umher, bis wir in einer ganz Weiterlesen →

Die Sternkammer – Band 1 – Kapitel 3

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 1
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Drittes Kapitel

Die französische Wirtstafel

Die bestimmte Frist des Monats lief ab und Madame Bonaventures Tag der Rechenschaft kam.

Es war in der Zwischenzeit keine Übereinkunft versucht worden, wenn sich gleich zahlreiche Gelegenheiten dazu Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 63

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

65. Der Elben und Zwerge Töpfe und Pfeifchen

Zu Castelre bei Eersel liegt ein Alvenberg, der wegen Spuk sehr bekannt und gefürchtet ist. Vorzeiten nämlich haben dort die Elben, Alven oder Kaboutermannekens gewohnt. Von ihnen rühren die Töpfe und Krüge her, welche man bei einigem Graben dort findet.

Sehr häufig findet man kleine Tabakpfeifchen in Menge auf gewöhnlichem Ackerland. Diese sind kurz und dick von Stiel und von sehr roher Form. Daraus rauchten die Zwerge ehedem und machten das so: Ein Zwerglein hielt das Weiterlesen →

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 66

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Der Eisenmeister heilt mit Fliegengift.

Zwei Kinder eines Bürgers in Günzburg – zwischen sieben und neun Jahren alt, wurden 1786 mit einem starken Ausschlag am Kopf befallen. Die Mutter kam zum Eisenmeister (sonst Kerkermeister), welcher, so wie andernorts die Schinder oder Abdecker, in die Arzneikunde pfuschte, und nun eben eine Salbe aus sogenanntem Fliegengift und frischer Butter bereitete. Die Frau klagte den Zustand ihrer Kinder. Der Quacksalber versicherte, dass eben die Salbe, die er nun verfertige, das unfehlbarste Mittel gegen die Ausschläge am Kopf sei. Die getröstete Mutter Weiterlesen →